Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages gab am 15. April 2026 grünes Licht für fünf weitere Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr. Damit wurden in diesem Jahr bisher insgesamt 16 sogenannte 25-Millionen-Euro-Vorlagen genehmigt.
Loitering Munition System (LMS)
Bereits am 25. Februar 2026 stimmte der Haushaltsausschuss dem Abschluss von zwei Rahmenverträgen mit den Firmen Helsing und STARK zur Beschaffung von Loitering Munition Systemen mittlerer Reichweite zu. Nun hat auch der Rahmenvertrag mit der Firma Rheinmetall grünes Licht erhalten. Laut Hartpunkt hat dieser Vertrag ein Volumen von bis zu 2,4 Milliarden Euro. Festbeauftragt wurden zunächst jedoch lediglich 2.500 Strike-Drohnen des Typs FV-014 Raider für rund 300 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt über den Einzelplan 14.
Infanterist der Zukunft – Erweitertes System VJTF + (IdZ-ES VJTF +)
Das zweite genehmigte Vorhaben betrifft die Beschaffung und Modernisierung des Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System VJTF +“ (IdZ-ES VJTF +). Für mehr als 1,3 Milliarden Euro darf die Bundeswehr nun 237 weitere Zugsysteme des Soldatensystems beschaffen und 116 Bestandssysteme auf den Konstruktionsstand „VJTF +“ hochrüsten, so berichtet es Hartpunkt. Finanziert wird das Vorhaben über das Sondervermögen „Bundeswehr“ und den Einzelplan 14. Die Beschaffung erfolgt dabei über den im Februar 2025 geschlossenen Rahmenvertrag mit Rheinmetall.

Luftgestützte Aufklärung mit Unbemannten Systemen (LARUS)
Das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) erhält 14 weitere „Luftgestützte Aufklärung mit Unbemannten Systemen“ (LARUS) Aufklärungsdrohnen. Dabei handelt es sich um die RQ-20 PUMA 3 AE des US-amerikanischen Herstellers AeroVironment, welche über eine vorhandene Rahmenvereinbarung der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) beschafft werden. Das KSM verfügt aktuell bereits über drei LARUS-Systeme. Ein System besteht dabei aus einer Bedienstation und zwei Aufklärungsdrohnen. Laut Hartpunkt sollen alle Systeme noch dieses Jahr an die Kampfschwimmer ausgeliefert werden.
Modernisierung der Sachsen-Klasse (F124)
Zwei weitere 25-Millionen-Euro-Vorlagen betreffen die Modernisierung der Sachsen-Klasse (F124). Zum einen wurde ein Vertrag über die Anpassungen der Hangars und Landedecks für die neuen Bordhubschrauber des Typs NH90 MRFH Sea Tiger genehmigt. Zum anderen ein Vertrag zur Softwarepflege und Hardware-Regeneration des Führungs- und Waffeneinsatzsystems der Fregattenklasse. Beide Vorhaben werden über das Sondervermögen „Bundeswehr“ und den Einzelplan 14 finanziert.
Zwei Vorhaben nicht genehmigt
Darüber hinaus standen zwei weitere 25-Millionen-Euro-Vorlagen auf der Tagesordnung des Haushaltsausschusses, die scheinbar keine Zustimmung fanden. Die erste Vorlage trägt den Titel „1. Änderungsvertrag zur Entwicklung einer multinationalen interoperablen Wellenform für den Truppenfunk ESSOR (Narrowband Waveform (ENBWF))“. Die zweite Vorlage „3. Änderungsvertrag zur Rahmenvereinbarung über die Herstellung und Lieferung von Tankcontainern Kraftstoff (kurz: TCK 9 m³)“. Warum diese beiden Vorlagen keine Zustimmung fanden, ist bisher nicht bekannt.
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