Fregatte „Sachsen“ kehrt nach Wilhelmshaven zurück

Nach rund sieben Monaten im ständigen NATO-Marineverband läuft die Fregatte "Sachsen" am Samstag in ihren Heimathafen ein.
Foto: Bundeswehr

Nach rund sieben Monaten im ständigen NATO-Marineverband läuft die Fregatte „Sachsen“ am Samstag in ihren Heimathafen ein.

Die Fregatte „Sachsen“ der Deutschen Marine beendet ihren Einsatz im ständigen NATO-Marineverband Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG1). Am Samstag, dem 25. Juli 2026, wird das Schiff unter dem Kommando von Fregattenkapitän Wolfgang Eckmüller gegen 9:45 Uhr im Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurückerwartet. Zuvor war die Fregatte Anfang 2026 zu dem multinationalen Verband ausgelaufen.

Zeitweise Führungsschiff unter britischem Kommando

Zwischen April und Juli 2026 diente die „Sachsen“ als Flaggschiff der SNMG1 und stellte damit die Führungsplattform für den britischen Stab unter Commodore Maryla Ingham von der Royal Navy. Nach Angaben des Kommandanten unterstreicht diese Rolle die Zusammenarbeit zwischen Deutscher Marine und Royal Navy. Bereits bei der Entsendung im April hatte die Bundeswehr darauf verwiesen, dass die Fregatte im Hohen Norden unter arktischen Bedingungen den Schutz der Nordflanke und der Seewege üben sollte.

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Der Einsatz führte die Besatzung nach Darstellung der Marine vom nördlichen Nordatlantik über die westliche Ostsee bis an die Westküsten der USA und Kanadas. Zu den Stationen zählte die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten in Norfolk und New York. Insgesamt legte das Schiff nach eigenen Angaben rund 35.950 Seemeilen zurück, was etwa 66.600 Kilometern entspricht.

An Bord waren neben der Stammbesatzung Kräfte des Marinefliegergeschwaders 5 aus Nordholz mit zwei Bordhubschraubern des Typs MK88A Sea Lynx eingeschifft. Zeitweise befand sich zusätzlich ein Hubschrauber der Royal Navy vom Typ AW159 Wildcat an Bord.

Der NATO-Verband SNMG1

Die Standing NATO Maritime Group 1 ist einer von mehreren ständigen maritimen Einsatzverbänden der NATO. Sie setzt sich aus Zerstörern und Fregatten verschiedener Bündnisstaaten sowie in der Regel einem Versorgungsschiff zusammen und ist dem Allied Maritime Command (MARCOM) im britischen Northwood unterstellt. Der Verband besteht seit 1967; bis 2005 trug er die Bezeichnung „Standing Naval Force Atlantic“.

Das Einsatzgebiet umfasst die Nord- und Ostsee sowie den Nordatlantik bis auf die Höhe der Straße von Gibraltar. Zu den Aufgaben zählen laut Bundeswehr die Kontrolle und der Schutz strategisch wichtiger Seewege, die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Marinen der Mitgliedstaaten sowie militärische Abschreckung. Hinzu kommen bei Bedarf Embargokontrollen, Such- und Rettungseinsätze sowie humanitäre Hilfe.

Fregatten der Klasse F124

Die „Sachsen“ gehört zur Fregattenklasse F124, von der die Deutsche Marine insgesamt drei Einheiten betreibt. Die Schiffe sind als Mehrzweckfregatten für Geleitschutz und Seeraumüberwachung ausgelegt, ihr Schwerpunkt liegt auf der Luftverteidigung. Über das Radarsystem SMART-L kann eine einzelne Einheit nach Angaben der Marine den Luftraum über der gesamten Nordsee überwachen und mehr als 1.000 Ziele gleichzeitig erfassen. Zur Bewaffnung gehören Flugabwehrraketen des Typs SM2, die aus einem Senkrechtstartsystem (Mk41 VLS) verschossen werden und gegen Flugzeuge, ballistische Raketen sowie Drohnen eingesetzt werden können.

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