Bundeswehr muss auf 272.000 Soldaten anwachsen

Deutschland erreicht erstmals das Zwei-Prozent-Ziel der NATO
Foto: Bundeswehr / Mario Bähr

Die neuen Verteidigungspläne der NATO führen zu einem stark erhöhten Bedarf an Bundeswehrsoldaten. Das geht aus einem Bericht des “Spiegel” hervor, der sich auf interne Dokumente der Verteidigungsministeriums beruf. Verteidigungsminister Boris Pistorius will diesem Bedarf mit einem neuen Wehrdienstmodell begegnen.

Der Personalbedarf der Bundeswehr ist größer als bisher angenommen. Laut vertraulichen Dokumenten des Bundesverteidigungsministeriums wird ein zusätzlicher Bedarf von 75.000 Soldaten erwartet. Diese Anforderung ergibt sich aus den neuen NATO-Verteidigungsplänen, die auf dem Gipfel in Vilnius beschlossen wurden, um die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses zu stärken.

Die NATO fordert zusätzliche Korps-, Divisions- und Brigadeeinheiten, was für die Bundeswehr einen erheblichen Personalzuwachs bedeutet. In einem internen Bericht des Ministeriums wird eine Erhöhung des Personalziels auf über 272.000 Soldaten vorgeschlagen.

Pistorius plant, alle 18-Jährigen mittels eines Fragebogens zu ihren Fitness- und Interessensprofilen zu befragen, um potenzielle Rekruten zu identifizieren. Frauen sollen diesen Fragebogen freiwillig ausfüllen, für Männer soll er verpflichtend sein, mit einer möglichen Bußgeldandrohung bei Nichtbeantwortung. So sollen jährlich bis zu 10.000 neue Rekruten gewonnen werden.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte die Zahlen und Berichte des “Spiegel” jedoch nicht bestätigen.

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