Erste deutsche F-35A in Arkansas eingetroffen

Die erste F-35A der Luftwaffe ist auf der Ebbing Air National Guard Base im US-Bundesstaat Arkansas gelandet. Dort beginnt nun die Ausbildung deutscher Piloten und Techniker am realen Flugzeug.
Foto: US Air Force/ Tech SGT Patricia Teare

Die erste F-35A der Luftwaffe ist auf der Ebbing Air National Guard Base im US-Bundesstaat Arkansas gelandet. Dort beginnt nun die Ausbildung deutscher Piloten und Techniker am realen Flugzeug.

Die Luftwaffe hat ihr erstes Kampfflugzeug des Typs F-35A Lightning II an den vorgesehenen Ausbildungsstandort in den USA verlegt. Nach eigenen Angaben ist die Maschine mit der Kennung 35+01 jetzt bei der 1. Deutschen Luftwaffenausbildungsstaffel in den USA stationiert. Dort sollen künftig die Piloten und das technische Personal auf das neue Waffensystem vorbereitet werden.

Überführung aus Fort Worth

Das Flugzeug landete am 5. Oktober auf der Ebbing Air National Guard Base bei Fort Smith. Es kam direkt aus dem Werk des Herstellers Lockheed Martin in Fort Worth, Texas. Der Überführungsflug dauerte weniger als eine Stunde. Geflogen wurde die Maschine nicht von einem deutschen Piloten, sondern von einem Offizier der 85th Fighter Group der US Air Force.

Ihren Erstflug hatte die 35+01 am 8. September absolviert. Am 18. September folgte in Fort Worth das offizielle Roll-out. Dabei übergab Lockheed Martin das Flugzeug an Verteidigungsminister Boris Pistorius.

Ausbildung in Fort Smith

Die 1. Deutsche Luftwaffenausbildungsstaffel gehört zum 2016 gegründeten German Air Force Tactical Training Command/USA. Nach ersten Einsätzen im Simulator kann die Pilotenausbildung nun auch im Flugzeug beginnen.

Nach Angaben eines Militärattachés der deutschen Botschaft in Washington sollen innerhalb von fünf Jahren mindestens 70 deutsche Piloten die Ausbildung in Ebbing durchlaufen. Eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus sei möglich. Vor Ort sollen sechs deutsche Fluglehrer eingesetzt werden. Bis April 2027 werden die ersten acht deutschen F-35A am Standort erwartet. Deutsche Piloten, die derzeit auf der Eglin Air Force Base in Florida ausgebildet werden, sollen bis Dezember nach Fort Smith wechseln.

Multinationaler Ausbildungsstandort

Die US Air Force hatte Ebbing im März 2023 als Ausbildungszentrum für Staaten ausgewählt, die die F-35 über das Foreign-Military-Sales-Programm beschaffen. Neben Deutschland sind das Singapur, Polen, Finnland, die Schweiz, Tschechien, Griechenland und Rumänien. Polen und Finnland bilden dort bereits aus und haben jeweils acht Flugzeuge vor Ort.

Die US Air Force beteiligt sich mit der 85th Fighter Group an der Ausbildung. Die Einheit untersteht dem 33rd Fighter Wing in Eglin und arbeitet mit dem in Ebbing beheimateten 188th Wing zusammen.

Beschaffung und Zeitplan

Die Bundeswehr beschafft insgesamt 35 F-35A. Dafür wurden knapp zehn Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr bereitgestellt. Der Bundestag hatte die Mittel am 14. Dezember 2022 freigegeben.

Künftiger Heimatverband ist das Taktische Luftwaffengeschwader 33 in Büchel in Rheinland-Pfalz. Die ersten Flugzeuge sollen dort Ende 2027 eintreffen, die Tornado-Flotte soll 2030 ausgesondert werden. Die F-35A übernimmt vom Tornado auch die Rolle als Trägerflugzeug für US-amerikanische B61-Atombomben. Für das neue Flugzeug wird der Fliegerhorst Büchel umfassend umgebaut, unter anderem entsteht dort ein „F-35 Campus“.

Der deutsche Militärattaché bestätigte bei der Ankunft in Fort Smith zudem, dass Deutschland den Kauf weiterer F-35

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