Der Oberndorfer Waffenhersteller verzeichnet zum Jahresauftakt 2026 zweistellige Zuwächse bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Das Unternehmen verweist auf eine hohe Auslastung der Produktion und anhaltende Nachfrage von Sicherheitsbehörden und Streitkräften.
Die Heckler & Koch AG (H&K AG) mit Sitz in Oberndorf am Neckar hat nach eigenen Angaben einen starken Start in das Geschäftsjahr 2026 verzeichnet. Wie das Unternehmen am 28. Mai 2026 mitteilte, stiegen sowohl der Auftragseingang als auch Umsatz und Ergebnis in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich an.

Umsatz wächst um mehr als die Hälfte
Der Umsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2026 auf 128,1 Millionen Euro – ein Plus von 57,1 Prozent gegenüber den 81,6 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Der Auftragseingang lag mit 128,0 Millionen Euro um 28,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 99,8 Millionen Euro.
Noch stärker fielen die Zuwächse bei den Ertragskennzahlen aus. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg auf 31,7 Millionen Euro und verdoppelte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal (14,7 Millionen Euro) mehr als. Das Ergebnis nach Steuern (EAT) kletterte von 5,7 auf 20,1 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen die hohe Auslastung in der Fertigung sowie die Abarbeitung laufender Programme.
Investitionen in Fertigung und Infrastruktur
Heckler & Koch verweist auf eine gestiegene industrielle Leistungsfähigkeit, die unter anderem auf Investitionen in moderne Infrastruktur, automatisierte Fertigung und optimierte Produktionsprozesse zurückgehe. Vorstandsvorsitzender Jens Bodo Koch erklärte, das Unternehmen sei operativ und industriell gut aufgestellt; die Nachfrage bestätige den eingeschlagenen Kurs und die getätigten Investitionen. Finanzvorstand Andreas Schnautz betonte, die gezielten Investitionen sollten die Grundlage für ein langfristiges Wachstum und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit schaffen.
Zum Kundenkreis zählen den Angaben zufolge Sicherheitsbehörden und Streitkräfte in Deutschland, Europa und im transatlantischen Bündnis. Heckler & Koch beziffert sich selbst als führenden Handfeuerwaffen-Hersteller für NATO- und EU-Staaten; der Umsatz verteilt sich überwiegend auf Gewehre, Pistolen sowie Maschinengewehre und Maschinenpistolen.
Fortsetzung eines mehrjährigen Wachstumskurses
Die Quartalszahlen knüpfen an ein starkes Geschäftsjahr 2025 an. In diesem hatte das Unternehmen den Umsatz um 14,4 Prozent auf 393 Millionen Euro gesteigert und das Ergebnis nach Steuern um 25,4 Prozent auf 39,5 Millionen Euro erhöht. Der Auftragseingang hatte sich mit 802 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Für 2026 stellte das Management einen Umsatz oberhalb von 400 Millionen Euro in Aussicht und kündigte Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro an, unter anderem in den Ausbau der Fertigung und in zusätzliches Personal. Die Beschäftigtenzahl war zuvor von rund 800 im Jahr 2018 auf etwa 1.350 gestiegen.
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