Bundeswehr unterstützt Polen bei „Eastern Shield“

Bundeswehr unterstützt Polen bei "Eastern Shield"
Gemeinsam Hand-in-Hand | Foto: Bundeswehr | Bildrechte: Polnische Streitkräfte

Nach einer Einladung Polens hilft die Bundeswehr jetzt beim Aufbau von Grenzbefestigungen. Deutsche Pioniere und Soldaten des Unterstützungsbereichs werden bis Oktober 2026 vor Ort sein.

Panzerabwehrgräben, Bau- und Drahtsperren, Feldbefestigungen sowie Kampfstände. An diesen Vorhaben werden deutsche Soldatinnen und Soldaten die kommenden Monate beteiligt sein, um Polens Verteidigung im Rahmen des Projekts „Eastern Shield“ zu stärken.

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Die Mission

Bei „Eastern Shield“ handelt es sich um ein von der polnischen Regierung 2024 ausgerufenes Projekt, die Grenzen mit Russland und Belarus zu befestigen. Über 800km sollen dabei mithilfe diverser Befestigungen für feindliche Kräfte schwer passierbar gemacht werden. So wird für polnische und NATO-Kräfte im Falle eines Angriffs Zeit geschaffen und die Reaktionszeit erhöht.

Beitrag der Bundeswehr

Auf Einladung des Nachbarstaats übernimmt die Bundeswehr nun auch einen aktiven Teil in der Konstruktion. Am 22. Juni 2026 traf dazu bereits die Kontingentführung in Polen ein, die ersten 15 Soldaten befanden sich seit dem 29. Juni zur Erkundung vor Ort. Die Ankunft der Hauptkräfte des verstärkten Maschinenpionierzugs soll bereits Anfang diesen Monats erfolgt sein. Diese werden sich wohl hauptsächlich an Panzergräben, Bau- und Drahtsperren, Feldbefestigungen sowie Kampfständen beteiligen. Der Einsatz ist geografisch auf den nördlichen Abschnitt inklusive Suwalki-Korridor begrenzt und insgesamt bis Oktober 2026 angelegt. Bei Bedarf könne er aber noch verlängert werden.

Genauer handelt es sich bei den beteiligten Soldaten wohl nicht nur um Pionierkräften des Heeres und des Unterstützungsbereichs, sondern auch um Personal des Unterstützungskommandos und der Sanitätskräfte. Die Einheiten sollen mit ihren besonderen Kenntnissen den Schutz für Polen verbessern, primär wird aber durch die Zusammenarbeit die Glaubwürdigkeit und Abschreckung des Bündnisses gestärkt. Denn „Die Sicherheit Europas wird gemeinsam verteidigt“, wie Generalleutnant und Befehlshaber des Operativen Kommandos Alexander Sollfrank in einem Statement anmerkte.

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