ARX Robotics beteiligt sich an US-Großübung Project Convergence

Das Münchner Unternehmen ARX Robotics hat mit acht unbemannten Bodenfahrzeugen am Feldexperiment Project Convergence-Capstone 6 der US Army teilgenommen. Im National Training Center in Fort Irwin wurden Aufklärung, elektronische Kampfführung, Drohnenabwehr, Logistik und Verwundetentransport unter Wüstenbedingungen erprobt.
Foto: ARX Robotics

Das Münchner Unternehmen ARX Robotics hat mit acht unbemannten Bodenfahrzeugen am Feldexperiment Project Convergence-Capstone 6 der US Army teilgenommen. Im National Training Center in Fort Irwin wurden Aufklärung, elektronische Kampfführung, Drohnenabwehr, Logistik und Verwundetentransport unter Wüstenbedingungen erprobt.

ARX Robotics hat nach eigenen Angaben die Teilnahme an Project Convergence-Capstone 6 (PC-C6) abgeschlossen. Die Übung im National Training Center der US Army in Fort Irwin, Kalifornien, fand nach Angaben der US-Streitkräfte vom 20. bis 29. Juli 2026 statt und gilt als zentrales Experimentierformat des US-Heeres. Geleitet wurde das Vorhaben von Generalleutnant Michael McCurry, Kommandeur des Army Futures and Concepts Command; Ziel war es, Umfang, Größenordnung und Komplexität der zuvor bei den Übungen Ivy Sting und Ivy Mass getesteten Abläufe deutlich auszuweiten. Truppenstellerin war die 4th Infantry Division. Neben US-Verbänden beteiligten sich Kräfte aus dem Vereinigten Königreich, Australien, Kanada und Neuseeland; nach Darstellung des Unternehmens wurden mehr als 100 neue Technologien unter einsatznahen Bedingungen geprüft.

Acht Fahrzeuge in fünf Missionsrollen

ARX Robotics war sowohl an der Gefechtsvalidierung als auch an den experimentellen Erprobungen beteiligt. Eingesetzt wurden acht unbemannte Bodenfahrzeuge (UGV) des Typs GEREON, gemeinsam mit der britischen Experimentation and Trials Group (ETG), der 11 Brigade sowie einem als 3rd Deep Recce Strike Brigade bezeichneten Verband. Die Systeme übernahmen über sechs Übungstage Aufgaben in den Bereichen Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung (ISR), elektronische Kampfführung, Counter-UAS, Nachschub sowie Verwundetentransport (CASEVAC).

Jetzt Steady-Mitglied werden!

Die Fahrzeuge trugen dabei unterschiedliche Nutzlasten von Drittanbietern, darunter die Counter-Drohnen- und EloKa-Lösung CORVUS-RAVEN von L3Harris, die Sensorik Watchdog von MyDefence und das Zielerfassungssystem Podview von Overview. Erprobt wurden zudem Verfahren zur Energieversorgung robotischer Verbände, unter anderem das Laden der GEREON-Kontrolleinheit über die mobile Energieplattform ATeMM von Plasan sowie Tests mit einem hybriden Unterstützungsfahrzeug der britischen Armee.

Anbindung an Führungssysteme

Nach Unternehmensangaben blieben die Systeme durchgehend mit den Kommunikations- und Führungsnetzen der beteiligten Streitkräfte verbunden. Die erfassten Daten seien in Führungs- und Informationssysteme auf Brigade-, Divisions- und Korpsebene eingespeist worden. Der Schwerpunkt von PC-C6 lag auf der Validierung der Architektur Next Generation Command and Control (NGC2) sowie auf der Interoperabilität zwischen verbündeten Streitkräften.

Colonel Jim Howard, Kommandeur der britischen ETG, bewertete die Übung als Gelegenheit, die Integration autonomer Systeme in Landoperationen im Rahmen eines multinationalen Korpsmanövers zu prüfen. David Roberts, Geschäftsführer von ARX Robotics UK, ordnete die Teilnahme als Schritt beim Ausbau der Präsenz des Unternehmens in den USA ein und verwies auf die Anbindung der Plattform an Netzwerke verbündeter Streitkräfte. Die Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung von GEREON und des Betriebssystems Mithra einfließen.

Hintergrund

ARX Robotics wurde von den früheren Bundeswehroffizieren Marc Wietfeld, Maximilian Wied und Stefan Roebel gegründet und hat seinen Sitz in Oberding bei München. Das Unternehmen schloss im Juni 2024 eine Seed-Runde über neun Millionen Euro und im April 2025 eine Series-A-Finanzierung über 31 Millionen Euro ab, die im Juli 2025 um elf Millionen Euro erweitert wurde. Im Rahmen einer Partnerschaft mit der Deutz AG läuft die Serienfertigung des GEREON im Werk Ulm an; die Systeme sind für die Ukraine bestimmt.Im April 2026 erhielt ARX Robotics UK über die Task Force RAPSTONE einen ersten Auftrag der britischen Armee über in Großbritannien gefertigte GEREON-Fahrzeuge mit ISR-Nutzlasten.

Mit WhatsApp immer bestens informiert!

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal, um Neuigkeiten direkt aufs Handy zu erhalten. Einfach unten auf den Button klicken und dem Kanal beitreten:

Total
0
Shares
Related Posts
Total
0
Share