Estland erhält erste IRIS-T SLM Feuereinheit

Estland erhält erste IRIS-T SLM Feuereinheit
Startgerät und Radar eines Iris-T SLM Systems | Foto: Diehl Defence

Im Rahmen der größten Verteidigungsinvestition ihrer Geschichte ist der estnische Luftraum heute ein Stück sicherer geworden. Denn Diehl Defence hat die erste IRIS-T SLM Feuereinheit an die Luftwaffe des baltischen Staats übergeben.

22. Juni 2026: Das erste der im September 2023 bestellten IRIS-T Systeme kam heute in Estland an. Diehl Defence übergab es den Luftstreitkräften auf der Ämari Air Base. Dabei handelt es sich um ein LKW montiertes Flugabwehrraketen-System auf Basis des Luft-zu-Luft-Flugkörpers IRIS-T. Mit einer Reichweite von 40km und einer Höhe von bis zu 20km gilt es als einer der modernsten Mittelstrecken-Systemen auf dem Markt.

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Bedeutung für Estland

Der baltische Staat hat damit sein erstes System zur Luftverteidigung erhalten, was über Kurzstrecke hinausgeht. Es handelt sich also nicht nur um eine Modernisierung der bisherigen Luftverteidigungskräfte, sondern auch um einen Aufwuchs in eine für das Land gänzlich neue Größenkategorie. Der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur hebt dabei auch die Lehren aus dem Ukraine-Krieg hervor. Flugabwehr habe sich als unerlässliches Element für den Schutz von Land, Menschen und Infrastruktur rausgestellt. Da sich IRIS-T SLM bereits im Einsatz der ukrainischen Kräfte bewährt habe, dürfte hier wohl ein den Anforderungen mehr als entsprechender Kauf stattgefunden haben.

Statement des Unternehmens

Der CEO von Diehl Defence, Helmut Rauch, erklärt die erfolgreiche Übergabe auch als Beweis der firmeneigenen Fähigkeiten. Man habe hiermit erwiesen, dass das Unternehmen selbst unter hohem Nachfragedruck liefern kann und einen messbaren Beitrag zur NATO-Sicherheitsstruktur leistet.

In den Augen der Firma stellt die Übergabe auch ein besonderes Zeichen für die Bedeutung der European Sky Shield Initiative (ESSI) dar. Dabei handelt es sich um ein Projekt, dass 2022 von Deutschland initiiert wurde und eine integrierte europäische bodengebundene Luftverteidigung zum Ziel hat. Mit 23 Mitgliedstaaten bietet es einen großen Absatzmarkt für Firmen wie Diehl Defence. Inklusive Estland haben inzwischen acht der involvierten Staaten das IRIS-T SLM System beschafft, die dank der Interoperabilität starke Synergien ernten können, etwa in Wartung und Ausbildung.

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