Challenger 3 geht in die Truppenerprobung

Mit dem Challenger 3 modernisiert die British Army 148 Kampfpanzer, die überwiegend aus deutscher Technik und nach jahrzehntelangem Zögern entstehen. Der Beitrag zeichnet die gescheiterten Vorgängerprogramme nach, bewertet Bewaffnung, Schutz und Antrieb und ordnet Stückzahl, Zeitplan und industrielle Basis ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob London nach diesem Programm noch in der Lage ist, einen eigenen Kampfpanzer zu bauen.
Foto: UK MOD © Crown copyright 2024

RBSL, ein Joint Venture von Rheinmetall und BAE Systems, hat alle acht bestellten Prototypen des neuen Kampfpanzers Challenger 3 an die British Army ausgeliefert. Bereits seit Anfang des Jahres läuft die 18-monatige Truppenerprobung mit den ersten Prototypen. Sollte diese Erprobung erfolgreich verlaufen, wird die Freigabe für die Serienproduktion weiterer 140 Challenger 3 erwartet. Bereits 2021 wurde RBSL vom britischen Verteidigungsministerium mit der Modernisierung von 148 Challenger 2 auf den Challenger 3-Stand beauftragt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 930 Millionen Euro. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2027 bis 2030 erfolgen. Das Modernisierungsprogramm umfasst einen neukonstruierten Turm mit der 120mm-Glattrohrkanone L55A1 von Rheinmetall, zwei unabhängige Wärmebildgeräte für Kommandant und Richtschütze, das aktive Schutzsystem Trophy, eine verbesserte Kühlung für das leistungsgesteigerte Triebwerk uvm. Der Challenger 3 ist neben dem Ajax und dem Boxer eines der wichtigsten Rüstungsprojekte der British Army. 

Total
0
Shares
Related Posts
Total
0
Share