Die Bundeswehr hat 2025 einen deutlichen Personalanstieg verbucht. Mit etwa 25.000 Neueinstellungen und einem militärischen Personalbestand von rund 184.200 Soldatinnen und Soldaten erreichten die Streitkräfte den höchsten Jahresendwert seit zwölf Jahren.
Rekord bei Neueinstellungen
Im vergangenen Jahr stellte die Bundeswehr rund 25.000 Soldatinnen und Soldaten ein – ein Anstieg von etwa 23 Prozent gegenüber 2024. Dies ist das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. In absoluten Zahlen bedeutet das rund 4.700 mehr Neueinstellungen als im Vorjahr.
Die Zahlen sind deshalb bedeutsam, weil sie nicht nur altersbedingte Abgänge ausgleichen, sondern erstmals seit Jahren wieder einen messbaren Nettozuwachs ermöglichen. Besonders bei Freiwillig Wehrdienstleistenden und in spezialisierten Fachbereichen konnten deutliche Zuwächse erzielt werden.
Begleitet wurde diese Entwicklung von steigenden Bewerbungszahlen: Etwa 56.000 Bewerbungen für den militärischen Dienst gingen 2025 ein, rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahl gilt als wichtiger Indikator für die mittelfristige Personalentwicklung.

Personalbestand wächst kontinuierlich
Zum Jahresende 2025 dienten etwa 184.200 Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr – rund 3.000 mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil lag bei etwa 25.200 Soldatinnen und stieg damit leicht an. Auch der zivile Bereich wuchs planmäßig auf rund 82.000 Beschäftigte, was einem Plus von etwa 1.160 entspricht.
Der Zuwachs ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er in einer Phase erfolgt, in der pensionierungsstarke Jahrgänge, Fachkräftemangel und steigende NATO-Verpflichtungen gleichzeitig wirken. Verteidigungsminister Boris Pistorius bewertete die Entwicklung positiv: „Das Interesse an unserer Bundeswehr steigt weiterhin deutlich. Wir haben das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht.“
Personalbindung im Fokus
Der Personalzuwachs hängt nicht nur von Neueinstellungen ab. Im Jahr 2025 gelang es, mehr als 8.500 Soldatinnen und Soldaten für einen längeren Verbleib zu gewinnen, die die Bundeswehr sonst planmäßig verlassen hätten – eine Steigerung um sechs Prozent gegenüber 2024.
Allerdings bleibt die Abbruchquote in den ersten sechs Monaten mit rund 25 Prozent hoch. Dies zeigt, dass Personalgewinnung und -bindung zusammen gedacht werden müssen. Die Bundeswehr setzt hierzu verschiedene Maßnahmen um, von transparentem Erwartungsmanagement bis zu attraktiveren Rahmenbedingungen.
Reserve gewinnt an Bedeutung
Auch die Reserve spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Ende 2025 waren etwa 60.200 Reservistinnen und Reservisten auf Dienstposten eingeplant, verglichen mit rund 49.200 im Vorjahr. Insgesamt leisteten etwa 21.300 Reservistinnen und Reservisten im Jahr 2025 Dienst und tragen damit zur Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte bei.
Positive Aussichten für 2026
Der positive Trend setzt sich fort. Bereits zu Jahresbeginn 2026 zeigen sich weiterhin gute Einplanungszahlen. Mit dem Neuen Wehrdienst, dessen gesetzliche Grundlage am 1. Januar 2026 in Kraft trat, soll der Personalaufwuchs bei aktiver Truppe und Reserve weiter unterstützt werden.
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