Rheinmetall erhält Großaufträge für Artilleriemunition

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal 155-mm-Artilleriegeschosse aus seinem neuen Werk im niedersächsischen Unterlüß an die Ukraine geliefert. Der laufende Auftrag soll bis Ende 2026 vollständig abgewickelt sein.
Foto: Rheinmetall AG

Rheinmetall Denel Munition hat zwei neue Aufträge eines nicht genannten internationalen Kunden über 155-mm-Artilleriemunition des Typs Extended Range, Full Bore (ERFB) erhalten. Das Paket – Geschosse, Treibladungen und Zünder – hat einen Gesamtwert im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Bestellungen spiegeln die weltweit stark gestiegene Nachfrage nach Artilleriemunition wider, die Rheinmetall seit 2022 mit einem Kapazitätsausbau beantwortet. Der Konzern plant, bis 2027 mindestens 1,1 Millionen 155-mm-Granaten pro Jahr herstellen zu können; auch Rheinmetall Denel Munition erweitert dafür seine Fertigung.

Parallel erprobt das Unternehmen NATO-kompatible Präzisionsgeschosse mit einer Reichweite von bis zu 73 Kilometern und integriert neue Produktionstechnologien in seine eigenen Anlagen für energetische und mechanische Komponenten. Der Auftrag erhöht den bestehenden Auftragsbestand; der Fünf-Jahres-Produktionsplan wird kontinuierlich an die Nachfrage der Hauptkunden angepasst.

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