Diese Liste umfasst die wichtigsten Beschaffungsvorhaben des Heeres. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Projektstatus, Auftragnehmer, Bestand, Bestellt, Bedarf, Kosten, Finanzierung und Auslieferungszeitraum der einzelnen Beschaffungsvorhaben.
Letzte Aktualisierung: 16. Juli 2026
Table of Contents
- Leopard 2 A8
- Kampfpanzer neue Generation
- Main Ground Combat System
- Puma 2. Los
- Schakal
- Schwerer Waffenträger Infanterie
- Luchs 2
- Patria 6×6
- Husky 3
- ATF Dingo 2 A4.1
- EAGLE V
- Caracal
- Fahrzeugfamilie mittel Spezialkräfte
- Leichte Luftlandefähige Einsatz-/Gefechtsfahrzeuge & Unterstützungsfahrzeuge
- Boxer JFSTsw
- NEMO
- PzH 2000 A4
- RCH 155
- MARS 3
- Typhon
- Skyranger 30 A3
- Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz
- Schwimmschnellbrücke 2
- GFB Leguan
- Brückensystem Rad
- Dry Support Bridge
- Zukünftiges Minenräumsystem
- Zukünftiges Sperrsystem
- Pionierpanzer 3 Kodiak
- Bergepanzer 3 A2 Büffel
- Bergemittel MKr
- Fahrschulpanzer Leopard 2 A6A3 & A7V
- BOXER Fahrschulfahrzeuge
- Ausbildungsgeräte Schieß- und Gefechtsausbildung
- Ausstattungssätze Ausbildungsgerät Duellsimulator
- H145M LKH
- Loiterung Munition System kurzer Reichweite
- Loiterung Munition System mittlerer Reichweite
- Loiterung Munition System großer Reichweite
- Uranos KI
- HUSAR
- FALKE
- Twister
- Mobiles Sensor-System
- Bodenaufklärungsradar kurze Reichweite
- Maschinenkanone Oerlikon KBA 25 mm
- Fernbedienbare leichte Waffenstationen 100 & 200
- DefendAir
- 155-mm-Artilleriemunition
- 120-mm-Mörsermunition
- 120-mm-Munition
- 70-mm-Übungsraketen
- 30-mm-Munition
- PARM DM22
- Reaktivschutzmodule
- Mobile Feldküchen
- Bewegliche Unterbringung im Einsatz Streitkräfte
- Mobile Multispektrale Tarnausstattung
- Stationäre multispektrale Tarnausstattung
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Leopard 2 A8

Typ: Kampfpanzer
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: KNDS Deutschland
Bestand: 2 (Nachweismuster)
Bestellt: 123
Bedarf: bis zu 1.000 Kampfpanzer insgesamt
Kosten: 3,45 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 97), Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 07) & Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)
Auslieferung: 2027 – 2030
Verzögerung: ca. 2 Jahre (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Die Beschaffung des Leopard 2 A8 dient dem Ersatz der 18 an die Ukraine abgegebenen Leopard 2 A6 sowie der Vollausstattung der Panzertruppe. Als Erstes soll die in Litauen stationierte Panzerbrigade 45 mit den neuen Kampfpanzern ausgestattet werden.
Projektverlauf:
- 24. Mai 2023: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 18 Leopard 2 A8 Kampfpanzern zu. Laut Mitteilung des BMVg sollen diese zwischen 2025 und 2026 ausgeliefert und über den Einzelplan 60 finanziert werden.
- 25. Mai 2023: Das BAAINBw hat mit Krauss-Maffei Wegmann (heute KNDS Deutschland) einen Rahmenvertrag über bis zu 123 Leopard 2 A8 inkl. eines Pakets zur logistischen Betreuung geschlossen. Festbeauftragt wurden zunächst lediglich 18 Kampfpanzer für 525,6 Millionen Euro. Laut ESuT wären für die Beschaffung der optional vereinbarten 105 zusätzlichen Leopard 2 A8 weitere 2,4 Milliarden Euro nötig.
- 3. Juli 2024: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung der optional vereinbarten 105 zusätzlichen Leopard 2 A8 inkl. Verfügbarkeitsgewährleistung für rund 2,9 Milliarden Euro zu. Finanziert wird die Beschaffung über das Sondervermögen Bundeswehr und den Einzelplan 14. Die Auslieferung soll zwischen 2027 und 2030 erfolgen.
- 19. November 2025: Roll-out des ersten Leopard 2 A8 im Beisein von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der norwegischen Verteidigungsstaatssekretärin Marte Gerhardsen und des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in München. Laut KNDS soll die Auslieferung im April 2026 beginnen. Verteidigungsminister Pistorius kündigte die Beschaffung von 75 weiteren Leopard 2 A8 im Jahr 2026 an.
- Juni 2026: Laut KNDS Deutschland wurden die beiden Nachweismuster bereits an die Bundeswehr übergeben. Diese durchlaufen nun die integrierte Nachweisführung. Ab 2027 soll die Serienauslieferung beginnen.
Kampfpanzer neue Generation

Typ: Kampfpanzer
Projektstatus: Entwicklung
Auftragnehmer: KNDS Deutschland, Rheinmetall und Hensoldt
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: ca. 90 – 300
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: ab 2032
Ziel/Zweck: Der Kampfpanzer neue Generation – auch als Brückenlösung, Leopard 2 AX bzw. Leopard 3 bezeichnet – soll die Zeit bis zur Einführung des Main Ground Combat Systems (MGCS) überbrücken und die aktuell in Nutzung befindlichen Kampfpanzer der Typen Leopard 2 A5 und Leopard 2 A6 ersetzen. Die geplante Nutzungsdauer beträgt rund 25 Jahre.
Projektverlauf:
- Februar 2025: Das BAAINBw hat KNDS Deutschland, Rheinmetall und Hensoldt mit verschiedenen technischen Studien für den Kampfpanzer neue Generation beauftragt. KNDS Deutschland wurde mit drei technischen Studien beauftragt: erstens Entwicklung einer automatischen Feldjustieranlage, zweitens Entwicklung eines alternativen Triebwerks mit der Bezeichnung „OLYMP“ und drittens „Einrüstung der Erweiterung des Multifunktionalen Selbstschutzsystems (MUSS)“. Rheinmetall wurde ebenfalls mit drei technischen Studien beauftragt: Entwicklung der Munitionstypen DM13, DM11 (Multifunktionsgefechtsmunition (HE)) und DM23 (Gefechtsmunition Kinetic-Energy (KE)) für die zukünftige 130-mm-Kanone. Hensoldt wurde ebenfalls mit der Entwicklung einer automatischen Feldjustieranlage beauftragt.
- 15. Dezember 2025: Das Bundeskartellamt hat der Erweiterung der PSM Projekt System & Management GmbH, einem Joint Venture der Rheinmetall Landsysteme GmbH und der KNDS Deutschland GmbH & Co. KG, zugestimmt. Die Erweiterung ermöglicht es, die organisatorische Struktur der PSM „für einen noch zu vergebenden Auftrag der Bundeswehr zur Entwicklung und Lieferung“ des Kampfpanzer neue Generation zu nutzen.
- März 2026: Rheinmetall und KNDS Deutschland haben sich auf insgesamt 14 Baugruppen für den neuen Kampfpanzer verständigt, so berichtet es Hartpunkt. Beide Unternehmen übernehmen für jeweils sieben Baugruppen die Verantwortung. Rheinmetall ist unter anderem „für die Waffenanlage, die Optiken der Hauptwaffe sowie das 360-Grad-Sichtsystem“ verantwortlich. KNDS Deutschland ist unter anderem für „den Autolader, die Richt- und Stabilisierungsanlage sowie die Feuerleitung“ verantwortlich.
- Juni 2026: Die PSM Projekt System & Management GmbH stellt auf der Eurosatory 2026 in Paris ein Konzept für das Vorhaben „Kampfpanzer neue Generation“ vor. Das Konzept trägt den Namen „MBT Vision 2032“ – die Zahl 2032 deutet auf die anfängliche Einsatzbereitschaft des Systems im Jahr 2032 hin.
Main Ground Combat System
Typ: Landkampfsystem
Projektstatus: Entwicklung
Auftragnehmer: KNDS
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: ab 2040/2045
Beschreibung:
Soll den Leopard 2 bei der Bundeswehr und den Leclerc bei den französischen Streitkräften ersetzen.
Puma 2. Los

Typ: Schützenpanzer
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: PSM Projekt System & Management GmbH
Bestand: 350 (1. Los)
Bestellt: 250
Bedarf: über 1.000
Kosten: 5,7 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: 2026 – 2030
Verzögerung: ca. 1 Jahre (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Ersatz des veralteten Schützenpanzers Marder und Vollausstattung der Panzergrenadierverbände des Heeres.
Projektverlauf:
- 10. Mai 2023: Der Haushaltsausschuss gibt rund 1,5 Milliarden Euro für die Beschaffung von 50 weiteren SPz Puma im Rahmen des 2. Loses frei.
- 12. Mai 2023: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit der PSM Projekt System & Management GmbH – einem Joint Venture von KNDS Deutschland und Rheinmetall – über bis zu 229 SPz Puma im Konfigurationsstand S1. Das Gesamtvolumen des Rahmenvertrags beläuft sich auf rund 4,8 Milliarden Euro. Fest beauftragt werden zunächst 50 SPz Puma zu einem Auftragswert von 1,5 Milliarden Euro. Die Auslieferung ist für den Zeitraum Ende 2025 bis Anfang 2027 geplant.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss billigt den 1. Änderungsvertrag zur Rahmenvereinbarung über die Herstellung und Lieferung weiterer Serienfahrzeuge des 2. Loses des SPz Puma. Gut informierten Kreisen zufolge darf der im Mai 2023 geschlossene Rahmenvertrag damit von ursprünglich 229 auf 254 Puma ausgeweitet werden. Gleichzeitig wurden 200 weitere Schützenpanzer Puma für rund 4,2 Milliarden Euro aus dem Vertrag abgerufen. Die Auslieferung sollen in den Jahren 2028 (27 Fahrzeuge), 2029 (78 Fahrzeuge) und 2030 (95 Fahrzeuge) erfolgen.
- 19. Dezember 2025: Das BAAINBw hat den 1. Änderungsvertrag zur bestehenden Rahmenvereinbarung mit der PSM Projekt System & Management GmbH geschlossen. Zeitgleich wurden 200 weitere SPz Puma für 4,2 Milliarden Euro bestellt. Davon entfallen 2,1 Milliarden Euro auf KNDS und 2,1 Milliarden Euro auf die Rheinmetall Landsysteme GmbH. Die ersten Fahrzeuge sollen Mitte 2028 ausgeliefert werden.
Zusammen mit den 350 Fahrzeugen des ersten Loses wird das Heer künftig über insgesamt 600 Schützenpanzer Puma verfügen. Der Bedarf des Heeres ist damit jedoch noch nicht gedeckt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird dieser auf über 1.000 Schützenpanzer geschätzt.
Schakal

Typ: Radschützenpanzer
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: ARTEC GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 185
Bedarf: 350
Kosten: ca. 4 Mrd. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2027 – 2031
Ziel/Zweck: Die Radschützenpanzer Schakal sollen zusammen mit dem Schützenpanzer Puma die veralteten SPz Marder ersetzen. Eingesetzt werden sollen die Radschützenpanzer bei den im Aufbau befindlichen mittleren Kräften des Deutschen Heeres. Gemäß aktueller Planung sollen zwei Panzergrenadierbataillone samt Schul- und Übungsorganisation mit dem Schakal ausgestattet werden.
Projektverlauf:
- 15. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 150 Radschützenpanzern Schakal inklusive Logistikpaket für 3,4 Milliarden Euro zu.
- 17. Oktober 2025: Deutschland und die Niederlande haben die ARTEC GmbH über die europäische Rüstungsagentur OCCAR mit der Herstellung und Lieferung von 222 Radschützenpanzern Schakal beauftragt. 150 Fahrzeuge sind für die Bundeswehr vorgesehen, 72 für die niederländischen Streitkräfte. Laut Hartpunkt enthält der Vertrag zudem eine Option für bis zu 248 Schakal – 200 davon für Deutschland und 48 für die Niederlande. Die Auslieferung soll im Zeitraum von Ende 2027 bis 2031 erfolgen.
- 24. Juni 2026: Der Haushaltsausschuss hat der Beschaffung weiterer Systeme inkl. Logistikbedarf aus dem BOXER-Serienproduktionsvertrag zugestimmt. Laut Hartpunkt handelt es sich dabei um die Beschaffung weiterer 35 Radschützenpanzer für knapp 650 Millionen Euro.
Schwerer Waffenträger Infanterie

Typ: Schwerer Waffenträger
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall Defence Australia & Rheinmetall Landsysteme GmbH
Bestand: 9
Bestellt: 123
Bedarf: 123
Kosten: 1,943 Mrd. Euro (+ 750 Mio. Euro Integrated Logistic Support) / Gesamtauftragswert rund 2,7 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: 2026 – 2031
Verzögerung: min. 1 Jahr (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Der Schwere Waffenträger Infanterie soll die Wiesel 1 MK & MELLS bei den Jägerbataillonen ersetzen. In der Zielstruktur soll jedes Jägerbataillon über 26 Schwere Waffenträger Infanterie verfügen. Jeweils vier in den schweren Zügen der drei Kampfkompanien als direkte taktische Feuerunterstützung. Und 14 in den schweren Kompanien der Jägerbataillone, die entweder die Kampfkompanien unterstützen oder ein eigenes Manöverelement bilden können. Der Schwere Waffenträger Infanterie soll sowohl zur begleitenden als auch zur direkten taktischen Feuerunterstützung genutzt werden können.
Projektverlauf:
- Februar 2022: Auswahlentscheidung getroffen – der Schwere Waffenträger Infanterie wird auf Basis des des australischen Combat Reconnaissance Vehicle, kurz CRV, Block II realisiert werden.
- 23. März 2023: Der Parlamentarische Staatssekretär Hitschler und der australische Rüstungsminister Pat Conroy zeichnen eine Zusammenarbeitserklärung zur beabsichtigten Beschaffung des Schweren Waffenträgers Infanterie.
- 20. März 2024: Billigung der beiden 25-Millionen-Euro-Vorlagen (Beschaffung und Serviceleistungen) durch den Haushaltsausschuss unter Auflagen.
- 21. März 2024: Unterzeichnung des Government-to-Government-Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der australischen Regierung.
- 2. Mai 2024: Übergabe eines ersten Nachweismusters durch Rheinmetall in Unterlüß (nur eingeschränkte Tests möglich).
- Sommer 2025: Übergabe des ersten vollwertigen Nachweismusters, Beginn der Integrierten Nachweisführung; die erste Phase mit dem HWC 001 wurde erfolgreich absolviert.
- Jahresbeginn 2026: Start der zweiten Phase der Nachweisführung.
- 16. Juli 2026: Die Ausbildung an dem Waffensystem hat in der KW 29 begonnen und soll Pistorius zufolge bis November andauern. Die Truppe verfügt bisher über acht Serienfahrzeuge. Bis Ende 2026 sollen 11 weitere Fahrzeuge folgen.
Luchs 2

Typ: Spähfahrzeug
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer:
- General Dynamics European Land Systems (GDELS) als Generalunternehmer
- Hensoldt Optronics (Sensorsuite und Missionssystem CERETRON)
- Rheinmetall Electronics (Turm CT-025, Hauptbewaffnung, Simulatoren)
- Rheinmetall Italia (Maschinenkanonen über separaten Vertrag)
- Theon Sensors (stabilisierte Turm-Optronik SEOSS 210 P)
- e.sigma (Ausbildungssimulatoren)
- Saab Bofors Dynamics Switzerland (Tarnausstattung)
Bestand: 0
Bestellt: 274
Bedarf: 356
Kosten: 3,54 Mrd. Euro (Festbeauftragung) / 4,6 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 551 11 & Titel 554 97) & Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554)
Auslieferung: 2028 (2 Referenzsysteme) / 2029 – 2032 (Festbeauftragung – 272 Fahrzeuge)
Ziel/Zweck: Der Luchs 2, beschafft im Rahmen des Vorhabens „Spähfahrzeug Neue Generation“ (SpähFz NG), soll den aktuell in Nutzung befindlichen Spähwagen Fennen ersetzen, da dieser 2028 sein Nutzungsdauerende erreicht. Der Luchs 2 wird der künftige Hauptmobilitäts- und Funktionsträger der fahrzeuggebundenen Spähaufklärung und soll den Anforderungen des „gläsernen Gefechtsfeldes“ gerecht werden — in den Nischen, in denen unbemannte Systeme an ihre Grenzen stoßen (schlechte Wetterbedingungen, komplexes Gelände, Szenarien mit physischer Präsenz und Nahaufklärung). Das System soll in Bezug auf Autonomie, akustische und thermische Signatur neue Maßstäbe setzen.
Projektverlauf:
- 15. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt der Entwicklung und Produktion des Spähfahrzeugs Next Generation (SpähFz NG) Luchs 2 samt eines 1. Änderungsvertrags zu.
- 20. Oktober 2025: Das BAAINBw schließt mit General Dynamics European Land Systems (GDELS) einen Rahmenvertrag über bis zu 356 Luchs 2 im Wert von 4,6 Milliarden Euro. Festbeauftragt wurden 274 Fahrzeuge für 3,54 Milliarden Euro. Die Serienauslieferung soll 2029 mit jährlichen Stückzahlen zwischen 58 und 90 Fahrzeugen starten, wobei die 272 Serienfahrzeuge zwischen 2029 und 2032 an die Truppe übergeben werden sollen.
- 26. November 2025: GDELS beauftragt Hensoldt mit der Lieferung modernster Sensortechnik und dem CERETRON-Missionssystem für den Luchs 2 im Wert von knapp einer Milliarde Euro.
- 20. Februar 2026: GDELS beauftragt Rheinmetall mit der Lieferung des Turmes, der Hauptbewaffnung und zugehöriger Simulatoren für den Luchs 2. Der Gesamtauftragswert liegt im mittleren dreistelligen MioEUR-Bereich.
- 8. April 2026: Rheinmetall beauftragt Theon Sensors SA mit der Entwicklung und Lieferung des stabilisierten elektrooptischen Sensors SEOSS 210 P für den mittelkalibrigen Turm CT25, welcher auch beim Luchs 2 zum Einsatz kommen soll.
- Nächste Meilensteine: Critical Design Review bis Mitte 2027, Referenzsysteme und Beginn der integrierten Nachweisführung ab Mitte 2028, Serienfreigabe nach rund acht Monaten, Serienauslieferung ab 2029.
Patria 6×6

Typ: 6×6 Transportpanzer
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer:
- Patria (Hauptauftragnehmer)
- KNDS Deutschland Maintenance GmbH
- FFG Flensburger Fahrzeugbau GmbH
- Jungenthal Wehrtechnik GmbH
Bestand: 5 Fahrzeuge in der Variante schwedischer Truppentransporter (APC)
Bestellt: 228 (+ 68 optional)
- 170 Fahrzeuge in der Variante Pioniergruppe (PiGrp) + 54 optional
- 48 Fahrzeuge in der Variante Panzeraufklärungsgruppe (PzAufklGrp) + 14 optional
- zehn Fahrzeuge in der Variante schwedischer Truppentransporter (APC)
Bedarf: 4.000
Kosten: 747 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 959 Mio. Euro (Gesamtvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: 2026 – 2029
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „Transportpanzer Neue Generation“ (TPz NG) will die Bundeswehr die veralteten TPz Fuchs ersetzen. Als Ersatz hat man sich für den Patria 6×6 entschieden, der im Rahmen des multinationalen Programm „Common Armoured Vehicle System“ (CAVS) beschafft wird. Der vom Generalinspekteur gebilligte Gesamtbedarf liegt bei 4.000 Fahrzeugen im Zeitraum bis nach 2035.
Projektverlauf:
- 14. Juni 2022: Deutschland hat eine Absichtserklärung zum Beitritt zum multinationalen CAVS-Programm unterzeichnet.
- 17. April 2023: Deutschland hat das sogenannte Technical Arrangement (TA) des multinationalen CAVS-Programms unterschrieben.
- 2. Mai 2024: Deutschland ist der Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung des multinationalen CAVS-Programms beigetreten.
- 30. Januar 2025: Deutschland ist dem Rahmenabkommen des multinationalen CAVS-Programms offiziell beigetreten.
- 10. September 2025: Der Haushaltsausschuss hat 30,9 Millionen Euro für die Entwicklung der Variante Pioniergruppe (PiGrp) freigegeben.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss hat grünes Licht für die Beschaffung des Patria 6×6 gegeben.
- 18. Dezember 2025: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit Patria zur Lieferung von bis zu 296 Patria 6×6 in drei Varianten im Wert von rund 959 Millionen Euro geschlossen. Dabei handelt es sich um die Varianten Pioniergruppe (PiGrp), Panzeraufklärungsgruppe (PzAufklGrp) und Truppentransporter (APC). Festbeauftragt wurden zunächst nur 228 Fahrzeuge für 747 Millionen Euro. Die Auslieferung soll bereits im ersten Quartal 2026 beginnen.
- 170 PiGrp + 54 optional
- 48 PzAufklGrp + 14 optional
- 10 APC
- 23. Februar 2026: Patria hat die ersten fünf Vorserienfahrzeuge an die Bundeswehr übergeben.
Husky 3

Typ: Überschneefahrzeug / Geländetransportfahrzeug
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: BAE Systems Hägglunds
Bestand: 1
Bestellt: 367
Bedarf: 664
Kosten: 1.388 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 43)
Auslieferung: 2026 – 2030
Verzögerung: ca. 1 Jahr (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „Überschneefahrzeug Neue Generation“ (ÜS-Fzg NG) will die Bundeswehr die veralteten Geländetransportfahrzeuge vom Typ Bv206 S/D Hägglunds ersetzen. Als Ersatz hat man sich für den BvS10 von BAE Systems Hägglunds entschieden, der im Rahmen des multinationalen Programms „Collaborative All Terrain Vehicle (CATV)“ beschafft wird. Bei der Bundeswehr wird der BvS10 als Husky 3 bezeichnet. Der Gesamtbedarf im Zeitraum bis 2031 liegt bei 664 Fahrzeugen.
Projektverlauf:
- 14. Dezember 2022: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 140 Überschneefahrzeugen für rund 405 Millionen Euro zu.
- 16. Dezember 2022: Schweden, Deutschland und Großbritannien schließen einen Rahmenvertrag mit BAE Systems zur Beschaffung des BvS10 im Rahmen des multinationalen Programms „Collaborative All Terrain Vehicle (CATV)“. Festbeauftragt wurden 436 Fahrzeuge für 760 Millionen Euro – davon 140 für die Bundeswehr.
- 29. März 2023: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von 227 weiteren Überschneefahrzeugen für rund 919 Millionen Euro zu. Die Auslieferung soll im Zeitraum von November 2025 bis 2030 erfolgen.
- 13. Dezember 2023: Der Haushaltsausschuss stimmt einer Vertragsänderung im Wert von rund 64 Millionen Euro zu. Dabei handelt es sich um die Integration der Kommunikationsausstattung.
- 17. September 2025: Das erste Nachweismuster wurde im schwedischen Örnsköldsvik an die Bundeswehr übergeben. Dieses durchläuft nun die taktische sowie technisch-logistische Einsatzprüfung. Laut BMVg soll die Serienauslieferung nun 2026 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein.
ATF Dingo 2 A4.1

Typ: Geschütztes Führungs- und Funktionsfahrzeug (GFF) Klasse 3
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: KNDS Deutschland
Bestand: ca. 500
Bestellt: 115
Bedarf: 733
Kosten: ca. 266 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03) & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: 2026 – 2028
Ziel/Zweck: Als Ersatz für an die Ukraine abgegebenes Material beschaffte die Bundeswehr zunächst 50 neue Dingo 2 A4.1 in der Variante Patrouillen-/Sicherungsfahrzeug. Darüber hinaus wurden in einem zweiten Schritt 65 weitere Dingos für die Vollausstattung der Panzerbrigade 45 in Litauen bestellt um die geschützte Mobilität der deutschen Soldatinnen und Soldaten sicherzustellen.
Projektverlauf:
- 16. November 2023: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 50 Dingo 2 A4.1 für insgesamt rund 150 Millionen Euro zu. Die Finanzierung erfolgt über den Einzelplan 60.
- 29. November 2023: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit KNDS Deutschland über bis zu 233 Dingo 2 A4.1 und einer Laufzeit von sieben Jahren geschlossen. Festbeauftragt wurden zunächst lediglich 50 Fahrzeuge für 146,88 Millionen Euro. Die Auslieferung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
- 18. Dezember 2024: Der Haushaltsausschuss genehmigt die Beschaffung von 65 weiteren Dingo 2 A4.1.
- 19. Dezember 2024: Das BAAINBw ruft 65 Dingo 2 A4.1. aus dem bestehenden Rahmenvertrag mit KNDS Deutschland ab. Die Auslieferung soll Anfang 2027 beginnen. ES&T schätzt die Kosten für diese zweite Bestellung auf rund 180 Millionen Euro.
EAGLE V

Typ: Geschütztes Führungs- und Funktionsfahrzeug Klasse 2 (GFF Kl. 2)
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: General Dynamics European Land Systems (GDELS)
Bestand: 176
Bestellt: 2.610
Bedarf: 4.000
Kosten: rund 3,8 Mrd. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2027 – 2031
Ziel/Zweck: Beim Eagle V 4×4 handelt es sich um ein geschütztes Führungs- und Funktionsfahrzeug der Klasse 2 (GFF Kl. 2), das vor allem für Führungs- und Sicherungsaufgaben sowie den Transport von Personal und Material genutzt wird. Die Beschaffung von bis zu 4.000 Fahrzeugen dürfte dem Ersatz der alten Eagle IV sowie der Vollausstattung der Bundeswehr dienen.
Projektverlauf:
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss gibt rund 3,8 Milliarden Euro für die Beschaffung von 2.610 Geschützten Führungs- und Funktionsfahrzeugen Klasse 2 (GFF Kl. 2) vom Typ EAGLE V 4 x 4 frei. Es soll eine Rahmenvereinbarung über bis zu 4.000 Fahrzeuge mit dem Hersteller GDELS geschlossen werden.
- 18. Dezember 2025: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit GDELS über bis zu 4.000 EAGLE V 4 x 4 geschlossen. Festbeauftragt wurden 2.610 Fahrzeuge für rund 3,8 Milliarden Euro. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2027 bis 2031 erfolgen.
Caracal

Typ: Luftlandeplattform
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer:
- Rheinmetall Landsysteme GmbH (Hauptauftragnehmer)
- Mercedes‑Benz AG
- Armoured Car Systems GmbH
- Rheinmetall Defence Nederland
- VDL Special Vehicles
- Zeppelin Mobile Systeme
Bestand: 0
Bestellt: 1.004
Bedarf: 2.054
Kosten: 611,59 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 1,398 Mrd. Euro (Gesamtauftragsvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 41)
Auslieferung: ab 2026 (Serienlieferung)
Verzögerung: ca. 1 Jahre (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „Einsatzsystem Luftlandeplattform“ (EinsSys LLPlattf) will die Bundeswehr den ESK Mungo, die Luftlande-Wölfe und den Wiesel 2 ersetzen. Als Ersatz hat man sich für den Caracal von Rheinmetall, der Mercedes-Benz AG und der Armoured Car Systems GmbH entschieden. Die Beschaffung erfolgt in Kooperation mit den Niederlanden und soll die Fahrzeugflotten der deutschen und niederländischen Luftlandetruppen vereinheitlichen und modernisieren. Insgesamt ist die Beschaffung von bis zu 3.058 Fahrzeugen – davon 2.054 für Deutschland und 1.004 für die Niederlande – in vier Grundvarianten geplant: Personal-/Materialtransport, Sanitätsfahrzeug, Materialtransport und Gruppentransport.
Projektverlauf:
- 5. Juli 2023: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von bis zu 3.058 luftlandefähigen Fahrzeugen des Typs Caracal in verschiedenen Varianten einschließlich erforderlichem Zubehör (u. a. Gerätesätze für D‑LBO) zu.
- 10. Juli 2023: Das BAAINBw schließt mit der Rheinmetall Landsysteme GmbH einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 3.058 Caracal – davon 2.054 für Deutschland und 1.004 für die Niederlande – im Wert von 1,9 Milliarden Euro (deutscher Anteil: rund 1,398 Milliarden Euro). Festbeauftragt werden 1.508 Fahrzeuge – 1.004 für Deutschland und 504 für die Niederlande – im Wert von rund 870 Millionen Euro (deutscher Anteil: 611,59 Millionen Euro). Laut Rheinmetall soll die Serienauslieferung Anfang 2025 beginnen. Die geplante Nutzungsdauer der Fahrzeuge beträgt 20 Jahre; für den deutschen Festanteil werden über diesen Zeitraum Betriebskosten von rund 516 Millionen Euro veranschlagt.
- 15. Juni 2026: Rheinmetall stellt auf der Eurosatory 2026 in Paris den Caracal 6×6 vor. Dieser soll den ESK Mungo bei der Bundeswehr ablösen. Auf Nachfrage bestätigte Rheinmetall, dass die Auslieferung der bereits bestellten Fahrzeuge im September 2026 beginnen soll. Damit ist das Vorhaben im Vergleich zur ursprünglichen Planung um gut ein Jahr verzögert.
Fahrzeugfamilie mittel Spezialkräfte

Typ: Mittleres Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug Spezialkräfte (AFG 2) & Mittleres taktisches Unterstützungsfahrzeug Kommando Spezialkräfte (UFK)
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Defenture B.V.
Bestand: 4 (Nachweismuster)
Bestellt: 49
Bedarf: 80
Kosten: 150 Mio. Euro (Entwicklung & Beschaffung des 1. Loses)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: ab 2027
Ziel/Zweck: Die „Fahrzeugfamilie mittel Spezialkräfte“ soll das veraltete Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug Serval ersetzen. Sie besteht aus dem mittleren Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug Spezialkräfte (AGF-2) sowie dem mittleren taktischen Unterstützungsfahrzeug Kommando Spezialkräfte (UFK).
Projektverlauf:
- 23. Juni 2021: Der Haushaltsausschuss gibt rund 50 Millionen Euro für die Entwicklung der „Fahrzeug-Familie mittel Spezialkräfte“ frei.
- 5. August 2021: Das BAAINBw hat eine Rahmenvereinbarung mit der niederländischen Firma Defenture B.V. über die Herstellung und Lieferung von bis zu 80 AGF-2 und UFK geschlossen. Festbeauftragt wurden jedoch nur vier Nachweismuster.
- 4. April 2024: Defenture B.V. hat die vier Nachweismuster für Tests an die WTD 41 in Trier übergeben.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss gibt rund 100 Millionen Euro für die Beschaffung von insgesamt 49 AGF-2 und UFK frei. Diese sollen aus dem bestehenden Rahmenvertrag abgerufen werden.
- 18. Dezember 2025: Das BAAINBw beauftragt Defenture B.V. mit der Herstellung und Lieferung von 49 mittleren Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeugen Spezialkräfte (AGF-2) bzw. mittleren taktischen Unterstützungsfahrzeugen Kommando Spezialkräfte (UFK). Die Auslieferung soll 2027 beginnen. Optional können 31 weitere Fahrzeuge aus der Rahmenvereinbarung abgerufen werden.
Leichte Luftlandefähige Einsatz-/Gefechtsfahrzeuge & Unterstützungsfahrzeuge

Typ: Luftlandespezialkräftefahrzeuge
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: FTS Flensburg Technology Systems GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 40 Einsatz- / Gefechtsfahrzeuge, 14 Unterstützungsfahrzeuge und ein Sonderwerkzeugsatz
Bedarf: 150 Einsatz- / Gefechtsfahrzeuge und 50 Unterstützungsfahrzeuge
Kosten: ca. 32 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: bis Ende 2028
Ziel/Zweck: Im Rahmen dieses Vorhabens plant die Bundeswehr die Beschaffung von bis zu 150 leichten Luftlande-Einsatz-/Gefechtsfahrzeugen (EGF) und 50 leichten Luftlande-Unterstützungsfahrzeugen (UstgFzg) für die Spezialkräfte von Heer, Luftwaffe und Marine. Diese sollen die Lücke zwischen den leichteren „Taktischen Luftlandefähigen Utility Terrain Vehicles“ (LL-UTV) und der neuen „Fahrzeugfamilie mittel Spezialkräfte“ schließen.
Projektverlauf:
- 4. September 2024: Das BAAINBw veröffentlicht einen Teilnahmewettbewerb für die Beschaffung neuer Spezialkräftefahrzeuge auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED. Insgesamt ist die Beschaffung von bis zu 150 leichten Luftlande-Einsatz-/Gefechtsfahrzeugen (EGF), bis zu 50 leichten Luftlande-Unterstützungsfahrzeugen (UstgFzg) sowie bis zu 45 Sätzen Sonderwerkzeug geplant. Festbeauftragt werden sollen in einem ersten Schritt 40 Einsatz-/Gefechtsfahrzeuge und 14 Unterstützungsfahrzeuge.
- 8. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung über die Herstellung und Lieferung von bis zu 150 leichten Luftlande-Einsatz-/Gefechtsfahrzeugen (EGF), bis zu 50 leichten Luftlande-Unterstützungsfahrzeugen (UstgFzg) sowie bis zu 45 Sätzen Sonderwerkzeug mit Festbeauftragung zu.
- 23. Oktober 2025: Das BAAINBw schließt mit der Flensburg Technology Systems GmbH, einem Joint Venture der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH und IAI, einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 200 leichten luftlandefähigen Fahrzeugen für die Spezialkräfte. Gut informierten Kreisen zufolge wurden in einem ersten Schritt 40 EGF, 14 UstgFzg und ein Satz Sonderwerkzeug für rund 30 Millionen Euro bestellt. Hinzu kommen Ersatzteilerstbedarf, Ausbildung und Dokumentation. Die Fahrzeuge sollen bis Ende 2028 ausgeliefert werden.
Boxer JFSTsw

Typ: Joint Fire Support Team schwer (JFSTsw)
Projektstatus: Entwicklung
Auftragnehmer: ARTEC GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 4 Nachweismuster
Bedarf: mehr als 100 Fahrzeuge
Kosten: 70 Mio. Euro (Entwicklung)
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: vrsl. ab Mitte 2028
Ziel/Zweck: Das JFSTsw soll die Lücke zwischen den leichten Joint Fire Support Teams auf Basis Fennek und den abgesessenen Joint Fire Support Teams schließen und den gepanzerten Kampftruppen folgen können. Ein Team besteht aus jeweils zwei Fahrzeugen – einem Boden/Boden-Fahrzeug (B/B-Fzg) und einem Luft/Boden-Fahrzeug (L/B-Fzg).
Projektverlauf:
- 23. Juni 2021: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Entwicklung des JFSTsw auf Basis des Radpanzers GTK Boxer zu.
- 6. September 2021: Die europäische Rüstungsagentur OCCAR hat im Auftrag der Bundeswehr die ARTEC GmbH mit der Entwicklung des Missionsmoduls „Joint Fire Support Team schwer“ (JFSTsw) beauftragt. Der Vertrag umfasst die Lieferung von zwei Prototypen sowie einem Referenzsystem für rund 70 Millionen Euro.
NEMO

Typ: 120-mm-Mörsersystem
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Patria Land OY
Bestand: 1 Mörserträger (Nachweismuster)
Bestellt: 69 Mörserträger (+ 2 Prototypen) & 52 Feuerleitfahrzeuge (+ 1 Prototyp)
Bedarf: 130 Mörserträger & 450 Feuerleitfahrzeuge
Kosten: 50,52 Mio. Euro (Prototypen) / 300 Mio. Euro (1. Festbeauftragung) / 1,1 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 & Einzelplan 14 ab 2028
Auslieferung: ab 2028 (Serie)
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „Zukünftiges System des Indirekten Feuers kurze Reichweite“ (ZukSysIndirF kRw) beabsichtigt die Bundeswehr, die veralteten 120-mm-R-Rohr-Mörser abzulösen. Als Nachfolgesystem wurde der 120-mm-Mörser Patria NEMO ausgewählt, der im Rahmen des multinationalen Programms „Common Armoured Vehicle System“ (CAVS) beschafft wird.
Projektverlauf:
- 29. Januar 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages gibt rund 51 Millionen Euro für die Beschaffung von zwei Prototypen des Mörserträgers sowie eines Prototyps des Feuerleitfahrzeugs frei.
- 31. Januar 2025: Das BAAINBw unterzeichnet mit Patria den Vertrag zur Serienreifemachung und Qualifikation der Nachweismuster. Der erste Prototyp des Mörserträgers soll in der ersten Jahreshälfte 2025 ausgeliefert werden. Die beiden anderen Prototypen im dritten Quartal 2026. Der Abschluss der Qualifikation ist für Ende 2027 geplant.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Serienbeschaffung der Varianten Schwerer Mörserträger und Feuerleitfahrzeug im Rahmen des Vorhabens „ZukSysIndirF kRw“ zu.
- 18. Dezember 2025: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit Patria zur Lieferung von bis zu 130 Schweren Mörserträgern und 450 Feuerleitfahrzeugen im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro geschlossen. Festbeauftragt wurden zunächst nur 69 Mörserträger und 52 Feuerleitfahrzeuge für ca. 300 Millionen Euro. Die Serienlieferung soll ab 2028 beginnen.
PzH 2000 A4

Typ: Panzerhaubitze
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Krauss-Maffei Wegmann (KMW)
Bestand: 97
Bestellt: 22
Bedarf: 121
Kosten: 374,9 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 470,2 Mio. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)
Auslieferung: 2026 – 2030
Verzögerung: ca. 1 Jahr (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Die Beschaffung von 22 PzH 2000 A4 dient dem Ersatz von an die Ukraine abgegebenem Material – konkret insgesamt 25 dieser Panzerhaubitzen. Die A4-Variante ist dabei keine bloße Neuauflage: Sie erhält eine modernisierte Elektronik, einen neuen Feuerleitrechner namens Centurion, eine überarbeitete Power-Unit und die Integration der präzisionsgelenkten VULCANO-Munition.
Projektverlauf:
- 29. März 2023: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von zehn PzH 2000 A4 für rund 184 Millionen Euro zu. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2025 bis 2026 erfolgen.
- 30. März 2023: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit KNDS Deutschland über insgesamt 28 Panzerhaubitzen 2000 A4 im Wert von 470,2 Millionen Euro. Festbeauftragt werden zunächst lediglich zehn für rund 184 Millionen Euro. „Die ersten vier Panzerhaubitzen sollen der Truppe im Jahr 2025 zulaufen. 2026 soll die Beschaffung der Geschütze abgeschlossen sein“, so schreibt es das BAAINBw in seiner Mitteilung.
- 24. Mai 2023: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung weiterer zwölf PzH 2000 A4 zu.
- 25. Mai 2023: Das BAAINBw ruft zwölf weitere Panzerhaubitzen aus dem bestehenden Rahmenvertrag mit KNDS Deutschland ab. Laut ES&T belaufen sich die Kosten auf 190,7 Millionen Euro.
- 2. April 2024: KNDS Deutschland beauftragt Rheinmetall über seine Divisionen Weapon and Ammunition und Vehicle Systems Europe mit der Herstellung und Lieferung von 22 Waffenanlagen L52 im Kaliber 155mm und ebenso viele Fahrgestellen für die PzH 2000. Rheinmetall gibt das Auftragsvolumen mit rund 135 Millionen Euro an.
- 4. Oktober 2024: KNDS Deutschland schließt einen Rahmenvertrag mit Renk über die Herstellung und Lieferung von HSWL284C Getrieben für die PzH 2000. Festbeauftragt wurden 50 Getriebe.
- 19. November 2025: Roll-out der ersten PzH 2000 A4 im Beisein von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der norwegischen Verteidigungsstaatssekretärin Marte Gerhardsen und des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in München. Laut KNDS soll die Auslieferung ab Mai 2026 beginnen.
RCH 155

Typ: Radhaubitze
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: ARTEC GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 84
Bedarf: 229
Kosten: 1,2 Mrd. Euro (Festbeauftragung) / ca. 3,2 Mrd. Euro (potenzielles Gesamtvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: 2028 – 2030
Zweck/Ziel: Die im Rahmen des Vorhabens „Zukünftiges System Indirektes Feuer mittlere Reichweite“ (ZukSysIndirF mRw) beschafften Radhaubitzen des Typs RCH 155 sollen die PzH 200 ergänzen und die Unterstützung gepanzerter Kräfte bei beweglich geführten, mechanisierten Operationen gewährleisten. Sie sollen in den Divisionsartilleriebataillonen und den mittleren Brigadeartilleriebataillonen zum Einsatz kommen.
Projektverlauf:
- 24. April 2024: Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz und der ehemalige britische Premierminister Rishi Sunak kündigen an, die RCH 155 gemeinsam „erwerben, bewerten und optimieren“ zu wollen.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung der RCH 155 im Rahmen des Vorhabens „Zukünftiges System Indirektes Feuer mittlere Reichweite“ zu.
- 19. Dezember 2025: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit der ARTEC GmbH über bis zu 500 RCH 155, die auch von anderen Nationen abgerufen werden können. Festbeauftragt werden zunächst 84 Radhaubitzen inkl. Ausbildungsmitteln, Serviceleistungen und logistischen Support für rund 1,2 Milliarden Euro. Die Auslieferung der Serienfahrzeuge soll im Zeitraum von 2028 bis Ende 2030 erfolgen.
Laut Hartpunkt sollen 2026 weitere 149 RCH 155 für mehr als zwei Milliarden Euro bestellt werden, um die Vollausstattung der Artillerietruppe zu gewährleisten. Sollte dies zutreffen, würde die Bundeswehr künftig über insgesamt 229 RCH 155 verfügen.
MARS 3

Typ: Raketenartilleriesystem
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Elbit Systems & KNDS Deutschland
Bestand: 0
Bestellt: 5
Bedarf: 150 – 250
Kosten: 65,3 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 551 11) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1404 Titel 551 11)
Auslieferung: 2027
Verzögerung: ca. 2 Jahre (ursprünglich ab 2025 geplant)
Ziel/Zweck: Das „Zukünftige System Indirektes Feuer große Reichweite“ soll die aktuell in Nutzung befindlichen MARS-II-Mehrfachraketenwerfer langfristig ersetzen. Es soll in der Lage sein, gegen alle Zielarten und -kategorien auf Entfernungen von mindestens 300 km zu wirken. Darüber hinaus soll es sowohl der direkten Feuerunterstützung als auch dem Kampf mit Feuer dienen und mit verschiedenen Raketen- und Flugkörpersystemen bewaffnet werden können. Als Basis dient der EuroPULS von Elbit Systems und KNDS Deutschland, bei der Bundeswehr als MARS 3 bezeichnet.
Projektverlauf:
- 18. Dezember 2024: Der Haushaltsausschuss gibt grünes Licht für die Beschaffung von fünf EuroPULS (MARS 3).
- 6. Februar 2025: Elbit System erhält einen Auftrag im Wert von rund 57 Millionen US-Dollar zur Lieferung von fünf PULS-Systemen an die Bundeswehr.
Typhon

Typ: Raketensystem
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: Lockheed Martin
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: 3
Kosten: ca. 220 Mio. Euro (Typhon-Systeme) / ca. 1,15 Mrd. Euro (Tomahawks)
Finanzierung: N/A
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Die Bundeswehr will die Fähigkeitslücke im Bereich „Ground Based Deep Precision Strike“ schließen. Dazu will man eine Multi-Domain-Taskforce, ausgestattet mit strategischen Lenkwaffen mit über 2.500 Kilometern Reichweite, aufstellen, die oberhalb der Korpsebene angesiedelt ist. Bis europäische Waffensysteme einsatzbereit sind, will das BMVg für diese Rolle das Typhon-Raketensystem, bewaffnet mit Tomahawk-Marschflugkörpern, aus den USA beschaffen. Laut POLITICO plant die Bundeswehr die Beschaffung von drei Systemen für 220 Millionen Euro sowie von 400 Tomahawk-Marschflugkörpern für rund 1,15 Milliarden Euro.
Projektverlauf:
- 14. Juli 2025: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kündigt bei einem Besuch in Washington an, dass Deutschland offiziell einen sogenannten Letter of Request für den Erwerb des US-amerikanischen Typhon-Raketensystems über das Foreign-Military-Sales-Verfahren eingereicht habe. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth begrüßte den Antrag, der nun in Washington geprüft wird. Erst wenn Berlin einen formellen Letter of Offer and Acceptance erhält, kann die Bundesregierung endgültig über die Beschaffung entscheiden – auch der Bundestag müsste dem Vorhaben noch zustimmen.
- 9. Juli 2026: Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte in seiner Regierungserklärung nach dem NATO-Gipfel in Ankara, dass die USA dem Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zugestimmt haben. Das BMVg konkretisierte wenig später auf seinem WhatsApp-Kanal das es sich dabei sowohl um die geplante Beschaffung von Tomahawks als auch Typhon-Startgeräten handelt.
Skyranger 30 A3

Typ: Flugabwehrkanonenpanzer
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer:
- Rheinmetall AG (Hauptauftragnehmer)
- HENSOLDT AG (Radar)
Bestand: 1 (Nachweismuster)
Bestellt: 19 (1 Nachweismuster + 18 Serienfahrzeuge), inkl. 8 Nachladefahrzeuge, 8 Werkstattausstattungen und 18 On-Board-Simulatoren + Option auf 30 weitere
Bedarf: 561
Kosten: 650 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: Q4 2027 – 2028 (Serienauslieferung)
Verzögerung: ca. 18 Monate
Ziel/Zweck: Der Skyranger 30 soll die Fähigkeitslücke im Bereich der mobilen Flugabwehr im Nah- und Nächstbereich schließen. Der Gesamtbedarf der Bundeswehr liegt bei 561 Skyranger 30. Die Kosten dafür dürften sich auf rund 9 Milliarden Euro belaufen. Die Beschaffung der weiteren Skyranger 30 soll wohl nicht über den abgeschlossenen Rahmenvertrag erfolgen, sondern im Rahmen des Vorhabens Arminius.
Projektverlauf:
- 21. Februar 2024: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt einem Rahmenvertrag über Flugabwehrkanonenpanzer für das „Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz“ (LVS NNbS) zu. Festbeauftragt werden sollen 19 Skyranger 30 sowie Zusatzleistungen für rund 649 Millionen Euro. Das Nachweismuster soll im vierten Quartal 2024 geliefert werden, die 18 Serienfahrzeuge ab September 2026. Bis 2028 soll die Lieferung abgeschlossen sein.
- 27. Februar 2024: Das BAAINBw und Rheinmetall schließen einen Rahmenvertrag über bis zu 49 Skyranger 30. Festbeauftragt werden zunächst lediglich 19 Systeme (1 Nachweismuster + 18 Serienfahrzeuge) inkl. 8 Nachladefahrzeuge, 8 Werkstattausstattungen und 18 On-Board-Simulatoren für 595 Millionen Euro.
- 5. Juni 2024: Rheinmetall und MBDA unterzeichnen eine Vereinbarung zur Integration der Small Anti-Drone Missile (SADM) in den Skyranger 30. Diese soll statt der ursprünglich als Brückenlösung vorgesehenen Stinger als Sekundärbewaffnung der deutschen Skyranger 30 zum Einsatz kommen.
- 30. Juli 2024: Rheinmetall hat HENSOLDT mit der Lieferung von SPEXER 2000M 3D MkIII Radargeräten für den Skyranger 30 beauftragt. Der Auftragswert beträgt knapp 100 Millionen Euro.
- Ende Januar 2025: Rheinmetall übergibt das Nachweismuster an die Bundeswehr – laut Unternehmen „termingerecht“. Dem steht die Kommunikation von BMVg und BAAINBw entgegen, wonach das Nachweismuster bereits im vierten Quartal 2024 hätte geliefert werden sollen. Laut Rheinmetall soll die Auslieferung der Serienfahrzeuge im Zeitraum von 2027 bis Anfang 2028 erfolgen.
Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz

Typ: Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz (LVS NNbS)
Projektstatus: Entwicklung
Auftragnehmer: Rheinmetall Electronics GmbH, Diehl Defence GmbH & CO. KG und Hensoldt Sensors GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 4 Staffeln
Bedarf: 12/13 Staffeln
Kosten: 1,2 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 63) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 63)
Auslieferung: ab 2028
Ziel/Zweck: Das Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz (LVS NNbS) soll die, durch die Außerdienststellung der Systeme Gepard und Roland entstandene Fähigkeitslücke im Bereich Schutz von Bodentruppen gegen Bedrohungen aus der Luft wieder zu schließen. Es besteht aus drei Teilvorhaben:
- gemischten Feuereinheiten LVS NNbS Nah- und Nächstbereich (NNb)
- Feuereinheiten LVS NNbS Nahbereich (Nb)
- Feuereinheiten/Modulen LVS NNbS Counter- Rocket, Artillery and Mortar (C-RAM)
Ziel ist es, acht Brigaden, die Divisionstruppen von drei Divisionen sowie einen Flugplatz gleichzeitig gegen Bedrohungen aus der Luft zu schützen und dabei nahtlos in die integrierte NATO-Luftverteidigung eingebunden zu sein. Insgesamt werden also zwölf LVS NNbS Systeme benötigt. Wobei sich der Bedarf durch die Neuaufstellung der Panzerbrigade 45 mittlerweile eigentlich auf 13 Systeme erhöht haben dürfte. Aufgrund des absehbaren weiteren Aufwuchses der Bundeswehr durch die neuen NATO-Fähigkeitsziele dürfte sich der Bedarf zukünftig noch weiter erhöhen.
Projektverlauf:
- 2021: Die Rheinmetall Electronics GmbH, die Diehl Defence GmbH & Co. KG und die Hensoldt Sensors GmbH gründen die Arbeitsgemeinschaft Nah- und Nächstbereichsschutz (ARGE NNbS).
- 18. Januar 2024: Der Haushaltsausschuss des Bundestages gibt 1,23 Milliarden Euro für die Entwicklung des LVS NNbS frei.
- 25. Januar 2024: Das BAAINBw beauftragt die ARGE NNbS mit der Entwicklung des LVS NNbS. Die Prototypen sollen 2027 qualifiziert werden, um die Serienproduktion ab 2028 zu ermöglichen. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 1,2 MrdEUR brutto, das sich auf die Partnerunternehmen nach ihren Leistungsanteilen wie folgt aufschlüsselt: Rheinmetall 607 MioEUR, Diehl 339 MioEUR und Hensoldt 284 MioEUR.
Schwimmschnellbrücke 2

Typ: Schwimmschnellbrücke
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: General Dynamics European Land Systems – Bridge Systems
Bestand: 0
Bestellt: 56
Bedarf: 56
Kosten: 384 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 488 Mio. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 551 11) & Einzelplan 14 (Kapitel 1404 Titel 551 11 & Kapitel 1405 Titel 551 11)
Auslieferung: 2029 – 2036
Ziel/Zweck: Die Schwimmschnellbrücke 2 soll die veralteten Amphibien M3 und Faltschwimmbrücken ersetzen. Schwimmschnellbrücken werden zum Fördern eigener, insbesondere mechanisierter Kräfte beim Überwinden breiter Gewässer benötigt. Die Schwimmschnellbrücke 2 wird durch ihre erhöhte Traglast fähig sein, auch die schwersten Kampfpanzer zu tragen. Die Beschaffung erfolgt über die OCCAR im Rahmen des deutsch-britischen Programms „Wide Wet Gap Crossing Program“ (WWGC).
Projektverlauf:
- 8. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt der Entwicklung und Beschaffung der Schwimmschnellbrücke 2 zu. Die Festbeauftragung hat ein Volumen von rund 53 Millionen Euro, für die zeitgleich beauftragte optionale Beschaffung sind rund 331 Millionen Euro vorgesehen. Weitere Verträge umfassen rund 104 Millionen Euro.
- 30. Oktober 2025: Die Beschaffungsbehörden von Deutschland und Großbritannien haben mit der OCCAR einen Vertrag im Wert von über 450 Millionen Euro zum gemeinsamen Erwerb der neuesten Version des amphibischen Brücken- und Fährfahrzeugs M3 von General Dynamics European Land Systems – Bridge Systems (GDELS) unterzeichnet. Laut ES&T umfasst der Vertrag die Lieferung von insgesamt 92 Systemen (56 für Deutschland und 36 für Großbritannien) – davon vier Nachweismuster (drei für Deutschland und eines für Großbritannien). Die Auslieferung der Nachweismuster soll bis 2029 erfolgen, die der Seriensysteme bis 2036.
GFB Leguan

Typ: Brückenlegesysteme
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Krauss-Maffei-Wegmann (KMW)
Bestand: 7+
Bestellt: 24
Bedarf: N/A
Kosten: ca. 418 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2023 – 2028
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „Gepanzertes Brückenlegesystem“ (gepBrLSys) beschafft die Bundeswehr neue Gefechtsfeldbrücken (GFB) Leguan als Ersatz für das veraltete Brückenlegesystem Biber. Mit dem Leguan kann die Truppe Hindernisse, Gräben und Gewässer mit einer Breite von bis zu 24 Metern überwinden; Fahrzeuge bis zur Militärischen Lastenklasse (MLC) 80 können die Brücke überqueren. Die Gefechtsfeldbrücke lässt sich schnell verlegen und wieder aufnehmen. Dies trägt maßgeblich zur erhöhten Beweglichkeit schwerer landgebundener Waffensysteme der Bundeswehr sowie verbündeter Nationen bei.
Projektverlauf:
- 20. Oktober 2016: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von sieben GFB Leguan zu.
- 27. Oktober 2016: Das BAAINBw beauftragt Krauss-Maffei Wegmann (heute KNDS Deutschland) mit der Lieferung von sieben GFB Leguan. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 88 Millionen Euro. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2018 bis 2021 erfolgen.
- 1. Juli 2020: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung 24 weiterer GFB Leguan für rund 330 Millionen Euro zu.
- 3. August 2020: Das BAAINBw beauftragt Krauss-Maffei Wegmann (heute KNDS Deutschland) mit der Lieferung von 24 weiteren GFB Leguan. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2023 bis 2028 erfolgen.
Brückensystem Rad

Typ: Brückenlegesystem
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: mittlere zweistellige Stückzahl
Kosten: N/A
Finanzierung: offen
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Zur Realisierung der Mittleren Kräfte benötigt das Heer dringend einen Brückenlegepanzer (Rad). Dieser soll auf dem GTK Boxer basieren und die Aufgaben des GFB Leguan in den Brigaden Mittlere Kräfte übernehmen. Mögliche Kandidaten für das Vorhaben sind das Leguan-Brückensystem von KNDS Deutschland und das Cobra-Brückensystem von Rheinmetall. Der Bedarf wird auf eine mittlere zweistellige Stückzahl geschätzt.
Projektverlauf: /
Dry Support Bridge

Typ: Unterstützungsbrücken
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: KNDS UK
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: offen
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Die Bundeswehr plant laut übereinstimmenden Hinweise, sich am britischen Beschaffungsvorhaben „General Support Bridges/Project TYRO“ zu beteiligen und Unterstützungsbrücken des Typs Dry Support Bridge (DSB) von KNDS UK zu beschaffen. Damit sollen die in die Jahre gekommenen Faltfestbrücken ersetzt werden. Die Brücke kann Hindernisse bis zu 46 Metern Spannweite überbrücken, lässt sich laut Hersteller in etwa 90 Minuten aufbauen und ist mit MLC 120 für sehr hohe Lasten ausgelegt—auch Schwerlasttransporter mit Kampfpanzern können sie nutzen. Eingesetzt werden solche Unterstützungsbrücken typischerweise durch Pionierkräfte auf Divisionsebene: entweder, um zuvor verlegte Panzerschnellbrücken abzulösen, oder zur Wiederherstellung der Beweglichkeit im rückwärtigen Raum. Eine Nutzung im Katastrophenschutz ist ebenfalls möglich.
Projektverlauf: /
Zukünftiges Minenräumsystem

Typ: Minenräumsystem / Minenräumpanzer
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Ersatz des betagten Minenräumpanzers Keiler, der 2030 das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht. Der Keiler räumt mittels rotierender Räumvorrichtung die Geländeoberfläche ab und erzeugt eine minenfreie Gasse von knapp 5 m Breite und 0,25 m Tiefe auf bis zu 120 m in zehn Minuten. Das neue System soll diese Minenräumfähigkeit fortführen. Konkrete Leistungsparameter des Nachfolgesystems sind in den Quellen nicht genannt. Mögliche Kandidaten für die Nachfolge des Keilers sind der Keiler Next Generation von Rheinmetall und ein neuer Minenräumpanzer der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft auf Basis des WiSENT 2.
Projektverlauf:
- Juli 2020: Initiative des Heeres für die Beschaffung eines neuen Minenräumsystems anerkannt; entsprechende Fähigkeitsforderung muss noch erstellt werden.
- Juni 2021: Fähigkeitsforderung wird erstellt.
- November 2022: Funktionale Fähigkeitsforderung wurde erstellt.
Zukünftiges Sperrsystem

Typ: Sperrsystem / Minenverlege- bzw. Minenwerfersystem
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: ab 2028 (geplant)
Ziel/Zweck: Das zukünftige Sperrsystem soll die veralteten Minenverlegesysteme 85 ersetzen und die Sperrfähigkeit der Pioniertruppe deutlich verbessern. Kernforderungen: Zieldiskriminierung, Einbindung in ein Sensornetz sowie An- und Abschaltbarkeit der Wirkmittel. Ein potenzieller Kandidat für dieses Vorhaben ist das System Skorpion² von DND.
Projektverlauf:
- Juli 2020: Funktionale Fähigkeitsforderung soll bis Ende 2020 erstellt werden; Entwicklungsphase für 2025–2027 vorgesehen; Auslieferung erster Systeme ab 2028 geplant; Kernforderungen Zieldiskriminierung, Sensornetz-Einbindung, An-/Abschaltbarkeit.
- Juni 2021: Fähigkeitsforderung wird nun bis Ende 2022 erstellt; Entwicklungsphase 2025–2027; Auslieferung erster Systeme ab 2028.
- Januar 2026: Bundeswehr bereitet Beschaffung eines Minenwerfersystems zum Flächensperren vor, wahrscheinlich Skorpion² von DND; Trägerplattform noch nicht entschieden.
Pionierpanzer 3 Kodiak

Typ: Pionierpanzer
Projektstatus: Beauftragt
Auftragnehmer: Rheinmetall Landsysteme GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 44
Bedarf: N/A
Kosten: 295 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: ab 2026
Verzögerung: ca. 3 Jahre (ursprünglich 2023 – 2029)
Ziel/Zweck: Der Pionierpanzer 3 Kodiak soll einen Teil der veralteten Pionierpanzer Dachs ersetzen und die Fähigkeiten der Pioniertruppe modernisieren.
Projektverlauf:
- 25. November 2019: Das BAAINBw veröffentlicht den Teilnahmewettbewerb zur Beschaffung von 44 Gepanzerten Pioniermaschinen. Es treten zwei Anbieter an – Rheinmetall mit dem Kodiak und die FFG mit dem WiSENT 2.
- 14. April 2021: Der Haushaltsausschuss des Bundestages billigt die Beschaffung des Pionierpanzer 3 Kodiak.
- Mai 2021: Das BAAINBw schließt mit der Rheinmetall Landsysteme GmbH einen Vertrag über die Herstellung und Lieferung von 44 Pionierpanzer 3 Kodiak im Wert von rund 295 Mio. Euro brutto; Auslieferung vorgesehen 2023–2029.
- 6. Juni 2026: Status-Update zum Vorhaben: Die Übergabe der zwei Nachweismuster ist für das zweite Halbjahr 2026 (Juli/August) geplant. Das Vorhaben ist um rund drei Jahre verzögert; das BMVg begründet dies mit „noch nicht hinreichend erbrachten Leistungen des Auftragnehmers“.
Bergepanzer 3 A2 Büffel

Typ: Bergepanzer
Projektstatus: Beauftragt
Auftragnehmer: Rheinmetall AG
Bestand: 0
Bestellt: 23 inkl. Zubehör und Vorratsteilen
Bedarf: 130
Kosten: ca. 360 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 60
Auslieferung: 2027 – 2029
Ziel/Zweck: Ersatzbeschaffung für 23 an die Ukraine abgegebene Bergepanzer (21 Bergepanzer 2 und 2 Bergepanzer 3 Büffel, abgegeben 2022). Zugleich Fähigkeitssteigerung: Der bisherige 30-Tonnen-Kran reicht nicht aus, um die schwereren Türme der Leopard-2-Varianten A7/A8 zu heben; der neue 32-Tonnen-Kran der A2 schließt diese Lücke. Einsatz bei Verbänden mit Leopard 2 und Panzerhaubitze 2000 sowie in Logistikbataillonen.
Projektverlauf:
- 10. Juni 2026: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von Bergepanzer 3 A2 Büffel einschließlich Zubehör und Vorratsteilen zu.
- 17. Juni 2026: Das BAAINBw beauftragt Rheinmetall mit der Herstellung und Lieferung von 23 Bergepanzern 3 A2 Büffel. Die Auslieferung soll im Zeitraum von Dezember 2027 bis 2029 erfolgen. Laut Hartpunkt beläuft sich das Kostenvolumen auf rund 360 Millionen Euro.
Der Gesamtbedarf der Bundeswehr beläuft auf 130 Bergepanzer 3 Büffel, so berichtet es das Magazin .loyal.
Bergemittel MKr

Typ: Bergepanzer (Rad)
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: mittlere zweistellige Stückzahl
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Das Bergemittel MKr soll die Fähigkeit zum Bergen, Schleppen und Sichern von Fahrzeugen bei den Brigaden Mittlere Kräfte sicherstellen. Als Kandidaten gelten das Bergemodul für den GTK Boxer von FFG und das HX8x8 Heavy Recovery Vehicle von Rheinmetall.
Projektverlauf: N/A
Fahrschulpanzer Leopard 2 A6A3 & A7V

Typ: Fahrschulpanzer
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: KNDS Deutschland
Bestand: 0
Bestellt: 24 (16 in Version A6A3, 8 in Version A7V)
Bedarf: bis zu 56 Fahrschulpanzer (24 fest + Option auf bis zu 32 weitere in Version A7V)
Kosten: 192,3 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 469,6 Mio. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 97)
Auslieferung: 2026 – 2029
Ziel/Zweck: Ersatz der abgenutzten Fahrschulpanzer der älteren Variante Leopard 2 A4 aus dem Jahr 1984 (rund 40 Jahre alt, technisch nicht mehr den aktuellen Gefechtsfahrzeugen entsprechend). Die Neubauten entsprechen technisch den modernen Kampfpanzerversionen A6A3 bzw. A7V. Fahrschulpanzer haben statt Turm mit Bordkanone einen verglasten Aufbau mit Kanonenattrappe, von dem aus Fahrlehrer gute Sicht haben und Auszubildende bei Bedarf übersteuern können; das Kanonen-Mockup bildet Fahrverhalten, Abmessungen und Gewicht des Gefechtsfahrzeugs ab. Hintergrund ist der steigende Bedarf an Panzerfahrern durch Ausbildung ukrainischer Soldaten, geplanten Aufwuchs der Panzertruppe und die Refokussierung auf Landes- und Bündnisverteidigung. Einsatz schwerpunktmäßig am Kraftfahrausbildungszentrum Munster, zukünftig auch in Baumholder.
Projektverlauf:
- November 2023: Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages billigt die Beschaffung von 24 Fahrschulpanzern Leopard 2 (16× A6A3, 8× A7V) für rund 192 Mio. Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr; Rahmenvereinbarung mit KNDS über bis zu 56 Fahrschulpanzer, Option auf 32 weitere (A7V) für rund 277 Mio. Euro; Lieferung 2026–2029.
BOXER Fahrschulfahrzeuge

Typ: Fahrschulfahrzeug
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: ARTEC GmbH
Bestand: 10
Bestellt: 10
Bedarf: 120
Kosten: 67 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: ab 2028
Ziel/Zweck: Das Fahrschulfahrzeug dient als Ausbildungshilfe beim Erwerb der Fahrerlaubnis für den BOXER. Es wird nur im Friedenseinsatz zu Schulungszwecken eingesetzt. Fahrverhalten und das Gesamtgewicht des Fahrschulfahrzeugs sind im Vergleich zu den verschiedenen BOXER Varianten nahezu unverändert, so dass der ausgebildete Fahrer beim Wechsel auf die verschiedenen Varianten keiner weiteren Eingewöhnungsphase bedarf.
Projektverlauf:
- 8. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von zehn weiteren Fahrschulfahrzeugen des GTK Boxer für 67 Millionen Euro zu.
- 12. November 2025: Das BAAINBw hat mit der ARTEC GmbH einen Rahmenvertrag über bis zu 110 BOXER Fahrschulfahrzeuge geschlossen. Festbeauftragt wurden zehn BOXER Fahrschulfahrzeuge.
Ausbildungsgeräte Schieß- und Gefechtsausbildung

Typ: Schieß- und Gefechtsausbildungssimulatoren für den SPz Puma
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Projekt System & Management GmbH (PSM)
Bestand: 0
Bestellt: 9
Bedarf: N/A
Kosten: 119,5 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: ab Mitte 2027
Ziel/Zweck: Der Schieß- und Gefechtssimulator SPz PUMA (AGSP) ist ein Trainingssystem für die Schießausbildung und die Simulation von Gefechtssituationen, der die Gefechtsfahrzeuge eines Panzergrenadierzuges mit allen Fahrzeugwaffen nachbildet und den Schützentrupp einbindet. Er besteht aus einer Leitungs-, Auswerte- und Kontrollstation (LAKS), einer externen Mitschauanlage sowie vier Simulationskabinen, die die Bedienerplätze des SPz PUMA nachbilden. Genutzt wird das Gerät für die Ausbildung vom Einzelfahrzeug bis zur Zugebene – schwerpunktmäßig zur Vermittlung von Schießlehre, Schießtechnik und taktischen Einsatzgrundsätzen sowie zur vorbereitenden Schießausbildung.
Projektverlauf:
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung der Ausbildungsgeräte Schieß- und Gefechtsausbildung (AGSP) für den Schützenpanzern Puma zu.
- 19. Dezember 2025: Das BAAINBw beauftragt die Projekt System & Management GmbH (PSM) mit der Herstellung und Lieferung von neun AGSP für 119,5 Millionen Euro brutto.
Ausstattungssätze Ausbildungsgerät Duellsimulator
Typ: Laserbasiertes Ausbildungssystem / Duellsimulator
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: Projekt System & Management GmbH (PSM)
Bestand: N/A
Bestellt: 258 Ausstattungssätze
Bedarf: 258 Ausstattungssätze
Kosten: 165 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: bis 2026
Ziel/Zweck: AGDUS ist ein laserbasiertes Ausbildungssystem zur realitätsnahen Übung von Gefechtssituationen sowie zur Unterstützung der vorbereitenden Schießausbildung der Besatzungen des SPz Puma. Genutzt wird das System im Gefechtsübungszentrum Heer, in den Schießübungszentren und an den Standorten des Schützenpanzers Puma
Projektverlauf:
- 18. Dezember 2019: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Herstellung, Lieferung und Integration von Ausstattungssätze Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS) in zunächst sechs Puma (inklusive zwei Auswerteeinheiten, Hard-/Softwaremodifikationen) für rund 56 Millionen Euro zu. Für die Serienbeschaffung von 252 weiteren AGDUS-Ausstattungen sind 89 Millionen Euro eingeplant.
- 10. April 2024: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von insgesamt 258 AGDUS für rund 109 Millionen Euro zu – finanziert aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Die Auslieferung soll bis Ende 2026 erfolgen.
H145M LKH

Typ: Leichter Kampfhubschrauber
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Airbus Helicopters Deutschland GmbH
Bestand: min. 3
Bestellt: 82 (72 Heer & 10 Luftwaffe)
Bedarf: 82 (72 Heer & 10 Luftwaffe)
Kosten: 3,73 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 61) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 13)
Auslieferung: 2024 – 2029
Ziel/Zweck: Der H145M LKH (Leichter Kampfhubschrauber) soll als Brückenlösung dienen und den Kampfhubschrauber Tiger ablösen. Darüber hinaus sollen die Maschinen die veralteten Schulungshubschrauber vom Typ EC 135 ersetzen und die H145M LUH SOF der Luftwaffe ergänzen.
Projektverlauf:
- 13. Dezember 2023:
- Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 62 H145M LKH inklusive „Bewaffnung und Munition für die Ausbildung, Ersatzteile, Verlegepakete für den Einsatz, Ausbildungssimulatoren und weitere Ausbildungsmittel, die Erstausbildung sowie zusätzliche umfangreiche Unterstützungsleistungen“ für rund 2,63 Milliarden Euro zu.
- Das BAAINBw hat mit der Airbus Helicopters Deutschland GmbH einen Rahmenvertrag über bis zu 82 H145M LKH geschlossen. Festbeauftragt wurden zunächst 62 Maschinen für rund 2,63 Milliarden Euro. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2024 bis 2028 erfolgen.
- 20. November 2024: Generalleutnant Alfons Mais hat den ersten H145M LKH im Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum (IntHubschrAusbZ) in Bückeburg in Dienst gestellt
- 12. November 2025: Der Haushaltsausschuss hat der Beschaffung von 20 weiteren H145M LKH samt Rüstsätzen für rund 1,1 Milliarden Euro zugestimmt. Die Auslieferung dieser Maschinen soll im Zeitraum von 2027 bis 2029 erfolgen.
- 15. Dezember 2025: Das BAAINBw beauftragt die Airbus Helicopters Deutschland GmbH mit der Herstellung und Lieferung von 20 weiteren H145M LKH.
- 24. Juni 2026: Die Luftwaffe hat die ersten beiden H145M LKH in der Rolle SOF erhalten.
Loiterung Munition System kurzer Reichweite
Typ: Loitering Munition
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: ab Ende 2027
Ziel/Zweck: Das Loitering Munition System kurzer Reichweite soll im Rahmen des Systems „URANOS KI“ ab Ende 2027 auf Ebene der Kampftruppenbataillone eingesetzt werden. Zusammen mit den unbemannten boden- und luftgestützten Aufklärungssystemen soll so ein Aufklärungs- und Wirkverbund auf Bataillonsebene entstehen.
Projektverlauf:
- April 2026: Dem Vernehmen nach hat das BAAINBw eine Marktsichtung für zwei Kategorien, „LMS Nahbereich“ und „LMS kurze Reichweite“, eingeleitet. Das LMS Nahbereich soll eine operationelle Reichweite von 5 bis 20 Kilometern, das LMS kurze Reichweite eine Reichweite von 20 bis 40 Kilometern haben. Beide Systeme sollen sowohl auf- als auch abgesessen mitgeführt und eingesetzt werden können.
Loiterung Munition System mittlerer Reichweite

Typ: Loitering Munition
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Helsing, STARK und Rheinmetall AG
Bestand: N/A
Bestellt: 9.000 insgesamt
- Helsing: 4.300 HX-2
- STARK: 2.200 Virtus
- Rheinmetall: 2.500 FV-014
Bedarf: ca. 12.000
Kosten: ca. 836,35 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 6,72 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
- Helsing: 267,74 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 1,46 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
- STARK: 268,61 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 2,86 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
- Rheinmetall: ca. 300 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 2,4 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08)
Auslieferung:
- Helsing: 2026 – 2027
- STARK: 2027 – 2029
- Rheinmetall: ab 2027
Ziel/Zweck: Beschaffung von Loitering Munition als Ergänzung zu den vorhandenen Mitteln im Bereich indirektes Feuer. Als erstes soll die in Litauen stationierte Panzerbrigade 45 mit diesen Waffensystemen ausgestattet werden.
Projektverlauf:
- April 2025: Planungen zur Beschaffung von Loitering Munition für das Deutsche Heer begannen.
- 25. Februar 2026: Der Haushaltsausschuss stimmt den vorgelegten Rahmenvereinbarungen mit Festbeauftragungsanteil unter folgenden Maßgaben zu:
- Ohne erneute parlamentarische Billigung dürfen keine weiteren Abrufe getätigt werden. Abrufe, die über die jeweilige erste Festbeauftragung hinausgehen, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.
- Die in den jeweiligen Rahmenvereinbarungen vorgesehenen maximalen Abrufmengen werden für alle beauftragten Unternehmen einheitlich verbindlich gedeckelt auf einen Gesamtauftragswert von jeweils 1 Mrd. Euro brutto.
- Alle geplanten Abrufe aus den Rahmenvereinbarungen oberhalb dieser gedeckelten, jeweiligen Gesamtauftragswerte sind mit aktualisierter Bedarfsbegründung, Marktanalyse, Preisprüfung sowie Leistungsnachweis dem Haushaltsausschuss zur gesonderten Billigung vorzulegen.
- Das BMVg darf die geplanten Abrufe nur tätigen, wenn der Nachweis der abgeschlossenen Qualifikation und Serienreife erbracht wird.
- Das BMVg wird verpflichtet, den Berichterstattern des Einzelplans 14 erstmals sechs Monate nach Beschlussfassung einen Sachstandsbericht vorzulegen, aus dem hervorgeht:
- Qualifikations- und Serienreifestand
- Liefermengen und Zeitplan
- Preisentwicklung
- industrielle Produktionskapazitäten
- Wettbewerbssituation im Markt
- 26. Februar 2026: Das BAAINBw hat zwei Rahmenverträge über die Beschaffung von Loitering Munition Systems (LMS) geschlossen. Der Rahmenvertrag mit Helsing hat ein Volumen von bis zu 1,46 Milliarden Euro. Festbeauftragt wurden 4.300 HX-2 Drohnen im Wert von 267,74 Millionen Euro. Der zweite Rahmenvertrag mit STARK hat ein Volumen von bis zu 2,86 Milliarden Euro. Festbeauftragt wurden 2.200 Virtus Drohnen im Wert von 268,61 Millionen Euro.
- 15. April 2026: Der Haushaltsausschuss stimmt dem Rahmenvertrag mit der Firma Rheinmetall im Wert von bis zu 2,4 Milliarden Euro zu. Festbeauftragt werden sollen zunächst lediglich 2.500 Strike-Drohnen des Typs FV-014 Raider für rund 300 Millionen Euro.
- 22. April 2026: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag über die Beschaffung von Loitering Munition Systems (LMS) mit Rheinmetall geschlossen. Der Rahmenvertrag hat ein Volumen von knapp 2,4 Milliarden Euro, so berichtet es Hartpunkt. Festbeauftragt wurden 2.500 Strike-Drohnen des Typs FV-014 im Wert von rund 300 Millionen Euro. Die Auslieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen, die Qualifizierung ab dem zweiten Quartal 2026.
Loiterung Munition System großer Reichweite
Typ: Loitering Munition
Projektstatus: geplant
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: vrsl. bis 2029
Ziel/Zweck: Das Loitering Munition System großer Reichweite soll in den Artilleriebataillonen auf Korpsebene zum Einsatz kommen. Gefordert wird eine Reichweite von mindestens 300 Kilometern, perspektivisch möglicherweise bis zu 500 Kilometern.
Projektverlauf: /
Uranos KI

Typ: KI-gestütztes Aufklärungs- und Überwachungssystem
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: vrsl. Helsing, Airbus und Quantum Systems
Bestand: 0
Bestellt: 8 (Gesamtsysteme)
Bedarf: 28 (Gesamtsysteme)
Kosten: 57 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 136 Mio. Euro (Gesamtvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: ab 2026
Ziel/Zweck: Entwicklung und Beschaffung eines neuartigen KI-gestützten Systems zur Überwachung großer Räume an der NATO-Ostflanke; erstmalige Einführung dieser KI-Fähigkeit auf Bataillonsebene des Heeres (Novum für die Bundeswehr). Große Datenmengen luft- und bodengestützter Sensorplattformen (u. a. optische, Radar-, akustische, seismische Sensorik) werden gesammelt und fusioniert, um Informationsüberlegenheit auf dem Gefechtsfeld zu erlangen und Entscheidungen auf Bataillonsebene (Gefechtsstreifen bis 20 × 20 km) vorzubereiten. Zunächst für die Panzerbrigade 45 in Litauen, später perspektivisch für alle Heeresbrigaden.
Projektverlauf:
- 3. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages billigt die Beschaffung von Uranos KI. Festbeauftragt werden sollen in einem ersten Schritt acht Gesamtsysteme für rund 57 Millionen Euro. Optional ist die Beschaffung weiterer 20 Gesamtsysteme für ca. 79 Millionen Euro vorgesehen.
HUSAR

Typ: Unbemanntes Aufklärungssystem (UAS) mittlerer Reichweite
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Rheinmetall Technical Publications GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 13 Systeme (12 Serien-/Einsatzsysteme + 1 Ausbildungssystem)
Bedarf: min. 25 Systeme
Kosten: 290,9 Mio. Euro
Kostensteigerung: ca. 84 Mio. Euro (zusätzlicher Finanzbedarf gegenüber den Altverträgen infolge der EMT-Insolvenz und Übernahme durch RTP)
Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 13)
Auslieferung: N/A
Verzögerung: ca. 7 Jahre (ursprünglich ab 2019 geplant)
Ziel/Zweck: HUSAR ersetzt das Kleinfluggerät Zielortung (KZO) und die Aufklärungsdrohne LUNA. Vorgesehen für den Einsatz auf Brigadeebene, zugeteilt der Heeresaufklärungstruppe und der Artillerietruppe. Es dient als fortschrittliche Sensor-Komponente für vernetzte Operationen und soll die Leistungsfähigkeit der Sensor-to-Shooter-Kette erheblich steigern; Echtzeit-Aufklärungsergebnisse für die moderne Operationsführung.
Projektverlauf:
- 2016: Projektbeginn HUSAR
- 2017 und 2019: Verträge zur Beschaffung von HUSAR (Ablösung KZO) mit dem ursprünglichen Hersteller EMT abgeschlossen; ursprünglich Einführung bei der Truppe für 2019 geplant.
- 20.September 2023: Haushaltsausschuss genehmigt den 4. Änderungsvertrag zur Beschaffung von 12 Seriensystemen + 1 Ausbildungssystem; Gesamtauftragswert rund 290,9 Mio. Euro; zusätzlicher Finanzbedarf rund 84 Mio. Euro nach EMT-Insolvenz und RTP-Übernahme. Die geplante Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre, der Gesamtfinanzbedarf bis 2043 wird mit etwa 417,2 Millionen Euro veranschlagt. Darüber hinaus ist die Beschaffung zwölf weiterer HUSAR-Aufklärungssysteme für rund 1,6 Milliarden Euro geplant, so berichtet es POLITICO.
- 28. September 2023: BAAINBw schließt mit Rheinmetall (RTP) den Vertrag zur Lieferung von 13 Aufklärungssystemen HUSAR.
- 2. Quartal 2025: geplante Auslieferung des ersten Seriensystems – verschoben.
- 25. September 2025: Beschaffungsamt bestätigt erneute Verzögerung; Einsatzprüfung und Auslieferung des ersten Seriensystems wegen Lieferschwierigkeiten verschoben.
FALKE

Typ: Aufklärungsdrohne
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Quantum-Systems GmbH
Bestand: vrsl. ca. 60
Bestellt: min. 560
Bedarf: min. 500
Kosten: mehr als 200 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: seit 2024
Ziel/Zweck: Die Aufklärungsdrohne „FALKE“ (ferngeführte Aufklärungssystem, luftgestützt, kurze Entfernung) soll die Fähigkeitslücke zwischen kurzer Reichweite (abgedeckt durch ALADIN) und mittlerer Reichweite (abgedeckt durch LUNA) schließen. Bei „FALKE“ handelt es sich um die VECTOR-Drohne von Quantum-Systems.
Projektverlauf:
- 26. September 2023: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit der Quantum-Systems GmbH zur Beschaffung der Aufklärungsdrohne „FALKE“. Fest beauftragt werden zunächst 14 Systeme, die ab dem vierten Quartal 2024 ausgeliefert werden sollen. Diese Systeme sind für die Spezialkräfte des Heeres vorgesehen.
- 11. Oktober 2024: Die Anfangsbeschaffung von 14 Systemen wurde auf 60 Stück ausgeweitet, so berichtet es das Magazin .loyal. Neben dem KSK soll nun auch die Heeresaufklärungstruppe mit „FALKE“ ausgestattet werden.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss gibt mehr als 200 Millionen Euro für die Beschaffung von über 500 weiteren Aufklärungsdrohnen „FALKE“ frei. Neben dem KSK und der Heeresaufklärungstruppe, soll die Aufklärungsdrohne künftig auch breitflächig in der Kampftruppe sowie der Feldjägertruppe eingesetzt werden.
Twister

Typ: Aufklärungsdrohne
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Quantum-Systems GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 147
Bedarf: min. 747
Kosten: rund 16 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 85 Mio. Euro (Gesamtvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 93) & Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 555 13)
Auslieferung: ab 2027
Ziel/Zweck: Schrittweiser Ersatz des seit 2005 genutzten Vorgängersystems ALADIN für die drohnengestützte Aufklärung im Nächstbereich. Das System dient der Ziel-, Wirkungs- und Lageaufklärung bei Tag und Nacht in Räumen unmittelbar vor den eigenen Kräften und liefert optische Aufklärungsergebnisse in Echtzeit. Vorgesehen ist der Einsatz in Heer, Marine und Luftwaffe. Die Twister (max. Abfluggewicht 4 kg, Flugdauer 90 Minuten, Reichweite 15 km, EO/IR-Gimbal mit Laserbeleuchteroption, akustische Sensoren) ist rucksacktauglich, durch eine Person in wenigen Minuten einsatzbereit und verarbeitet Sensordaten per Edge-AI direkt an Bord; das System bleibt laut Hersteller auch in GNSS-denied- und elektronisch umkämpften Umgebungen funktionsfähig. Die Steuerung erfolgt über die Missionssoftware MOSAIC UXS, die Interoperabilität mit den FALKE-Systemen sicherstellen soll.
Projektverlauf:
- 12. Juni 2024: BAAINBw eröffnet Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb für die ALADIN-Nachfolge (Rahmenvereinbarung mit einem Hersteller über voraussichtlich 147 Systeme plus Option auf 600 weitere); als mögliche Kandidaten gelten Rheinmetall (ALADIN 2.0), Sky-Watch/Dynamit Nobel Defence Digital (RQ-35 Heidrun) und Quantum Systems (Twister).
- 3. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von 147 Twister-Aufklärungsdrohnen samt weiterer Leistungen für rund 16 Millionen Euro zu.
- 12. Dezember 2025: DasBAAINBw und die Quantum Systems GmbH unterzeichnen einen Rahmenvertrag über bis zu 747 Twister-Aufklärungsdrohnen im Wert von rund 85 Millionen Euro. Festbeauftragt werden 147 Systeme inkl. Serviceleistungen für rund 16 Millionen Euro. Quantum Systems hatte zuvor den Zuschlag erhalten; zugesicherte Lieferkapazität mind. 250 Systeme/Jahr.
Mobiles Sensor-System

Typ: unbemanntes Landsystem zur Gefechtsfeldaufklärung
Projektstatus: Ausschreibung
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: 28 Systeme
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Beim Mobilen Sensor-System (MoSeS) handelt es sich um Aufklärungsroboter für die unbemannte Gefechtsaufklärung. Ein System besteht aus aus einem mobilen Sensorträger sowie einer Bedien- und Auswerteeinheit (BAE). Es soll Soldaten in aufgesessenen und abgesessenen Operationen unterstützen und dabei auch unter erschwerten Witterungsbedingungen eingesetzt werden können.
Projektverlauf:
- 5. Mai 2026: Das BAAINBw veröffentlicht den Teilnahmewettbewerb für die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von bis zu 28 MoSeS-Gesamtsystemen auf TED.
Bodenaufklärungsradar kurze Reichweite

Typ: Gefechtsfeldradar
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Thales Deutschland GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 60
Bedarf: N/A
Kosten: N/A
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2026
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „Bodenaufklärungsradar kurze Reichweite“ beschafft die 60 Gefechtsfeldradare inklusive Zubehör und Ersatzteilen, Dokumente, Ausbildung und diverse Dienstleistungen von Thales Deutschland. Laut Hartpunkt handelt es sich dabei um Systeme des Typs Ground Observer 12 (GO12).
Projektverlauf:
- 26. Mai 2026: Das BAAINBw hat die Thales Deutschland GmbH mit der Herstellung und Lieferung von „60 Radarsystemen (Gefechtsfeldradaren, kurze Reichweite) inklusive Zubehör und Ersatzteilen, Dokumente, Ausbildung und div. Dienstleistungen“ beauftragt.
Maschinenkanone Oerlikon KBA 25 mm

Typ: 25-mm-Maschinenkanone
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Rheinmetall AG
Bestand: 0
Bestellt: 153
Bedarf: 315
Kosten: 138 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: bis Dezember 2029
Ziel/Zweck: Beschaffung einer neuen Maschinenkanone im Kaliber 25 × 137 mm als Hauptbewaffnung der „mittleren Landplattformen“ – konkret des künftigen Spähfahrzeugs (Luchs 2) und des Luftbeweglichen Waffenträgers (Wiesel-Nachfolge / Projekt abgebrochen). Die Maschinenkanone ist Teil der Waffenanlage des Luchs 2 und soll der Aufklärungstruppe Durchsetzungsfähigkeit verleihen. Die Einführung des Kalibers 25 × 137 mm steht im Zusammenhang mit der F-35-Beschaffung, deren Bordkanone dasselbe Kaliber verschießt. Gegenüber der 30-mm-Kanone des Puma bietet das Kaliber Gewichts- und Kostenvorteile, gegenüber 20 × 139 mm (Marder, Wiesel MK) Reichweiten- und Wirkungsvorteile.
Projektverlauf:
- 26. März 2024: Das BAAINBw hat auf der europäischen Vergabeplattform TED die Beschaffung von bis zu 315 Maschinenkanonen im Kaliber 25 × 137 mm ausgeschrieben. Vorgesehen ist der Abschluss einer Rahmenvereinbarung über bis zu 315 Maschinenkanonen. Festbeauftragt werden sollen in einem ersten Schritt zunächst lediglich 153 Maschinenkanonen samt weiterer Leistungen.
- 15. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung inklusive Festbeauftragung zur Beschaffung von Maschinenkanonen MK 25 KBA für den Luchs 2 zu. Veranschlagt sind 138 Millionen Euro.
- 20. Februar 2026: Rheinmetall meldet Auftragserhalt für Maschinenkanone Oerlikon KBA 25 sowie Mittelkaliber-Turm CT-025 und moderne Simulatoren für das Spähfahrzeug Luchs 2; Auftragsvolumen im dreistelligen Mio.-Euro-Bereich.
Fernbedienbare leichte Waffenstationen 100 & 200

Typ: Fernbedienbare Leichte Waffenstation (FLW)
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: KNDS Deutschland & Rheinmetall Electronics GmbH
Bestand: N/A
Bestellt: 126 FLW 100 & 126 (LAZ) 200
Bedarf: 500 FLW 100, FLW 200 und Nebelmittelwurfanlagen 76 mm und über 1.000 LAZ/200/400
Kosten: 48,02 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 10)
Auslieferung: 2026 – 2027
Ziel/Zweck: Selbstschutz geschützter Führungs- und Funktionsfahrzeuge (GFF) sowie Logistikfahrzeuge der Bundeswehr; die Bedienung erfolgt fernbedient aus dem Fahrzeug unter Panzer- und ABC-Schutz. Über einen zehn Jahre laufenden Rahmenvertrag sollen die Bestände erhöht werden, da die Bedrohung zugenommen hat und die Zahl potenzieller Trägerfahrzeuge durch zusätzliche Beschaffungen gestiegen ist. Die erste Tranche dient vorwiegend der Ausstattung von Transportfahrzeugen der Brigade Litauen. Trägerfahrzeuge wie Dingo, Boxer, Fennek und Eagle sowie moderne Transportfahrzeuge verfügen bereits über Integrationsschnittstellen. Die FLW 100 (ca. 100 kg ohne Waffe/Munition) nimmt Waffenrüstsätze u. a. für MG3, MG5, FN-MAG und G8 mit automatischer Erkennung auf, die FLW 200 (ca. 200 kg bestückt) zusätzlich sMG .50 oder GMW 40 mm; die LAZ 200/400 bietet CCD-Farbkamera, Wärmebildgerät mit drei Sichtfeldern und augensicheren Laserentfernungsmesser.
Projektverlauf:
- 29. Januar 2025: Haushaltsausschuss gibt 48 Mio. Euro für eine erste Tranche frei – 126 FLW 100 (KNDS Deutschland) und 126 LAZ 200 (Rheinmetall Electronics), Lieferung 2026/2027, vorwiegend für die Brigade Litauen; Finanzierung aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Die Systeme sollen eine Nutzungsdauer von etwa 20 Jahren haben. Für diesen Zeitraum werden Betriebskosten in Höhe von etwa 10,7 Millionen Euro eingeplant.
DefendAir

Typ: Drohnenabwehrlenkflugkörper
Projektstatus: Entwicklung
Auftragnehmer: MBDA Deutschland
Bestand: 0
Bestellt: N/A
Bedarf: N/A
Kosten: ca. 490 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: 2030 – 2032
Ziel/Zweck: Befähigung des in der Einführung befindlichen Luftverteidigungssystems Skyranger 30 zur vollumfänglichen Bekämpfung unbemannter Ziele: Der Lenkflugkörper ergänzt als Sekundärbewaffnung die 30-mm-Bordkanone bei der Abwehr von Klein- und Kleinstdrohnen, deren Einsatz in der Ukraine und anderen Konflikten eine wesentliche Bedrohung darstellt. Der Flugkörper basiert auf dem bei der Bundeswehr als Leichtes Wirkmittel 1.800+ eingeführten Enforcer, wird per Booster reichweitengesteigert (ca. 5 km) und erhält einen aktiven Suchkopf gegen Luftziele, der allwettertauglich ist. Perspektivisch sind eine stationäre Nutzung (z. B. Schutz kritischer Infrastruktur) sowie eine MANPADS-Variante angedacht. Das System soll zudem als mögliche Beschaffungsoption in die European Sky Shield Initiative (ESSI) eingebracht werden.
Projektverlauf:
- 7. Mai 2025: Bundeswehr wählt den DefendAir/SADM als Sekundärbewaffnung für den Skyranger 30 aus.
- 5. November 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages gibt rund 490 Millionen Euro für die Entwicklung und Beschaffung des DefendAir-Drohnenabwehrlenkflugkörpers frei. Gut zwei Drittel der Summe sind für die Entwicklung und Qualifizierung vorgesehen, der Rest für die eigentliche Beschaffung.
- 10. November 2025: Das BAAINBw hat MBDA Deutschland mit der Entwicklung und Lieferung des DefendAir-Drohnenabwehrlenkflugkörpers beauftragt.
155-mm-Artilleriemunition

Typ: 155-mm-Artilleriemunition
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Rheinmetall AG, ARGE DiNa 155mm, Nexter Munitions
Bestand: N/A
Bestellt: 468.000
Bedarf: 2.700.000
Kosten: ca. 2,457 Mrd. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 08) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 08) & Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)
Auslieferung: 2025 – 2031
Ziel/Zweck: Auffüllung der Munitionsbestände für die Waffensysteme PzH 2000 sowie künftig RCH 155.
Projektverlauf:
- 200.000 Geschosse im Wert von ca. 1,3 Mrd. Euro bei der Arbeitsgemeinschaft Diehl Defence und Nammo (ARGE DiNa 155mm) bestellt. Rahmenvertrag über bis zu 2,35 Mio. Geschosse im Wert von rund 15 Mrd. Euro.
- 2. Änderungsvertrag zur bestehenden Rahmenvereinbarung mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH über bis zu 2.350.0000 Schuss 155-mm-Artilleriemunition. Festbeauftragung von 200.000 Schuss für 879,82 Mio. Euro. Finanziert über das Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 und den Einzelplan 14 ab 2028.
- 68.000 Geschosse für 278 Millionen Euro zur Unterstützung der Ukraine. Finanziert aus dem Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03). Rahmenvertrag über bis zu 350.000 Geschosse, Zünder, Treibladungen und Treibladungsanzünder im Kaliber 155mm mit Nexter Munition geschlossen. Weitere Abrufe sollen auch der Deckung des Artilleriemunitionsbedarfs der Bundeswehr dienen.
120-mm-Mörsermunition

Typ: 120-mm-Mörsermunition (Spreng, Leucht und Nebel)
Projektstatus: Beauftragt
Auftragnehmer: Nammo AS
Bestand: N/A
Bestellt: N/A
Bedarf: N/A
Kosten: 220 Millionen Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr und Einzelplan 14
Auslieferung: ab 2028
Ziel/Zweck: „Dieses Beschaffungsvorhaben sichert den Erstbedarf an Munition für das bereits in Beschaffung befindliche „System Indirektes Feuer kurze Reichweite“. Die Abrufmenge spiegelt einen Teil des durch die Ständige Arbeitsgruppe Munition aufgezeigten Erstbedarfs wider. Mit dieser Maßnahme wird insbesondere den NATO-Vorgaben 2031 zur Einsatzbevorratung Rechnung getragen.“
Projektverlauf:
- 10. Juni 2026: Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt der Beschaffung von 120-mm-Mörsermunition (Spreng, Leucht und Nebel) im Wert von 220 Millionen Euro zu.
120-mm-Munition

Typ: 120 mm x 570 DM11, DM88, DM98, DM63A1, DM73 und Rh31
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall Waffe Munition GmbH
Bestand: N/A
Bestellt: min. 15.000 DM88
Bedarf: mehrere hunderttausend Gefechts- und Übungspatronen
Kosten: ca. 449 Mio. Euro (Festbeauftragung) / ca. 4 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08) & Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)
Auslieferung: 2020 – 2030
Ziel/Zweck: Auffüllung der Munitionsbestände für das Waffensystem Leopard 2.
Projektverlauf:
- 19. November 2020: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung für die Produktion und Lieferung von drei Munitionssorten für den Kampfpanzer Leopard 2 zu. Festbeauftragt werden 15.000 Patronen, 120 Millimeter x 570, DM 88 für rund 26 Millionen Euro.
- 8. Dezember 2020: Das BAAINBw hat mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH einen Rahmenvertrag über bis zu 19.000 Patronen des Typs DM11, 95.000 Patronen DM88 und 89.000 Patronen DM98 im Wert von 556 Millionen Euro geschlossen. Der Vertrag läuft bis Ende 2028. Festbeauftragt wurden 15.000 Patronen DM88 für 26,5 Millionen Euro.
- 6. Juli 2022: Der Haushaltsausschuss gibt rund 42,1 Millionen Euro für die Beschaffung weiterer Panzermunition aus dem bestehenden Rahmenvertrag frei.
- 5. Juli 2023: Der Haushaltsausschuss stimmt dem 2. Änderungsvertrag sowie diverser Abrufe aus dem bestehenden Rahmenvertrag zu. Die Festbeauftragung hat ein Volumen von 381 Millionen Euro.
- 13. Juli 2023: Das BAAINBw hat den 2. Änderungsvertrag mit Rheinmetall unterzeichnet. Dieser Änderungsvertrag weitet den bestehenden Rahmenvertrag auf ein Volumen von rund 4 Milliarden Euro aus. Bis Ende 2030 können aus dem Vertrag nun mehrere hunderttausend Gefechts- und Übungspatronen unterschiedlicher Ausführungen im Kaliber 120mm x 570 beschafft werden. Ein erster Abruf von Munition im Wert von rund 309 MioEUR erfolgte unmittelbar mit der Vertragsunterzeichnung.
70-mm-Übungsraketen

Typ: 70-mm-Übungsraketen
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall AG
Bestand: N/A
Bestellt: 15.180
Bedarf: 31.760
Kosten: 54 Mio. Euro (Festbeauftragung) / über 100 Mio. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: 2025 – 2029
Ziel/Zweck: Eingesetzt werden die Raketen unter anderem als Bewaffnung für den Kampfhubschrauber Tiger. Aus einem Abschussbehälter heraus kann dieser die ungelenkten Raketen etwa gegen infanteristische Ziele, Stellungen sowie ungepanzerte und leicht gepanzerte Fahrzeuge einsetzen. Die nun bestellten Übungsraketen erlauben der Besatzung des Kampfhubschraubers ein praxisnahes Training.
Projektverlauf:
- 10. April 2024: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 15.180 Übungsraketen für knapp 54 Millionen Euro zu. Die Auslieferung soll zwischen 2024 und 2026 erfolgen. Geplant ist der Abschluss einer Rahmenvereinbarung über bis zu 31.760 Übungsraketen 70 Millimeter für den Kampfhubschrauber.
- 17. Juli 2024: Das BAAINBw und Rheinmetall haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 70mm-Übungsraketen geschlossen. Der Gesamtauftragswert liegt bei über 100 Millionen Euro. Festbeauftragt wurden 15.180 Übungsraketen für knapp 54 Millionen Euro. Das Pilotlos soll 2024 ausgeliefert werden. Wird es erfolgreich abgenommen, erfolgt die Serienfertigung zwischen 2025 und 2029.
30-mm-Munition

Typ: 30-mm-Maschinenkanonenmunition
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall Waffe Munition GmbH
Bestand: N/A
Bestellt: ca. 765.000 (Festbeauftragt) / hohe sechsstellige Anzahl an Patronen (Gesamtvolumen)
Bedarf: N/A
Kosten: min. 737,6 (Festbeauftragung) / rund 1 Milliarde Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2023 – 2028
Ziel/Zweck: Auffüllung der Munitionsbestände für das Waffensystem SPz Puma.
Projektverlauf:
- 30. November 2022: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 25.000 Patronen der Munition im Kaliber 30 × 173 Millimeter zu. Es soll ein Rahmenvertrag über mehr als 600.000 Schuss für rund 576 Millionen Euro abgeschlossen werden.
- 7. Dezember 2022: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH über mehr als 600.000 Patronen im Wert von rund 576 Millionen Euro. Fest beauftragt werden rund 25.000 Patronen.
- 5. Juli 2023: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung weiterer mehr als 70.000 Patronen aus dem bestehenden Rahmenvertrag für 67,6 Millionen Euro zu.
- 17. Januar 2024: Die Bundeswehr ruft aus dem bestehenden Rahmenvertrag mehrere hunderttausend Patronen für über 350 Millionen Euro ab. Bei einem geschätzten Stückpreis von 1.000 Euro dürfte der Abruf rund 350.000 Patronen umfassen.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages billigt die Beschaffung einer mittleren sechsstelligen Stückzahl an Patronen (voraussichtlich rund 320.000 Stück) im Wert von 320 Millionen Euro. Zugleich erteilt er die haushaltsrechtliche Zustimmung zur Erweiterung des bestehenden Rahmenvertrags.
- 19. Dezember 2025: Das BAAINBw setzt den Beschluss des Haushaltsausschusses um und erweitert den bestehenden Rahmenvertrag mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH. Der Rahmenvertrag umfasst nun die Lieferung einer hohen sechsstelligen Anzahl an Patronen mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro. Gleichzeitig wird eine mittlere sechsstellige Stückzahl (voraussichtlich rund 320.000 Patronen) im Wert von 320 Millionen Euro fest beauftragt.
PARM DM22

Typ: Panzerabwehrrichtmine
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: TDW GmbH
Bestand: N/A
Bestellt: 2.600
Bedarf: 12.600+
Kosten: 67,8 Mio. Euro (Festbeauftragung)
Finanzierung: Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)
Auslieferung: ab 2026
Ziel/Zweck: Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Aggression hat die Bundeswehr Panzerabwehrminen abgegeben. Die Nachbeschaffung dient nun dazu, die eigenen Bestände wieder aufzufüllen. Mit der Rückbesinnung der Bundeswehr auf Landes- und Bündnisverteidigung haben Panzerabwehrminen wieder an Bedeutung gewonnen, denn sie verzögern das Vorrücken des Gegners. Panzerabwehrrichtminen dienen dabei vor allem der Sicherung von Straßen und Wegen gegen gegnerische Fahrzeuge.
Projektverlauf:
- 18. Oktober 2023: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von 2.600 Panzerabwehrrichtminen (PARM DM22) für rund 68 Millionen Euro. Die Rahmenvereinbarung mit dem Hersteller der Panzerabwehrrichtminen sieht die mögliche Bestellung weiterer 10.000 Exemplare vor.
- 14. November 2023: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit der TDW GmbH, einer Tochterfirma der MBDA Deutschland GmbH, über bis zu 12.600 PARM DM22. Festbeauftragt werden 2.600 Stück für rund 68 Millionen Euro. Eine Demonstrationscharge wird ab 2025 produziert, erste Serienauslieferungen stehen der Truppe ab 2026 zur Verfügung.
Reaktivschutzmodule

Typ: Reaktivschutzmodule
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Dynamit Nobel Defence
Bestand: N/A
Bestellt: 5.050 EA Reaktivschutzmodule Seiten-Oben-Vorne (SOV), 1.380 EA Reaktivschutzmodule Seiten-Oben-Hinten (SOH) und 2.149 EA Transport- und Lagerbehälter
Bedarf: 130.680 Reaktivschutzmodule & 43.560 Transport- und Lagerbehälter
Kosten: 82,17 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 08) & Einzelplan 14 ab 2028 (1405 Titel 554 08)
Auslieferung: bis Ende 2028
Ziel/Zweck: Die hochmoderne Reaktivschutztechnologie bildet einen wesentlichen Bestandteil des Schutzes für den Schützenpanzer Puma und seine Besatzung. Um die Durchhaltefähigkeit des Pumas im Einsatz über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten, hat das BAAINBw einen Rahmenvertrag geschlossen, der die Beschaffung einer sogenannten Einsatzbevorratung ebendieser Reaktivschutzmodule ermöglicht.
Projektverlauf:
- 18. Dezember 2024: Der Haushaltsausschuss stimmt dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit Festbeauftragung zur Herstellung einer Einsatzbevorratung an Reaktivschutzmodulen für den SPz Puma zu.
- 19. Dezember 2024: Das BAAINBw und Dynamit Nobel Defence haben einen Rahmenvertrag über bis zu 130 680 Reaktivschutzmodule sowie 43 560 Transport- und Lagerbehälter abgeschlossen. Festbeauftragt wurden 5.050 EA Reaktivschutzmodule Seiten-Oben-Vorne (SOV), 1.380 EA Reaktivschutzmodule Seiten-Oben-Hinten (SOH) und 2.149 EA Transport- und Lagerbehälter für rund 82,2 Millionen Euro. Die Auslieferung der Module soll voraussichtlich bis Ende 2028 abgeschlossen sein.
Mobile Feldküchen

Typ: Feldküchensystem
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Kärcher Futuretech GmbH
Bestand: 1+
Bestellt: 200
Bedarf: 400
Kosten: 212 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: seit 2023
Ziel/Zweck: Die Bundeswehr führt neue mobile Feldküchen ein, um die Verpflegung im Feldeinsatz zu verbessern. Eine Feldküche besteht aus zwei 20-Fuß-Containern, wurde unter Hitze- und Kältebedingungen erprobt und erfüllt aktuelle Sicherheits- und Hygienestandards. Jede Feldküche kann bis zu 250 Personen versorgen und bringt alle Geräte, Betriebsstoffe sowie Verpflegung und 2.600 Liter Trinkwasser für einen 24-stündigen, autarken Betrieb mit. Die Systeme sind für Landes- und Bündnisverteidigung sowie weltweite Einsätze ausgelegt. Zur schnellen Ausstattung der Truppe sind jährlich rund 30 Auslieferungen vorgesehen.
Projektverlauf:
- 4. März 2020: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von 85 Feldküchen für 68 Millionen Euro zu. Geplant ist der Abschluss eines Rahmenvertrages über bis zu 400 Feldküchen.
- 24. März 2020: Das BAAINBw und die Kärcher Futuretech GmbH schließen einen Rahmenvertrag mit 16 Jahren Laufzeit über bis zu 400 mobile Feldküchen in dreistelliger Millionenhöhe. Festbeauftragt werden 85 Systeme für 68 Millionen Euro.
- Februar 2021: Die neue Mobile Feldküche hat die Kälteerprobung bestanden.
- 27. November 2023: Das BAAINBw hat das erste von 85 Systemen übernommen.
- 5. November 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung weiterer Feldküchen aus dem bestehenden Rahmenvertrag zu. Laut ES&T sollen 115 weitere Systeme für rund 144 Millionen Euro beschafft werden.
Bewegliche Unterbringung im Einsatz Streitkräfte

Typ: Zeltsystem
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Kärcher Futuretech GmbH
Bestand: 3.255
Bestellt: 3.255
Bedarf: 19.000
Kosten: 83 Mio. Euro (Gesamtvolumen)
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2022 – 2027
Ziel/Zweck: Mit dem Vorhaben „Bewegliche Unterbringung im Einsatz Streitkräfte“ (Bwgl UiE SK) beschafft die Bundeswehr neue Zeltsysteme – ein aufeinander abgestimmtes System, das Soldaten außerhalb stationärer Unterkünfte eine bewegliche Unterbringung ermöglicht. Abgedeckt werden damit die Grundbedürfnisse Schlafen, Essen, Hygiene und Entsorgung für Aufenthalte von wenigen Stunden bis zu 60 Tagen. Ziel ist es, die Einsatzfähigkeit der Soldaten auch abseits fester Infrastruktur auf hohem Niveau zu erhalten.
Der Baustein Unterkunft umfasst vier koppelbare 1-Person-Zelte sowie vier Lampen. Bei längerer Einsatzdauer lässt sich der Komfort über einen Ergänzungsbaustein steigern, der aus einem zusätzlichen 4-Personen-Zelt – an das die Einzelzelte angedockt werden können – und einem Satz Mobiliar besteht. Zum Baustein Verpflegung gehören ein Multifuel-Kocher samt Kochtopf sowie Isolierflaschen für warme und kalte Getränke. Der Baustein Hygiene/Sanitär beinhaltet eine Trockentoilette mit zugehörigem Zelt und Hygieneartikeln; für die Zwischenlagerung von Abfällen stehen verschließbare Abfallsäcke bereit.
Sämtliche Ausrüstungsgegenstände der Kernbausteine sind hinsichtlich Gewicht und Volumen so ausgelegt, dass sie gemeinsam mit der persönlichen Ausrüstung in einem 110-Liter-Rucksack transportiert werden können.
Projektverlauf:
- 24. März 2021: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von 3.255 Zeltsystemen für rund 13 Millionen Euro zu. Geplant ist der Abschluss eines Rahmenvertrages über bis zu 19.000 Gesamtsysteme im Wert von rund 83 Millionen Euro.
- 19. April 2021: Das BAAINBw und die Kärcher Futuretech GmbH schließen einen sieben jährigen Rahmenvertrag über bis zu 19.000 Gesamtsysteme. Festbeauftragt werden 3.255 Ausrüstungssätze für jeweils vier Personen. Die Auslieferung soll in den Jahren 2022 und 2023 erfolgen.
- 28. Juni 2022: Kärcher Futuretech hat das erste Los der Bwgl UiE SK an das BAAINBw übergeben.
Mobile Multispektrale Tarnausstattung

Typ: Mobilen Multispektralen Tarnausstattung (MMT)
Projektstatus: Ausschreibung
Auftragnehmer: /
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: bis zu 300 Fahrzeugsätze (zzgl. 1 Prototyp)
Kosten: N/A
Finanzierung: N/A
Auslieferung: N/A
Ziel/Zweck: Beschaffung einer an die Bedingungen der Einsatzgebiete angepassten multispektralen Tarnausstattung für die Puma-Flotte, begründet mit bereits gesammelten Einsatzerfahrungen und zu erwartenden Einsatzszenaren. Die modular aufgebaute MMT reduziert die Fahrzeugsignatur im visuellen, Infrarot- und Radarbereich, ohne Mobilität oder einsatzspezifische Funktionen (z. B. Aufklärungs- und Wirkmöglichkeiten) zu beeinträchtigen. Das Tarnmaterial wird geometrisch auf die Außenkonturen des SPz Puma maßgeschneidert, verbleibt bis zu umfangreicheren Instandsetzungsmaßnahmen am Fahrzeug und kann jederzeit abgenommen oder ausgetauscht werden. Bei Bedarf ist eine Ergänzung durch weiteres (z. B. natürliches) Tarnmaterial zur Verbesserung der visuellen Tarnwirkung möglich. Ziel ist eine signifikante Verringerung der Detektionsreichweite gegnerischer Aufklärung (u. a. Radar, Thermalsensorik).
Projektverlauf:
- März 2025: BAAINBw startet Teilnahmewettbewerb auf der EU-Vergabeplattform TED zur Beschaffung von bis zu 300 MMT-Tarnsätzen für SPz Puma (Varianten VJTF und S1); Planung: zunächst Vertrag über Lieferung eines Prototyps in der Variante „woodland“, anschließend Serienbeschaffung von bis zu 300 Fahrzeugsätzen.
Stationäre multispektrale Tarnausstattung

Typ: Multispektraltarnnetz
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Sioen Industries NV
Bestand: 0
Bestellt: N/A
Bedarf: 219.261 Multispektral-Tarnnetz-Sätze und 104.536 Sätze Stützausstattung
Kosten: 48 Mio. Euro (Festbeauftragung) / rund 580 Mio. Euro (Gesamtvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: N/A
Zweck/Ziele: Ausstattung aller Truppenteile und Projekte der Bundeswehr mit Tarnnetzen unterschiedlicher Größe für verschiedene Umgebungen (Wald, Wüste, Schnee, Urban) sowie der notwendigen Stützausstattung. Die SMT soll querschnittlich die Bedarfe der gesamten Bw decken und in Nutzung befindliche Modelle zur stationären Tarnung ersetzen.
Projektverlauf:
- 25. Juni 2024: Das BAAINBw hat einen Teilnahmewettbewerb für die Beschaffung Multispektraltarnnetze im Rahmen des Projektes „Stationäre Multispektrale Tarnausstattung (SMT)“ eröffnet. Es sollen bis zu 219.261 Multispektral-Tarnnetz-Sätze sowie bis zu 104.536 Sätze an Stützausstattungen beschafft werden.
- 13. November 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit Festbeauftragung über die Herstellung und Lieferung von Tarnnetzen sowie Tarnstützmaterial genehmigt.
- 18. Dezember 2025: Das BAAINBw hat mit Sioen Industries NV eine Rahmenvereinbarung über die Herstellung und Lieferung von Tarnnetzen sowie Stützausstattung geschlossen. Die Rahmenvereinbarung beinhaltet bis zu 219.261 Multispektral-Tarnnetz-Sätze und 104.536 Sätze an Stützausstattungen. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 580 Millionen Euro. Festbeauftragt wurde zunächst jedoch nur Tarnausstattung im Wert von etwa 48 Millionen Euro.
