Heckler & Koch steigert Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2025

Heckler & Koch steigert Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2025
Foto: Heckler & Koch

Der Waffenhersteller Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 deutlich bessere Zahlen vorgelegt als im Vorjahr. Der Auftragseingang hat sich nahezu verdoppelt – das Unternehmen kündigt Folgeinvestitionen von mehr als 200 Millionen Euro an.

Kennzahlen 2025 im Überblick

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,4 Prozent auf 393 Millionen Euro (2024: 343,4 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 7,6 Prozent auf 67,9 Millionen Euro. Der Nettogewinn nach Steuern (EAT) legte mit einem Plus von 25,4 Prozent auf 39,5 Millionen Euro besonders stark zu – nach 31,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Auftragseingang nahezu verdoppelt

Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Auftragseingang: Er stieg von 426,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 802 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Anstieg von knapp 88 Prozent. Das Unternehmen führt dies auf die anhaltend hohe Nachfrage von Polizeibehörden und Streitkräften in Deutschland, Europa und im transatlantischen Bündnis zurück. Vertriebsvorstand Marco Geißinger betont in diesem Zusammenhang, dass Kunden Systeme benötigten, die unter allen Einsatzbedingungen verlässlich funktionieren.

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Abgeschlossenes und geplantes Investitionsprogramm

Mit dem Investitionsprogramm HK100 hat Heckler & Koch in den vergangenen Jahren 100 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner Produktionskapazitäten am Standort Oberndorf investiert. Darauf aufbauend plant der Vorstand ein weiteres Investitionspaket von über 200 Millionen Euro, das unter anderem zusätzliche Produktionskapazitäten, neue industrielle Infrastruktur sowie Automatisierungs- und Effizienzprojekte umfassen soll. Finanzvorstand Andreas Schnautz sieht das Unternehmen dabei auf einem stabilen und profitablen Kurs.

Branchenkontext: Steigende Verteidigungsausgaben

Die positive Geschäftsentwicklung bei Heckler & Koch steht im Kontext deutlich steigender Verteidigungsausgaben auf Seiten der Kunden. Beim NATO-Gipfel 2025 beschlossen die Mitgliedstaaten eine historische Anhebung der Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zuzüglich weiterer 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Bereiche wie Infrastruktur und Industrie. Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) prognostizierte für 2025 Ausgaben der EU-Staaten von rund 381 Milliarden Euro – erstmals über der Zwei-Prozent-Schwelle. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Strategy&, dass die deutsche Rüstungsindustrie die steigende Nachfrage der Bundeswehr kaum decken kann; bis 2035 könnte eine Lücke von bis zu 117 Milliarden Euro zwischen Bedarf und inländischer Produktion entstehen.

Ausblick

Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Jens Bodo Koch verweist auf die anhaltend angespannte globale Sicherheitslage als wesentlichen Nachfragetreiber. Der hohe Auftragsbestand aus 2025 soll die Auslastung der erweiterten Kapazitäten in den kommenden Jahren sicherstellen. Neben Kapazitätserweiterungen sollen laut Vorstand auch Technologie, Mitarbeiterentwicklung und Nachhaltigkeitsmaßnahmen Teil der Investitionsstrategie sein.

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