Diese Liste umfasst die wichtigsten Beschaffungsvorhaben im Bereich Bekleidung und persönliche Ausrüstung. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Projektstatus, Auftragnehmer, Bestand, Bestellt, Bedarf, Kosten, Finanzierung und Auslieferungszeitraum der einzelnen Beschaffungsvorhaben.
Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026
Table of Contents
- Infanterist der Zukunft – Erweitertes System
- Feld Ausstattung Soldat Erweiterte Reserve
- Kampfbekleidungssatz Streitkräfte
- Einsatzkampfbekleidung Spezialkräfte 2.0
- Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung
- Gefechtshelm Streitkräfte
- Rucksacksystem 110 Liter
- Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion
- Bildverstärkerbrille, querschnittlich
- Clip-On Wärmebildgeräten
- Wärmebildbeobachtungsgerät, abgesessen, weite Reichweite
- Wärmebildzielgerät, abgesessen, weite Reichweite
- Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite
- Pistole querschnittlich
- System Sturmgewehr Bundeswehr
- Wirkmittel 90/Panzerfaust 3
- Leichtes Wirkmittel 1800+
- 7,62 mm x 51 Weichkern
- 7,62 mm x 51 Manövermunition
- 9 mm x 19 Weichkern
- Handgranate DM51/DM82
- Nebelhandgranate DM45
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Infanterist der Zukunft – Erweitertes System

Typ: Soldatensystem
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall Electronics GmbH
Bestand: 92+ (Zugsysteme)
Bestellt: 24 + 68 (Zugsysteme)
Bedarf: 368 (Zugsysteme)
Kosten: 417,7 Mio. EUro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 95) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 05)
Auslieferung: seit 2012
Beschreibung:
Am 29. Januar 2025 hat der Haushaltsausschuss der Beschaffung von 24 weiteren Soldatensystemen „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) und der Modernisierung von 68 Bestandssystemen (insbesondere Teilsysteme C4I1 und BST2) zugestimmt. Die dafür erforderlichen 417,7 Millionen Euro kommen aus dem Einzelplan 14 und dem Sondervermögen Bundeswehr. Am 6. Februar 2025 hat dann das BAAINBw einen Rahmenvertrag über 368 IdZ-ES-Zugsysteme im Wert von 3,1 Milliarden Euro abgeschlossen.
Am 14. Dezember 2022 hat der Haushaltsausschuss der Beschaffung von 476 Führungsmittelausstattungen für 14 Zugsysteme Infanterist der Zukunft – Erweitertes System im Konstruktionsstand Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) mit einem Auftragsvolumen in Höhe von rund 51,09 Millionen Euro zugestimmt. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr.
Feld Ausstattung Soldat Erweiterte Reserve

Typ: Kampfbekleidung & Schutzausstattung
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: Bw Bekleidungsmanagement GmbH
Bestand: 0
Bestellt: N/A
Bedarf: Ausstattung von bis zu 460.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 80.000 Zivilbeschäftigten + Tausch- und Verpassungsvorrat (ca. 40%)
Kosten: ca. 21 Mrd. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2026 – 2034
Ziel/Zweck: Das Vorhaben „Feld Ausstattung Soldat Erweiterte Reserve“ (FASER) dient der Ausstattung von bis zu 460.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 80.000 Zivilbeschäftigten der Bundeswehr mit moderner Kampfbekleidung und persönlicher Schutzausstattung. Hinzu kommt ein sogenannter Tausch- und Verpassungsvorrat von ca. 40% (Umlaufreserve). Folgende Bekleidung und Ausrüstung soll im Rahmen des Vorhabens beschafft werden:
- Kampfbekleidungssatz Streitkräfte (KBS SK)
- Modernisierte Feldbekleidung
- Kampfschuhsystem Streitkräfte
- Ballistische Schutzausrüstung
- Persönliche Ausrüstung
- Rucksäcke und Taschen
- Modernisierte Sportbekleidung
Darüber hinaus soll im Rahmen von FASER persönliche Ausrüstung und Bekleidung querschnittlich im Multitarndruck beschafft werden. Bis 2029 soll die Umrüstung aller Soldatinnen und Soldaten erfolgen.
Projektverlauf:
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den 8. Änderungsvertrag mit Bw Bekleidungsmanagement GmbH gebilligt (unter Maßgaben). Laut Hartpunkt wurden insgesamt rund 21 Milliarden Euro für die Realisierung des Vorhaben „Feld Ausstattung Soldat Erweiterte Reserve“ (FASER) freigegeben.
Kampfbekleidungssatz Streitkräfte

Typ: Kampfbekleidung
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Bw Bekleidungsmanagement GmbH
Bestand: N/A
Bestellt: 313.000
Bedarf: 313.000
Kosten: N/A
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: 2022 – 2025
Beschreibung:
Die Bundeswehr führt mit dem Beschaffungsvorhaben „Kampfbekleidungssatz Streitkräfte“ (KBS SK) eine umfassende Modernisierung der persönlichen Ausrüstung ihrer Soldaten durch. Diese großangelegte Initiative zielt darauf ab, bis Ende 2025 rund 313.000 komplette Kampfbekleidungssätze an alle aktiven Soldaten sowie einen Großteil der Reserve auszugeben.
Ursprünglich war die Vollausstattung bis 2031 geplant, doch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde das Vorhaben erheblich beschleunigt. Möglich wurde dies durch das Sondervermögen Bundeswehr, das 2,3 Milliarden Euro speziell für persönliche Ausrüstung bereitstellte. Bereits jetzt wurden bedeutende Mengen an die Truppe ausgeliefert, während parallel noch ältere Nässeschutzartikel des Feldbekleidungssystems 90 bis zur vollständigen Umstellung verwendet werden.
Jeder Kampfbekleidungssatz umfasst 25 verschiedene Artikel, darunter Kampfjacken, Kampfhosen, Handschuhe, Isolations- und Nässeschutzbekleidung sowie Funktionsunterwäsche. Die Ausrüstung folgt dem bewährten Zwiebelschalenprinzip mit mehrlagigem Schutz und ist für alle Einsatzszenarien in sämtlichen Klimazonen konzipiert. Besondere Merkmale sind der Flammschutz, der Schutz vor Parasiten sowie zahlreiche Verstellmöglichkeiten. Die Bekleidung wird sowohl im Drei- als auch im Fünf-Farbtarndruck angeboten.
Die Beschaffung wird durch Verträge zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der Bw Bekleidungsmanagement GmbH koordiniert. An der Produktion und Lieferung beteiligen sich verschiedene deutsche Textilunternehmen, wobei beispielsweise die Unternehmen Hexonia und Gustav Wahler für die Herstellung von Kampfjacken und -hosen verantwortlich sind.
Einsatzkampfbekleidung Spezialkräfte 2.0
Typ: Kampfbekleidungssystem
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: N/A
Bestand: N/A
Bestellt: N/A
Bedarf: N/A
Kosten: 130 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: ab 2027
Beschreibung:
Die Spezialkräfte der Bundeswehr sollen 2027 ein neues Kampfbekleidungssystem, „Einsatzkampfbekleidung Spezialkräfte 2.0“, erhalten, um die Defizite des aktuell in Nutzung befindlichen Systems wie mangelnde Kompatibilität der Bekleidungsartikel und Ausrüstung zu beheben. Das neue System soll mit moderner Technologie Tragekomfort, Funktionalität und Schutz vor Hitze, Flammen, Witterung sowie Insekten verbessern, so berichtet es Hartpunkt.
Das modular aufgebaute System besteht aus vier Modulen: Basismodul, Kälteschutzmodul, Zubehörmodul und Sondermodul. Letzteres umfasst spezialisierte Elemente für Einsätze wie Freifall oder Dschungeloperationen. Die Bekleidung wird in drei Tarnmustern – Multitarndruck, Fünf-Farb-Tarndruck und Schneetarndruck – bereitgestellt, um globale Einsätze in allen Klimazonen zu ermöglichen.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dafür am 18. Dezember 2024 ein Budget von 130 Millionen Euro freigegeben. Zu den Spezialkräften der Bundeswehr gehören das Kommando Spezialkräfte, das Kommando Spezialkräfte der Marine und die 4. Fliegende Staffel des Hubschraubergeschwaders 64.
Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung

Typ: Schutzwestensystem
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Bw Bekleidungsmanagement GmbH
Bestand: 200.000
Bestellt: 351.000
Bedarf: 351.000
Kosten: N/A
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: 2021 – 2025
Beschreibung:
Die Bundeswehr setzt mit der „Modularen ballistischen Schutz- und Trageausstattung“ (MOBAST) eine umfassende Modernisierung ihrer persönlichen Schutzausrüstung um. Ziel dieses ambitionierten Projekts ist es, bis spätestens Ende 2025 alle aktiven Soldaten sowie Teile der Reserve mit hochmodernen, anpassbaren Schutzwestensystemen auszustatten.
Das MOBAST-System zeichnet sich durch seine innovative Konstruktion aus harten und weichen ballistischen Schutzkomponenten aus. Den Grundschutz bildet ein stabiler Westenkern mit Hartballistikplatten der Schutzklasse 4, die auch gegen schwere Gewehrmunition des Kalibers 7,62×51 mm schützen. Ergänzt wird dieser durch weichballistische Bereiche, die Splitterschutz und Schutz gegen Kurzwaffen bieten. Besonders hervorzuheben ist die modulare Bauweise: Je nach Einsatzszenario können zusätzliche Schutzkomponenten für Hals, Schultern, Unterleib, Oberarme und Oberschenkel angebracht werden. Sogar ballistische Unterwäsche zum Schutz vor Feinstsplittern gehört zur Ausstattung. Die Flexibilität des Systems zeigt sich auch in den adaptiven Magazin- und Gerätesätzen, die je nach Auftrag angepasst werden können.
Verschiedene Nutzergruppen erhalten speziell auf ihre Anforderungen zugeschnittene Varianten – so bekommen Spezialkräfte und Boarding-Einheiten eigene Systemvarianten, die optimal auf ihre besonderen Einsatzprofile abgestimmt sind.
Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Insgesamt sollen rund 351.000 MOBAST-Sätze beschafft werden, ergänzt durch neue Gefechtshelme, Kampfbekleidungssätze und Rucksacksysteme. Das Budget beläuft sich auf etwa 2,4 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Diese finanzielle Ausstattung ermöglichte eine erhebliche Beschleunigung des ursprünglich bis 2031 geplanten Beschaffungsvorhabens.
Als Hauptauftragnehmer fungiert die Firma Mehler Protection aus Fulda, die die Produktion in mehreren Tranchen abwickelt. Obwohl es zwischenzeitlich zu Lieferverzögerungen kam, zeigt sich der Fortschritt deutlich: Bis Ende 2024 wurden bereits 200.000 Schutzwestensysteme an die Bundeswehr übergeben.
MOBAST löst veraltete Schutzwesten und das bisherige Koppeltragegestell 95 ab und stellt damit einen Quantensprung in der persönlichen Schutzausrüstung dar. Die modulare Konzeption erhöht nicht nur die Anpassungs- und Verteidigungsfähigkeit erheblich, sondern verbessert auch die Überlebens- und Einsatzsicherheit der Truppe in allen Bedrohungslagen.
Gefechtshelm Streitkräfte

Typ: Gefechtshelm
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall Soldier Electronics GmbH
Bestand: 15.000+
Bestellt: 328.008
Bedarf: 328.008
Kosten: N/A
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: 2020 – 2025
Beschreibung:
Das Beschaffungsvorhaben „Gefechtshelm Streitkräfte“ der Bundeswehr steht für eine umfassende und beschleunigte Modernisierung des Kopfschutzes aller Soldatinnen und Soldaten sowie der Reserve. Als zentraler Helmtyp kommt der „Gefechtshelm Spezialkräfte schwer“ zum Einsatz, mittlerweile meist als „Gefechtshelm Streitkräfte“ bezeichnet. Grundlage ist das Modell Batlskin Viper, gefertigt durch Galvion und in Deutschland von Rheinmetall vertrieben.
Seit dem Jahr 2020 wurden insgesamt 328.000 Stück dieses Gefechtshelms beauftragt, wobei die Auslieferung und Ausstattung schwerpunktmäßig zwischen 2022 und 2025 erfolgt. Bis Ende 2025 sollen sämtliche aktiven Einheiten und ein großer Teil der Reserve vollständig versorgt sein.
Technisch handelt es sich um einen modern konstruierten, ballistischen Schutzhelm mit deutlich verbessertem Schutz gegen Splitter, Schläge und Handfeuerwaffen. Die Konstruktion ermöglicht die problemlose Anbringung von Nachtsichtgeräten, pegelabhängigem Gehörschutz und weiteren Zubehörteilen. Die Helme sind in vier Größen für unterschiedlichste Kopfumfänge sowie in verschiedenen Schnittvarianten erhältlich; der High Cut ist insbesondere für Spezialkräfte vorgesehen. Grundlage bildet ein Verbund aus fortschrittlichen Materialien wie Aramid oder UHMWPE, je nach Hersteller und Fertigungslos.
Mit der flächendeckenden Einführung der neuen Gefechtshelme endet die Ära des bisherigen Modells 826. Der neue Helm bietet deutlich verbesserten Tragekomfort, Schnittfestigkeit und Systemkompatibilität sowie umfassende Optionen zur Integration von Zubehör.
Die Hauptauftragnehmerin ist Rheinmetall Soldier Electronics GmbH. Die Produktion erfolgt bei US- und kanadischen Herstellern (Galvion, ehemals Revision Military), ergänzt durch individuelle Anpassungen für die Bundeswehr. Parallel wird bereits an Nachfolgemodellen und Ersatz für die Zeit nach 2025 gearbeitet, um den langfristigen Ausrüstungsstandard sicherzustellen.
Rucksacksystem 110 Liter

Typ: Rucksack
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Snigel Design AB
Bestand: N/A
Bestellt: 310.000
Bedarf: 338.000
Kosten: N/A
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: bis 2025
Beschreibung:
Die Bundeswehr setzt mit dem „Rucksacksystem 110 Liter“ die größte Modernisierung ihres Marschgepäcks seit Jahrzehnten um. Zwischen 2022 und 2025 werden insgesamt 310.000 neue modulare Rucksacksysteme beschafft, um alle aktiven Soldatinnen und Soldaten vollständig auszustatten.
Das innovative System basiert auf einem modularen Konzept, das maximale Flexibilität für unterschiedliche Einsatzszenarien bietet. Den Kern bildet ein großer Rucksack mit 110 Litern Volumen als Haupttragesystem, ergänzt durch einen abnehmbaren 30-Liter-Einsatzrucksack, der als eigenständiges Daypack genutzt werden kann. Zur weiteren Ausstattung gehören mehrere wasserdichte Packliner mit 8, 20 und 40 Litern Fassungsvermögen für eine organisierte Unterbringung von Kleidung und Ausrüstung sowie abnehmbare Seitentaschen, die ebenfalls als zusätzlicher Tagesrucksack verwendet werden können.
Das Rucksacksystem wurde gezielt für abgesessene Einsätze mit einer Durchhaltefähigkeit von bis zu 72 Stunden konzipiert. Damit richtet es sich an Truppenteile, die in Situationen operieren müssen, in denen eine zuverlässige Folgeversorgung nicht gewährleistet werden kann. Die Konstruktion als Top- und Frontloader ermöglicht schnellen Zugriff auf die Ausrüstung auch unter Einsatzbedingungen.
Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Kompatibilität mit modernen Tragesystemen gelegt. Das System verfügt über integrierte Helmhalter, Öffnungen für Trinksysteme, eine verstellbare Rückenlänge, einen beweglichen Beckengurt und herausnehmbare Verstrebungen. Alle Komponenten sind robust konstruiert und können individuell an die körperlichen Gegebenheiten der jeweiligen Soldatin oder des Soldaten angepasst werden.
Die Umsetzung erfolgte in zwei Phasen: Zunächst wurden 60.000 Systeme für VJTF-Einheiten und ausgewählte Truppenteile bestellt und erfolgreich getestet. Nach positiven Erfahrungen und entsprechenden Nachjustierungen folgte 2022 der Großauftrag über weitere 250.000 Rucksacksysteme. Als Hersteller fungieren Snigel Design AB aus Schweden und das deutsche Unternehmen Tasmanian Tiger, die gemeinsam die Produktion verantworten.
Das neue Rucksacksystem 110 Liter löst ältere Modelle wie das System Berghaus Atlas IV ab und verbessert wesentlich Tragekomfort, Modularität, Wasserschutz und Langzeitdurchhaltefähigkeit. Bis Ende 2025 werden sämtliche aktiven Soldaten mit dem neuen System ausgerüstet sein, was einen erheblichen qualitativen Sprung in der persönlichen Ausrüstung darstellt.
Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion

Typ: Sprechsatz mit Gehörschutzfunktion
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Rheinmetall Electronics GmbH
Bestand: knapp 60.000 (44.000 Soldaten- und 16.000 Führungs-SMG)
Bestellt: 110.000 (77.000 Soldaten- und 33.000 Führungs-SMG)
Bedarf: 191.000
Kosten: 288 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: läuft
Beschreibung:
Das BAAINBw hat mit der Rheinmetall AG einen Rahmenvertrag über die Herstellung und Lieferung von bis zu 191.000 Sprechsätzen mit Gehörschutzfunktion (SMG) im Wert von bis zu 400 Millionen Euro vereinbart. Bisher sind folgende Bestellungen getätigt wurden:
- Tranche: 30.000 SMG für 81 Mio. Euro (21.03.2024)
- Tranche: 30.000 SMG für knapp 67 Mio. Euro (03.07.2024)
- Tranche: 50.000 SMG für ca. 140 Mio. Euro (3. Dezember 205)
Das Ziel des Vorhabens „Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion“, kurz SMG, ist es den Soldaten einen maximalen Gehörschutz zu bieten und gleichzeitig die Kommunikation untereinander in Gefechtssituationen zu gewährleisten. Die Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion sollen mit den aktuell in Nutzung befindlichen Fernmeldesystemen und dem Gefechtshelm Streitkräfte kompatibel sein.
Bildverstärkerbrille, querschnittlich

Typ: Nachtsichtbrille
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: Hensoldt Optronics GmbH & Theon Sensors SA
Bestand: ca. 50.000
Bestellt: 66.041
Bedarf: ca. 166.000
Kosten: ca. 1,393 Mrd. Euro (für 141.041 Nachtsichtbrillen | Kosten der ersten beiden Bestellungen nicht genau bekannt)
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: seit 2021
Beschreibung:
Die Beschaffung von „Bildverstärkerbrille[n], querschnittlich“ erfolgt in Kooperation mit Belgien über die internationale Rüstungsagentur OCCAR. Diese hat hierfür einen Rahmenvertrag mit einem Konsortium aus den Unternehmen Hensoldt und Theon Sensors geschlossen. Ziel des Vorhabens ist die querschnittliche Nachtsehbefähigung der Bundeswehr. Bisher wurden folgende Bestellungen genehmigt:
- 5.000 Nachtsichtbrillen sowie 1.789 Ergänzungssätze eines Kopftragesystems für die vor wenigen Jahren eingeführte Kraftfahrerbrille (21. April 2021)
- 20.000 weitere Nachtsichtbrillen, finanziert über das Sondervermögen Bundeswehr (5. Juli 2022)
- 16.041 zusätzliche Nachtsichtbrillen und 8.423 Ergänzungssätze für das Kopftragesystem samt zugehörigem In-Service-Support im Wert von 162 Millionen Euro (13. März 2024)
- 25.000 weitere Nachtsichtbrillen für rund 231 Millionen Euro (18. Dezember 2024)
- 100.000 zusätzliche Nachtsichtbrillen samt Ersatzteilbedarf für rund eine Milliarde Euro (12. November 2025)
Deutschland hat in den vergangenen vier Jahren insgesamt rund 166.000 Nachtsichtbrillen bestellt, wovon bereits nahezu 50.000 Exemplare ausgeliefert wurden. Bei dem beschafften System handelt es sich um die Theon Mikron, eine binokulare Nachtsichtbrille mit zwei 16-mm-Restlichtverstärkerröhren von Photonis Defense und integriertem Infrarotstrahler. Das Gerät lässt sich sowohl am Helm als auch mit einem Kopftragesystem verwenden, wobei die beiden Monokulare einzeln weggeklappt werden können. Die Mikron wird standardmäßig mit einer einzelnen AA-Batterie betrieben, bei Bedarf kann jedoch für längere Einsätze ein externes Batteriepack angeschlossen werden.
Clip-On Wärmebildgeräten
Typ: Clip-On Wärmebildgeräte
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: Theon & Andres Industries AG
Bestand: 0
Bestellt: 0
Bedarf: 4.375 Sätze
Kosten: 49 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat der Beschaffung von 4.375 Clip-On-Wärmebildgeräten des Typs IRIS sowie dem zugehörigen Anfangs-Betreuungspaket zugestimmt. Die Geräte sind zur Nutzung mit der bereits eingeführten Nachtsichtbrille „Theon Mikron“ vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 49 Millionen Euro und werden aus dem Sondervermögen Bundeswehr gedeckt. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen einer deutsch-belgischen Kooperation über die europäische Rüstungsagentur OCCAR. Die Lieferung soll durch eine Zusammenarbeit des griechischen Herstellers Theon und der Berliner Firma Andres Industries AG erfolgen.
Wärmebildbeobachtungsgerät, abgesessen, weite Reichweite

Typ: Wärmebildbeobachtungsgerät, abgesessen, weite Reichweite
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Safran Electronics & Defense Germany
Bestand: N/A
Bestellt: min. 561
Bedarf: 2.500
Kosten: min. 48,21 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: 2025 – 2027
Ziel/Zweck: Beschaffung von Wärmebildbeobachtungsgeräten mit großer Reichweite für Kräfte, die abgesessen von Kampffahrzeugen operieren. Mit diesen Geräten kann die Truppe bspw. Distanzen bestimmen sowie die Lage von Zielen ermitteln.
Projektverlauf:
- 18. Dezember 2024: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von Wärmebildbeobachtungsgeräten, abgesessen, weite Reichweite zu.
- 20. Januar 2025: Das BAAINBw schließt eine Rahmenvereinbarung mit Safran Electronics & Defense Germany über die Herstellung und Lieferung von 2.500 Wärmebildbeobachtungsgeräten, abgesessen, weite Reichweite. Festbeauftragt werden zunächst 561 Sätze für rund 48,21 Millionen Euro. Für die fest beauftragten Geräte ist eine Nutzungsdauer von etwa 13 Jahren vorgesehen; die Instandhaltungs- und Betriebskosten dafür veranschlagt das Ministerium auf rund 10,3 Millionen Euro.
- 25. Februar 2026: Der Haushaltsausschuss stimmt dem Abruf weiterer Wärmebildbeobachtungsgeräten aus dem bestehenden Rahmenvertrag zu. Angaben zur Stückzahlen sowie Kosten- und Zeitplan wurden nicht gemacht.
Wärmebildzielgerät, abgesessen, weite Reichweite
Typ: Wärmebildzielgerät für Präzisionsgewehre G27/G28 und Maschinengewehr MG5
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: QIOPTIQ
Bestand: 0
Bestellt: 810
Bedarf: 2.500
Kosten: 58,68 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 10)
Auslieferung: 2025 – 2027
Beschreibung:
Das BAAINBw hat mit QIOPTIQ einen siebenjährigen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 2 500 Wärmebildzielgeräten, abgesessen, weite Reichweite abgeschlossen. Von diesen wurden 810 Geräte verbindlich bestellt; der Auftragswert beträgt rund 58,68 Mio. Euro. Weitere 1 690 Geräte können bis 2031 nach Bedarf abgerufen werden.
Die Beschaffung wird aus dem Sondervermögen Bundeswehr (Wirtschaftsplan 2024, Kapitel 1491 Titel 554 10) finanziert. Für Wartung und Instandhaltung der zunächst beschafften 810 Geräte veranschlagt das BMVg bis 2038 rund 14,1 Millionen Euro, die im Einzelplan 14 (Kapitel 1406 Titel 553 05) eingeplant sind. Die geplante Nutzungsdauer der Zielgeräte beträgt etwa 14 Jahre.
Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite

Typ: Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite (WBZG mRw)
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Theon International
Bestand: 0
Bestellt: 6.000
Bedarf: 25.000
Kosten: über 100 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 5. November 2025 die Beschaffung von Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite (WBZG mRw), genehmigt hat, hat das BAAINBw am 26. November 2025 einen Rahmenvertrag mit dem griechischen Unternehmen Theon International geschlossen.
Der Vertrag umfasst die Lieferung von bis zu 25.000 Wärmebildzielgeräten. Im ersten Schritt wurden etwa 6.000 Einheiten verbindlich bestellt; optional können 19.000 weitere Geräte bestellt werden.
Mit einem Gesamtvolumen von über 100 Millionen Euro handelt es sich laut Theon International sowohl um den bislang größten Beschaffungsprozess für diesen Gerätetyp innerhalb der Europäischen Union als auch um den größten Einzelauftrag in der Firmenhistorie für dieses spezielle Produktsegment. Bei den georderten Geräten handelt es sich voraussichtlich um das Modell „Thermis MK2 MR“.
Pistole querschnittlich

Typ: Pistole
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: POL-TEC GmbH & Co. KG & Helmut Hoffmann GmbH
Bestand: 0
Bestellt: 65.000 Pistolen & 62.000 Holstertragesysteme
Bedarf: 203.000 Pistolen & 186.000 Holstertragesysteme
Kosten: ca. 34,5 Mio. Euro (Festbeauftragung) / ca. 103 Mio. Euro (Gesamtvolumen)
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Im Rahmen des Vorhabens „Pistole querschnittlich“ (P13) sollen die bisherigen Dienstpistolen P8 ersetzt werden.
- 6. November 2024: Das BAAINBw hat einen Teilnahmewettbewerb für die „Pistole querschnittlich“ auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED eröffnet.
- 5. November 2025: Der Haushaltsausschuss genehmigt zwei Rahmenvereinbarungen für die Beschaffung der „Pistole querschnittlich“ sowie eines neuen Holstertragesystems.
- 19. Dezember 2025: Das BAAINBw hat eine Rahmenvereinbarung mit der POL-TEC GmbH & Co. KG, einem deutschen Vertriebspartner des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka (CZ), geschlossen. Die Rahmenvereinbarung sieht die Lieferung von bis zu 203.000 Pistolen des Typs P13 vor. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 56 Millionen Euro. Fest beauftragt wurden zunächst nur 65.000 Pistolen samt Zubehör für rund 19 Millionen Euro.
Zur Beschaffung der Holstertragesysteme soll eine Rahmenvereinbarung über bis zu 186.000 Tragesysteme mit der Helmut Hoffmann GmbH geschlossen werden. Das Gesamtvolumen soll knapp 47 Millionen Euro betragen. Fest beauftragt werden sollen zunächst jedoch nur 62.000 Tragesysteme für 15,5 Millionen Euro. Ob der Vertragsschluss bereits erfolgt ist, ist nicht öffentlich bekannt.
System Sturmgewehr Bundeswehr



Typ: Sturmgewehr
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer:
- Heckler & Koch (Anteil Waffe)
- Rheinmetall Soldier Electronics GmbH (Anteil Laser-Licht-Module)
- Leonardo Germany GmbH (Anteil Optik)
Bestand: min. 690 (inkl. 390 Nachweismuster)
Bestellt:
- ca. 85.000 Sturmgewehre
- ca. 130.000 Laser-Licht-Module
- ca. 50.000 Hauptkampf- und Reflexvisiere
Bedarf: min. 250.000 mglw. bis zu 500.000 komplette Systeme
Kosten: ca. 670 Mio. Euro (Festbeauftragung) / ca. 2 Mrd. Euro (Gesamtauftragswert)
Finanzierung: Sondervermögen „Bundeswehr“ & Einzelplan 14
Auslieferung: 2024 – 2031
Ziel/Zweck: Im Rahmen des Vorhabens „System Sturmgewehr Bundeswehr“ soll das bisherige Standardsturmgewehr G36 durch das HK416 A8 (Bundeswehr-Bezeichnung G95A1 & G95KA1) ersetzt werden. Das „System Sturmgewehr Bundeswehr“ setzt sich aus drei Teilprojekten zusammen: Anteil Waffe, Optik sowie Laser-Licht-Modul.
Projektverlauf:
- 23. Juni 2021: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung der Hauptkampfvisiere und Laser-Licht-Module zum „System Sturmgewehr Bundeswehr“ zu.
- 21. Juli 2021: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit der Rheinmetall Soldier Electronics GmbH über bis zu 130.000 Laser-Licht-Module im Wert von 178 Millionen Euro geschlossen. In einem ersten Schritt sollen zunächst 2.460 Laser-Licht-Module – davon 360 für die integrierte Nachweisführung – im Wert von 3 Millionen Euro geliefert werden.
- 13. Oktober 2021: Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit der Leonardo Germany GmbH über bis zu 107.929 ELCAN Specter® DR 1-4x Hauptkampfvisiere geschlossen. Laut Hartpunkt hat der Rahmenvertrag ein Volumen von 128 Millionen Euro. In einem ersten Schritt wurde zunächst die Lieferung von 390 Optiken für die integrierte Nachweisführung sowie eine Mindestbestellmenge von 14.435 Optiken inklusive Zubehör für ca. 18 Millionen Euro vereinbart.
- 14. Dezember 2022: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung des „System Sturmgewehr Bundeswehr“ zu. Die Bundeswehr kann nun bis zu 118.718 neue Sturmgewehre für rund 209 Millionen Euro bestellen.
- 23. Januar 2023: Das BAAINBw schließt einen Rahmenvertrag mit Heckler & Koch über bis zu 118.718 Sturmgewehre in zwei Varianten. In einem ersten Schritt sollen 390 Nachweismuster an die Bundeswehr geliefert werden. Die Mindestbestellmenge liegt bei 13.929 Sturmgewehren in der Langrohr-Version und 3.104 in der Kurzrohr-Version.
- 16. Mai 2025: Das BAAINBw beauftragt Heckler & Koch mit der ersten Lieferung des neuen Standardsturmgewehrs der Bundeswehr. Laut Hartpunkt umfasst die erste Lieferung 4.500 Sturmgewehre in der Kurzrohr-Version (G95KA1).
- 3. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt dem 2. Änderungsvertrag über die Herstellung und Lieferung des „Systems Sturmgewehr Bundeswehr“ mit Abrufleistungen und Festbeauftragung sowie dem 1. Änderungsvertrag zur Beschaffung der Laser-Licht-Module zum „System Sturmgewehr Bundeswehr“ inkl. Zubehör/Anbauteile mit Abrufleistung zu.
- 4. Dezember 2025: Heckler & Koch hat die ersten 300 Sturmgewehre G95KA1 an die Bundeswehr übergeben. Als erster Verband wird das Panzergrenadierbataillon 122 mit dem neuen Standardsturmgewehr der Bundeswehr ausgestattet.
- 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt dem 1. Änderungsvertrag zur Beschaffung der Hauptkampf- und Reflexvisiere zum „System Sturmgewehr Bundeswehr“ zu.
- 22. Dezember 2025: Das BAAINBw hat den 1. Änderungsvertrag zur Beschaffung der Laser-Licht-Module mit der Rheinmetall Soldier Electronics GmbH unterzeichnet. Laut Hartpunkt wurde in diesem Rahmen die maximale Abrufmenge von 130.000 Laser-Licht-Modulen auf 250.000 Geräte erhöht. Der Auftragswert hat sich von 178 Millionen Euro auf ca. 490 Millionen Euro erhöht. Des Weiteren wurden 130.000 Laser-Licht-Module für 255 Millionen Euro festbeauftragt.
- Dezember 2025:
- Das BAAINBw hat den 2. Änderungsvertrag über die Herstellung und Lieferung des „Systems Sturmgewehr Bundeswehr“ mit Heckler & Koch unterzeichnet. Dieser sieht technische Anpassungen, eine Stückzahlerhöhung und die Festbeauftragung zusätzlicher Sturmgewehre vor. Konkret wurde die Stückzahl von 118.718 Sturmgewehren auf bis zu 250.000 erhöht. Der Auftragswert erhöht sich dadurch auf ca. 800 Millionen Euro. Zeitgleich wurden knapp 80.000 Sturmgewehre für rund 250 Millionen Euro festbeauftragt.
- Das BAAINBw hat den 1. Änderungsvertrag zur Beschaffung der Hauptkampf- und Reflexvisiere mit der Leonardo Germany GmbH geschlossen. Dieser sieht eine Anpassung der Optik auf den aktuellen Konstruktionsstand (Kombigerät) und eine Stückzahlerhöhung vor. Der aktuelle Konstruktionsstand besteht aus einer Kombination von ELCAN Specter DR 1-4x (Hauptkampfvisier) mit dem ACRO P2 (Reflexvisier) des schwedischen Herstellers Aimpoint. Darüber hinaus wurde die Stückzahl von 107.929 Optiken auf bis zu 250.000 Geräte erhöht. Das Gesamtvolumen steigt von 128 Millionen Euro auf 721 Millionen Euro. Zeitgleich wurden 50.000 Optiken für ca. 144 Millionen Euro festbeauftragt.
Wirkmittel 90/Panzerfaust 3

Typ: Raketenwerfer
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Dynamit Nobel Defence (DND)
Bestand: N/A
Bestellt: 6.351 ASG/P 90 mm (DM11), 2.450 ASG/P 90 mm (DM16) und 2.000 Stück ASG/P 90 mm (DM32)
Bedarf: 6.500 Stück ASG/P Pzf3, DM72
Kosten: 103 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 08)
Auslieferung: 2025 – 2026
Beschreibung:
Am 29. Januar 2025 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages der Beschaffung von Abschussgeräten/Patronen Wirkmittel 90 im Wert von 103 Millionen Euro zugestimmt. Am 12. Februar 2025 hat das BAAINBw einen entsprechenden Rahmenvertrag mit dem Hersteller Dynamit Nobel Defence (DND) unterzeichnet. Dieser Rahmenvertrag sieht die Lieferung von 6.351 ASG/P 90 mm (DM11), 2.450 ASG/P 90 mm (DM16) und 2.000 Stück ASG/P 90 mm (DM32) im Zeitraum von 2025 bis 2026 vor. Die dafür erforderlichen 103 Millionen Euro werden über das Sondervermögen Bundeswehr finanziert. Darüber hinaus enthält der Vertrag eine Option auf 6.500 Stück ASG/P Pzf3, DM72. Die dafür erforderlichen 55,49 Millionen Euro müssten jedoch zunächst vom Haushaltsausschuss freigegeben werden.
Leichtes Wirkmittel 1800+
Typ: Lenkflugkörpersystem
Projektstatus: Auslieferung
Auftragnehmer: MBDA
Bestand: N/A
Bestellt: 850
Bedarf: 3.087+
Kosten: 76 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14
Auslieferung: 2023 – 2026
Beschreibung:
Im Jahr 2019 wurde die Entwicklung und Beschaffung des „Leichten Wirkmittels 1800+“ für die Bundeswehr beschlossen. Der mit MBDA geschlossene Rahmenvertrag beinhaltet bis zu 3.087 Lenkflugkörper. Davon wurden bisher 850 Stück feste beauftragt, für 76 Mio. Euro. Mit dem „Leichten Wirkmittel 1800+“ können bewegliche und stationäre Ziele, wie Infrastruktur, ungepanzerte und leicht gepanzerte Ziele, auf Entfernungen von 500 bis 1800 Metern bekämpft werden. Die Auslieferung des Festbeauftragungsanteils soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Die optionalen 2.237 Lenkflugkörper bis 2026, eine zeitnahe Bestellung vorausgesetzt.
7,62 mm x 51 Weichkern

Typ: 7,62 mm x 51 MG-Munition
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: /
Bestand: N/A
Bestellt: N/A
Bedarf: N/A
Kosten: 300 Mio. Euro
Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Der Haushaltsausschuss hat eine Rahmenvereinbarung zur Produktion und Lieferung von 120-Schuss-Munitionsgurten im Kaliber 7,62 x 51 mm für die Maschinengewehre MG3 und MG5 genehmigt. Das Vorhaben hat ein Volumen von etwa 300 Millionen Euro und soll die Planungs- und Versorgungssicherheit der Bundeswehr bei Munition verbessern. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen der Bundeswehr und dem regulären Verteidigungshaushalt.
7,62 mm x 51 Manövermunition

Typ: 7,62 mm x 51 Manövermunition
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Metallwerk Elisenhütte (MEN)
Bestand: N/A
Bestellt: 16.000.000
Bedarf: 135.000.000
Kosten: 15,56 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 131,35 Mio. Euro (Gesamtauftragsvolumen)
Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08)
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Das BAAINBw hat mit Metallwerk Elisenhütte (MEN) eine siebenjährige Rahmenvereinbarung über bis zu 135 Millionen Manöverpatronen im Kaliber 7,62 × 51 mm (Messing) geschlossen. Ein fester Abnahmeanteil ist nicht vorgesehen; jedoch wurde 2023 bereits eine Erstbestellung von rund 16 Millionen Schuss im Wert von etwa 15,56 Millionen Euro ausgelöst. MEN garantiert von 2023 bis 2028 eine Mindestliefermenge von 40 Millionen Patronen pro Jahr, eine Abnahmepflicht besteht für die Bundeswehr nicht.
Der prognostizierte Bedarf liegt 2023 bei insgesamt 32 Millionen Stück und in den Jahren 2024 bis 2029 jeweils zwischen 5,4 und 20 Millionen. Der Gesamtvertragswert beläuft sich auf rund 131,35 Millionen Euro. Die Munition dient der Ausbildung an den Maschinengewehren MG3, MG5 und MG6. MEN kann bei hohen Stückzahlen das Unternehmen RWS als Unterauftragnehmer einbinden, muss dies aber anzeigen; der Auftraggeber kann Unterauftragnehmer aus wichtigem Grund ablehnen.
9 mm x 19 Weichkern
Typ: 9 mm x 19 Weichkern
Projektstatus: genehmigt
Auftragnehmer: Metallwerk Elisenhütte Nassau & RWS
Bestand: N/A
Bestellt: 197,5 Mio. Patronen
Bedarf: 328,125+ Mio. Patronen
Kosten: 104,77 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 08) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 08)
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Mehrpartnerrahmenvereinbarung mit Metallwerk Elisenhütte Nassau und RWS über bis zu 328,125 Mio. Patronen 9 mm x 19 WK. Folgende Bestellungen wurden bislang getätigt:
- 197,5 Mio. Patronen 9 mm x 19 WK für 104,77 Mio. Euro. (12. Juni 2024)
Handgranate DM51/DM82

Typ: Handgranate
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Diehl Defence
Bestand: N/A
Bestellt: 557.400
Bedarf: 2,45 Mio.
Kosten: 45,43 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 08)
Auslieferung: 2025 – 2027
Beschreibung:
Das BAAINBw hat mit Diehl Defence eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von bis zu 2,45 Millionen Spreng-/Splitterhandgranaten der DM51-Serie einschließlich Zünder DM82 abgeschlossen. Der Festauftrag umfasst 557.400 Granaten, die 2025–2027 für rund 45,4 Millionen Euro geliefert werden. Bis 2031 kann die Bundeswehr zusätzlich etwa 1,9 Millionen weitere Granaten abrufen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr.
Nebelhandgranate DM45

Typ: Nebelhandgranate
Projektstatus: bestellt
Auftragnehmer: Rheinmetall Waffe Munition GmbH
Bestand: N/A
Bestellt: 962.860
Bedarf: 1,5 Mio.
Kosten: 66,93 Mio. Euro
Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 08)
Auslieferung: N/A
Beschreibung:
Das BAAINBw hat mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 1,5 Millionen Nebelhandgranaten des Typs DM 45 abgeschlossen. DerHaushaltsausschuss des Bundestages hatte das Vorhaben zuvor per 25-Millionen-Vorlage gebilligt. Finanziert aus dem Sondervermögen der Bundeswehr umfasst die Vereinbarung – bei einem zunächst vorgesehenen Abruf von 962.860 Nebelhandgranaten – rund 66,93 Millionen Euro und erlaubt bedarfsgerechte Bestellungen bis 2027. Die seit Mitte der 1990er-Jahre eingeführte DM 45 erzeugt beim Abbrennen dichten Rauch, der gegnerische Sichtlinien stört und eigene Truppenbewegungen tarnt; eine Explosion erfolgt dabei nicht.
