Beschaffungsvorhaben – Bekleidung und persönliche Ausrüstung

Beschaffungsvorhaben - Bekleidung und persönliche Ausrüstung
Foto: Bundeswehr / Maximilian Schulz

Diese Liste umfasst die wichtigsten Beschaffungsvorhaben im Bereich Bekleidung und persönliche Ausrüstung. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Projektstatus, Auftragnehmer, Bestand, Bestellt, Bedarf, Kosten, Finanzierung und Auslieferungszeitraum der einzelnen Beschaffungsvorhaben.

Letzte Aktualisierung: 27. November 2025

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Infanterist der Zukunft – Erweitertes System

IdZ-ES: Bundeswehr erhält weitere 24 Zugsysteme
IdZ-ES | Foto: Rheinmetall AG / Marcus Jacobs

Typ: Soldatensystem

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Rheinmetall Electronics GmbH

Bestand: 92+ (Zugsysteme) 

Bestellt: 24 + 68 (Zugsysteme) 

Bedarf: 368 (Zugsysteme) 

Kosten: 417,7 Mio. EUro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 95) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 05)

Auslieferung: seit 2012

Beschreibung:

Am 29. Januar 2025 hat der Haushaltsausschuss der Beschaffung von 24 weiteren Soldatensystemen „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) und der Modernisierung von 68 Bestandssystemen (insbesondere Teilsysteme C4I1 und BST2)  zugestimmt. Die dafür erforderlichen 417,7 Millionen Euro kommen aus dem Einzelplan 14 und dem Sondervermögen Bundeswehr. Am 6. Februar 2025 hat dann das BAAINBw einen Rahmenvertrag über 368 IdZ-ES-Zugsysteme im Wert von 3,1 Milliarden Euro abgeschlossen.

Am 14. Dezember 2022 hat der Haushaltsausschuss der Beschaffung von 476 Führungsmittelausstattungen für 14 Zugsysteme Infanterist der Zukunft – Erweitertes System im Konstruktionsstand Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) mit einem Auftragsvolumen in Höhe von rund 51,09 Millionen Euro zugestimmt. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr.

Feld Ausstattung Soldat Erweiterte Reserve

Persönliche Ausrüstung - neues Tarnmuster und 40 % Umlaufreserve
Foto: Bundeswehr/Martin Stollberg

Typ: Kampfbekleidung & Schutzausstattung

Projektstatus: geplant

Auftragnehmer: /

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: 644.000 Sätze

Kosten: N/A

Finanzierung: N/A

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Das Ministerium plant unter dem Projekt „Feld Ausstattung Soldat Erweiterte Reserve“ (FASER) die Bevorratung von Kampfbekleidung und individueller Schutzausstattung für 460.000 Soldatinnen und Soldaten zuzüglich 40 Prozent Umlaufreserve, so berichtet es Hartpunkt. Folglich dürfte die Beschaffung von rund 644.000 Sätzen Kampfbekleidung und Schutzausstattung bevorstehen. Dazu zählen u. a. Schutzhelme, Schutzwesten und ggf. Sprechsätze mit Gehörschutz. Die jüngst beschlossene Entkopplung von Personal-, Material- und Infrastrukturplanungen soll die Beschaffung beschleunigen. Laut Ministerium wird kurzfristig der Bestand an Kampfbekleidung spürbar erhöht und die langfristige Versorgung vertraglich abgesichert – einschließlich der mittelfristigen Umstellung auf Multitarn. Konkrete Zeit- und Kostenangaben hierfür stehen noch aus.

Kampfbekleidungssatz Streitkräfte

Kampfbekleidungssatz Streitkräfte | Foto: Bundeswehr / Dirk Bannert

Typ: Kampfbekleidung 

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Bw Bekleidungsmanagement GmbH

Bestand: N/A

Bestellt: 313.000

Bedarf: 313.000

Kosten: N/A

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: 2022 – 2025

Beschreibung:

Die Bundeswehr führt mit dem Beschaffungsvorhaben „Kampfbekleidungssatz Streitkräfte“ (KBS SK) eine umfassende Modernisierung der persönlichen Ausrüstung ihrer Soldaten durch. Diese großangelegte Initiative zielt darauf ab, bis Ende 2025 rund 313.000 komplette Kampfbekleidungssätze an alle aktiven Soldaten sowie einen Großteil der Reserve auszugeben.

Ursprünglich war die Vollausstattung bis 2031 geplant, doch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde das Vorhaben erheblich beschleunigt. Möglich wurde dies durch das Sondervermögen Bundeswehr, das 2,3 Milliarden Euro speziell für persönliche Ausrüstung bereitstellte. Bereits jetzt wurden bedeutende Mengen an die Truppe ausgeliefert, während parallel noch ältere Nässeschutzartikel des Feldbekleidungssystems 90 bis zur vollständigen Umstellung verwendet werden.

Jeder Kampfbekleidungssatz umfasst 25 verschiedene Artikel, darunter Kampfjacken, Kampfhosen, Handschuhe, Isolations- und Nässeschutzbekleidung sowie Funktionsunterwäsche. Die Ausrüstung folgt dem bewährten Zwiebelschalenprinzip mit mehrlagigem Schutz und ist für alle Einsatzszenarien in sämtlichen Klimazonen konzipiert. Besondere Merkmale sind der Flammschutz, der Schutz vor Parasiten sowie zahlreiche Verstellmöglichkeiten. Die Bekleidung wird sowohl im Drei- als auch im Fünf-Farbtarndruck angeboten.

Die Beschaffung wird durch Verträge zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der Bw Bekleidungsmanagement GmbH koordiniert. An der Produktion und Lieferung beteiligen sich verschiedene deutsche Textilunternehmen, wobei beispielsweise die Unternehmen Hexonia und Gustav Wahler für die Herstellung von Kampfjacken und -hosen verantwortlich sind.

Einsatzkampfbekleidung Spezialkräfte 2.0

Typ: Kampfbekleidungssystem 

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: N/A

Bestand: N/A

Bestellt: N/A

Bedarf: N/A

Kosten: 130 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: ab 2027

Beschreibung:

Die Spezialkräfte der Bundeswehr sollen 2027 ein neues Kampfbekleidungssystem, „Einsatzkampfbekleidung Spezialkräfte 2.0“, erhalten, um die Defizite des aktuell in Nutzung befindlichen Systems wie mangelnde Kompatibilität der Bekleidungsartikel und Ausrüstung zu beheben. Das neue System soll mit moderner Technologie Tragekomfort, Funktionalität und Schutz vor Hitze, Flammen, Witterung sowie Insekten verbessern, so berichtet es Hartpunkt.

Das modular aufgebaute System besteht aus vier Modulen: Basismodul, Kälteschutzmodul, Zubehörmodul und Sondermodul. Letzteres umfasst spezialisierte Elemente für Einsätze wie Freifall oder Dschungeloperationen. Die Bekleidung wird in drei Tarnmustern – Multitarndruck, Fünf-Farb-Tarndruck und Schneetarndruck – bereitgestellt, um globale Einsätze in allen Klimazonen zu ermöglichen.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dafür am 18. Dezember 2024 ein Budget von 130 Millionen Euro freigegeben. Zu den Spezialkräften der Bundeswehr gehören das Kommando Spezialkräfte, das Kommando Spezialkräfte der Marine und die 4. Fliegende Staffel des Hubschraubergeschwaders 64.

Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung

MOBAST | Foto: Mehler Protection

Typ: Schutzwestensystem

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Bw Bekleidungsmanagement GmbH

Bestand: 200.000

Bestellt: 351.000

Bedarf: 351.000 

Kosten: N/A

Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: 2021 – 2025 

Beschreibung:

Die Bundeswehr setzt mit der „Modularen ballistischen Schutz- und Trageausstattung“ (MOBAST) eine umfassende Modernisierung ihrer persönlichen Schutzausrüstung um. Ziel dieses ambitionierten Projekts ist es, bis spätestens Ende 2025 alle aktiven Soldaten sowie Teile der Reserve mit hochmodernen, anpassbaren Schutzwestensystemen auszustatten.

Das MOBAST-System zeichnet sich durch seine innovative Konstruktion aus harten und weichen ballistischen Schutzkomponenten aus. Den Grundschutz bildet ein stabiler Westenkern mit Hartballistikplatten der Schutzklasse 4, die auch gegen schwere Gewehrmunition des Kalibers 7,62×51 mm schützen. Ergänzt wird dieser durch weichballistische Bereiche, die Splitterschutz und Schutz gegen Kurzwaffen bieten. Besonders hervorzuheben ist die modulare Bauweise: Je nach Einsatzszenario können zusätzliche Schutzkomponenten für Hals, Schultern, Unterleib, Oberarme und Oberschenkel angebracht werden. Sogar ballistische Unterwäsche zum Schutz vor Feinstsplittern gehört zur Ausstattung. Die Flexibilität des Systems zeigt sich auch in den adaptiven Magazin- und Gerätesätzen, die je nach Auftrag angepasst werden können.

Verschiedene Nutzergruppen erhalten speziell auf ihre Anforderungen zugeschnittene Varianten – so bekommen Spezialkräfte und Boarding-Einheiten eigene Systemvarianten, die optimal auf ihre besonderen Einsatzprofile abgestimmt sind.

Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Insgesamt sollen rund 351.000 MOBAST-Sätze beschafft werden, ergänzt durch neue Gefechtshelme, Kampfbekleidungssätze und Rucksacksysteme. Das Budget beläuft sich auf etwa 2,4 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Diese finanzielle Ausstattung ermöglichte eine erhebliche Beschleunigung des ursprünglich bis 2031 geplanten Beschaffungsvorhabens.

Als Hauptauftragnehmer fungiert die Firma Mehler Protection aus Fulda, die die Produktion in mehreren Tranchen abwickelt. Obwohl es zwischenzeitlich zu Lieferverzögerungen kam, zeigt sich der Fortschritt deutlich: Bis Ende 2024 wurden bereits 200.000 Schutzwestensysteme an die Bundeswehr übergeben.

MOBAST löst veraltete Schutzwesten und das bisherige Koppeltragegestell 95 ab und stellt damit einen Quantensprung in der persönlichen Schutzausrüstung dar. Die modulare Konzeption erhöht nicht nur die Anpassungs- und Verteidigungsfähigkeit erheblich, sondern verbessert auch die Überlebens- und Einsatzsicherheit der Truppe in allen Bedrohungslagen.

Gefechtshelm Streitkräfte

Gefechtshelm Streitkräfte | Foto: Rheinmetall AG

Typ: Gefechtshelm

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Rheinmetall Soldier Electronics GmbH

Bestand: 15.000+

Bestellt: 328.008

Bedarf: 328.008

Kosten: N/A

Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: 2020 – 2025

Beschreibung:

Das Beschaffungsvorhaben „Gefechtshelm Streitkräfte“ der Bundeswehr steht für eine umfassende und beschleunigte Modernisierung des Kopfschutzes aller Soldatinnen und Soldaten sowie der Reserve. Als zentraler Helmtyp kommt der „Gefechtshelm Spezialkräfte schwer“ zum Einsatz, mittlerweile meist als „Gefechtshelm Streitkräfte“ bezeichnet. Grundlage ist das Modell Batlskin Viper, gefertigt durch Galvion und in Deutschland von Rheinmetall vertrieben.

Seit dem Jahr 2020 wurden insgesamt 328.000 Stück dieses Gefechtshelms beauftragt, wobei die Auslieferung und Ausstattung schwerpunktmäßig zwischen 2022 und 2025 erfolgt. Bis Ende 2025 sollen sämtliche aktiven Einheiten und ein großer Teil der Reserve vollständig versorgt sein.

Technisch handelt es sich um einen modern konstruierten, ballistischen Schutzhelm mit deutlich verbessertem Schutz gegen Splitter, Schläge und Handfeuerwaffen. Die Konstruktion ermöglicht die problemlose Anbringung von Nachtsichtgeräten, pegelabhängigem Gehörschutz und weiteren Zubehörteilen. Die Helme sind in vier Größen für unterschiedlichste Kopfumfänge sowie in verschiedenen Schnittvarianten erhältlich; der High Cut ist insbesondere für Spezialkräfte vorgesehen. Grundlage bildet ein Verbund aus fortschrittlichen Materialien wie Aramid oder UHMWPE, je nach Hersteller und Fertigungslos.

Mit der flächendeckenden Einführung der neuen Gefechtshelme endet die Ära des bisherigen Modells 826. Der neue Helm bietet deutlich verbesserten Tragekomfort, Schnittfestigkeit und Systemkompatibilität sowie umfassende Optionen zur Integration von Zubehör.

Die Hauptauftragnehmerin ist Rheinmetall Soldier Electronics GmbH. Die Produktion erfolgt bei US- und kanadischen Herstellern (Galvion, ehemals Revision Military), ergänzt durch individuelle Anpassungen für die Bundeswehr. Parallel wird bereits an Nachfolgemodellen und Ersatz für die Zeit nach 2025 gearbeitet, um den langfristigen Ausrüstungsstandard sicherzustellen.

Rucksacksystem 110 Liter

Rucksacksystem 110 Liter | Foto: Bundeswehr / Dirk Bannert

Typ: Rucksack

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Snigel Design AB

Bestand: N/A

Bestellt: 310.000

Bedarf: 338.000

Kosten: N/A

Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: bis 2025

Beschreibung:

Die Bundeswehr setzt mit dem „Rucksacksystem 110 Liter“ die größte Modernisierung ihres Marschgepäcks seit Jahrzehnten um. Zwischen 2022 und 2025 werden insgesamt 310.000 neue modulare Rucksacksysteme beschafft, um alle aktiven Soldatinnen und Soldaten vollständig auszustatten.

Das innovative System basiert auf einem modularen Konzept, das maximale Flexibilität für unterschiedliche Einsatzszenarien bietet. Den Kern bildet ein großer Rucksack mit 110 Litern Volumen als Haupttragesystem, ergänzt durch einen abnehmbaren 30-Liter-Einsatzrucksack, der als eigenständiges Daypack genutzt werden kann. Zur weiteren Ausstattung gehören mehrere wasserdichte Packliner mit 8, 20 und 40 Litern Fassungsvermögen für eine organisierte Unterbringung von Kleidung und Ausrüstung sowie abnehmbare Seitentaschen, die ebenfalls als zusätzlicher Tagesrucksack verwendet werden können.

Das Rucksacksystem wurde gezielt für abgesessene Einsätze mit einer Durchhaltefähigkeit von bis zu 72 Stunden konzipiert. Damit richtet es sich an Truppenteile, die in Situationen operieren müssen, in denen eine zuverlässige Folgeversorgung nicht gewährleistet werden kann. Die Konstruktion als Top- und Frontloader ermöglicht schnellen Zugriff auf die Ausrüstung auch unter Einsatzbedingungen.

Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Kompatibilität mit modernen Tragesystemen gelegt. Das System verfügt über integrierte Helmhalter, Öffnungen für Trinksysteme, eine verstellbare Rückenlänge, einen beweglichen Beckengurt und herausnehmbare Verstrebungen. Alle Komponenten sind robust konstruiert und können individuell an die körperlichen Gegebenheiten der jeweiligen Soldatin oder des Soldaten angepasst werden.

Die Umsetzung erfolgte in zwei Phasen: Zunächst wurden 60.000 Systeme für VJTF-Einheiten und ausgewählte Truppenteile bestellt und erfolgreich getestet. Nach positiven Erfahrungen und entsprechenden Nachjustierungen folgte 2022 der Großauftrag über weitere 250.000 Rucksacksysteme. Als Hersteller fungieren Snigel Design AB aus Schweden und das deutsche Unternehmen Tasmanian Tiger, die gemeinsam die Produktion verantworten.

Das neue Rucksacksystem 110 Liter löst ältere Modelle wie das System Berghaus Atlas IV ab und verbessert wesentlich Tragekomfort, Modularität, Wasserschutz und Langzeitdurchhaltefähigkeit. Bis Ende 2025 werden sämtliche aktiven Soldaten mit dem neuen System ausgerüstet sein, was einen erheblichen qualitativen Sprung in der persönlichen Ausrüstung darstellt.

Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion

Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion | Foto: Bundeswehr/Maximilian Schulz

Typ: Sprechsatz mit Gehörschutzfunktion

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Rheinmetall AG

Bestand: N/A

Bestellt: 60.000

Bedarf: 191.000

Kosten: 148 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit der Rheinmetall AG einen Rahmenvertrag über die Herstellung und Lieferung von bis zu 191.000 Sprechsätzen mit Gehörschutzfunktion (SMG) im Wert von bis zu 400 Millionen Euro vereinbart. Bisher sind folgende Bestellungen getätigt wurden:

  1. Tranche: 30.000 SMG für 81 Mio. Euro (21.03.2024)
  2. Tranche: 30.000 SMG für knapp 67 Mio. Euro (03.07.2024)

Das Ziel des Vorhabens „Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion“, kurz SMG, ist es den Soldaten einen maximalen Gehörschutz zu bieten und gleichzeitig die Kommunikation untereinander in Gefechtssituationen zu gewährleisten. Die Sprechsätze mit Gehörschutzfunktion sollen mit den aktuell in Nutzung befindlichen Fernmeldesystemen und dem Gefechtshelm Streitkräfte kompatibel sein.

Bildverstärkerbrille, querschnittlich

Theon MIKRON | Foto: Bundeswehr/Markus Mader

Typ: Nachtsichtbrille

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Hensoldt Optronics GmbH & Theon Sensors SA

Bestand: ca. 50.000

Bestellt: 66.041

Bedarf: ca. 166.000 

Kosten: ca. 1,393 Mrd. Euro (für 141.041 Nachtsichtbrillen | Kosten der ersten beiden Bestellungen nicht genau bekannt) 

Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: seit 2021

Beschreibung:

Die Beschaffung von „Bildverstärkerbrille[n], querschnittlich“ erfolgt in Kooperation mit Belgien über die internationale Rüstungsagentur OCCAR. Diese hat hierfür einen Rahmenvertrag mit einem Konsortium aus den Unternehmen Hensoldt und Theon Sensors geschlossen. Ziel des Vorhabens ist die querschnittliche Nachtsehbefähigung der Bundeswehr. Bisher wurden folgende Bestellungen genehmigt:

  • 5.000 Nachtsichtbrillen sowie 1.789 Ergänzungssätze eines Kopftragesystems für die vor wenigen Jahren eingeführte Kraftfahrerbrille (21. April 2021)
  • 20.000 weitere Nachtsichtbrillen, finanziert über das Sondervermögen Bundeswehr (5. Juli 2022)
  • 16.041 zusätzliche Nachtsichtbrillen und 8.423 Ergänzungssätze für das Kopftragesystem samt zugehörigem In-Service-Support im Wert von 162 Millionen Euro (13. März 2024)
  • 25.000 weitere Nachtsichtbrillen für rund 231 Millionen Euro (18. Dezember 2024)
  • 100.000 zusätzliche Nachtsichtbrillen samt Ersatzteilbedarf für rund eine Milliarde Euro (12. November 2025)

Deutschland hat in den vergangenen vier Jahren insgesamt rund 166.000 Nachtsichtbrillen bestellt, wovon bereits nahezu 50.000 Exemplare ausgeliefert wurden. Bei dem beschafften System handelt es sich um die Theon Mikron, eine binokulare Nachtsichtbrille mit zwei 16-mm-Restlichtverstärkerröhren von Photonis Defense und integriertem Infrarotstrahler. Das Gerät lässt sich sowohl am Helm als auch mit einem Kopftragesystem verwenden, wobei die beiden Monokulare einzeln weggeklappt werden können. Die Mikron wird standardmäßig mit einer einzelnen AA-Batterie betrieben, bei Bedarf kann jedoch für längere Einsätze ein externes Batteriepack angeschlossen werden.

Clip-On Wärmebildgeräten

Typ: Clip-On Wärmebildgeräte

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: Theon & Andres Industries AG

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: 4.375 Sätze

Kosten: 49 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: N/A

Beschreibung: 

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat der Beschaffung von 4.375 Clip-On-Wärmebildgeräten des Typs IRIS sowie dem zugehörigen Anfangs-Betreuungspaket zugestimmt. Die Geräte sind zur Nutzung mit der bereits eingeführten Nachtsichtbrille „Theon Mikron“ vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 49 Millionen Euro und werden aus dem Sondervermögen Bundeswehr gedeckt. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen einer deutsch-belgischen Kooperation über die europäische Rüstungsagentur OCCAR. Die Lieferung soll durch eine Zusammenarbeit des griechischen Herstellers Theon und der Berliner Firma Andres Industries AG erfolgen.

Wärmebildbeobachtungsgerät, abgesessen, weite Reichweite

Typ: Wärmebildbeobachtungsgerät, abgesessen, weite Reichweite

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: Safran Electronics & Defense Germany

Bestand: 0

Bestellt: 561

Bedarf: 2.500

Kosten: 48,21 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 10)

Auslieferung: 2025 – 2027

Beschreibung:

Das Verteidigungsministerium beabsichtigt mit Safran Electronics & Defense Germany eine siebenjährige Rahmenvereinbarung zur Lieferung von bis zu 2 500 abgesessenen Wärmebild­beobachtungsgeräten für große Reichweiten zu schließen. Davon sollen zunächst 561 Geräte für rund 48,2 Millionen Euro festbeauftragt werden. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr (Wirtschaftsplan 2024, Kapitel 1491 Titel 554 10). Für die fest beauftragten Geräte ist eine Nutzungsdauer von etwa 13 Jahren vorgesehen; die Instandhaltungs- und Betriebskosten dafür veranschlagt das Ministerium auf rund 10,3 Millionen Euro.

Wärmebildzielgerät, abgesessen, weite Reichweite

Typ: Wärmebildzielgerät für Präzisionsgewehre G27/G28 und Maschinengewehr MG5

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: QIOPTIQ

Bestand: 0

Bestellt: 810

Bedarf: 2.500

Kosten: 58,68 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 10)

Auslieferung: 2025 – 2027

Beschreibung: 

Das BAAINBw hat mit QIOPTIQ einen siebenjährigen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 2 500 Wärmebildzielgeräten, abgesessen, weite Reichweite abgeschlossen. Von diesen wurden 810 Geräte verbindlich bestellt; der Auftragswert beträgt rund 58,68 Mio. Euro. Weitere 1 690 Geräte können bis 2031 nach Bedarf abgerufen werden.

Die Beschaffung wird aus dem Sondervermögen Bundeswehr (Wirtschaftsplan 2024, Kapitel 1491 Titel 554 10) finanziert. Für Wartung und Instandhaltung der zunächst beschafften 810 Geräte veranschlagt das BMVg bis 2038 rund 14,1 Millionen Euro, die im Einzelplan 14 (Kapitel 1406 Titel 553 05) eingeplant sind. Die geplante Nutzungsdauer der Zielgeräte beträgt etwa 14 Jahre.

Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite

Foto: Theon

Typ: Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite (WBZG mRw)

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Theon International

Bestand: 0

Bestellt: 6.000

Bedarf: 25.000

Kosten: über 100 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: N/A

Beschreibung: 

Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 5. November 2025 die Beschaffung von Wärmebildzielgeräten, abgesessen, mittlere Reichweite (WBZG mRw), genehmigt hat, hat das BAAINBw am 26. November 2025 einen Rahmenvertrag mit dem griechischen Unternehmen Theon International geschlossen.

Der Vertrag umfasst die Lieferung von bis zu 25.000 Wärmebildzielgeräten. Im ersten Schritt wurden etwa 6.000 Einheiten verbindlich bestellt; optional können 19.000 weitere Geräte bestellt werden.

Mit einem Gesamtvolumen von über 100 Millionen Euro handelt es sich laut Theon International sowohl um den bislang größten Beschaffungsprozess für diesen Gerätetyp innerhalb der Europäischen Union als auch um den größten Einzelauftrag in der Firmenhistorie für dieses spezielle Produktsegment. Bei den georderten Geräten handelt es sich voraussichtlich um das Modell „Thermis MK2 MR“.

Pistole querschnittlich

Nachfolger für die Pistole P8 gesucht
Foto: Bundeswehr/Anne Weinrich

Typ: Pistole

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: POL-TEC GmbH & Co. KG & Helmut Hoffmann GmbH

Bestand: 0

Bestellt: 65.000 Pistolen & 62.000 Holstertragesysteme

Bedarf: 203.000 Pistolen & 186.000 Holstertragesysteme

Kosten: ca. 34,5 Mio. Euro (Festbeauftragung) / ca. 103 Mio. Euro (Gesamtvolumen)

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Im Rahmen des Vorhabens „Pistole querschnittlich“ (P13) sollen die bisherigen Dienstpistolen P8 ersetzt werden. Am 5. November genehmigte der Haushaltsausschuss zwei Rahmenvereinbarungen für die Anschaffung der neuen Dienstpistole P13. Die POL-TEC GmbH & Co. KG übernimmt dabei die Produktion und Lieferung der Pistolen einschließlich Zubehör, während die Helmut Hoffmann GmbH für die Herstellung und Lieferung der zugehörigen Tragesysteme verantwortlich ist.

Die Rahmenvereinbarung mit der POL-TEC GmbH & Co. KG hat ein Gesamtvolumen von bis zu 56 Millionen Euro. Diese Vereinbarung ermöglicht den Kauf von bis zu 203.000 Pistolen des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka samt Zubehör, zu dem auch der Holsterkörper gehört. Zunächst werden jedoch nur 65.000 Pistolen mit Zubehör beschafft, wofür Haushaltsmittel von etwa 19 Millionen Euro freigegeben wurden. Beobachter vermuten, dass die ausgewählte Kurzwaffe zur CZ-P-10-Familie gehört.

Parallel dazu wurde eine Rahmenvereinbarung für Holstertragesysteme ohne Holsterkörper mit der Helmut Hoffmann GmbH im Gesamtvolumen von knapp 47 Millionen Euro genehmigt. Aus diesem Rahmenvertrag kann die Bundeswehr bis zu 186.000 Tragesysteme abrufen. Im ersten Schritt werden 62.000 Tragesysteme fest bestellt, die erforderlichen Haushaltsmittel von etwa 15,5 Millionen Euro wurden ebenfalls freigegeben. Beobachter gehen davon aus, dass es sich bei dem Holstertragesystem um ein Produkt der US-amerikanischen Marke Blackhawk handeln dürfte.

Die Finanzierung des Beschaffungsvorhabens erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr und dem Einzelplan 14. Nach Prüfung der fest beauftragten Nachweismuster und eventuell notwendiger Anpassungen soll die Serienbeschaffung beginnen. Weitere Abrufe aus dem Rahmenvertrag, die ein Auftragsvolumen von über 25 Millionen Euro übersteigen, müssen dem Haushaltsausschuss erneut zur Genehmigung vorgelegt werden.

Mit dieser Beschaffung sollen technische und ergonomische Mängel der derzeit verwendeten Pistole P8 behoben und eine zeitgemäße Pistole mit Tragesystem angeschafft werden. Für bestimmte Einsatzbereiche, beispielsweise in beengten Räumen und in besonderen Lagen, stellt die Pistole üblicherweise die einzige Bewaffnung dar. Darüber hinaus kann sie als Sekundärbewaffnung für schnelle Reaktionen eingesetzt werden.

System Sturmgewehr Bundeswehr

HK416 A8 | Foto: Bundeswehr/Heckler & Koch

Typ: Sturmgewehr

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Heckler & Koch

Bestand: 390 (Nachweismuster)

Bestellt: 13.929 G95A1 + 3.104 G95KA1 (Mindestbestellmenge)

Bedarf: 118.718 

Kosten: 32,2 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 273,3  Mio. Euro (Gesamtauftragswert)

Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 10)

Auslieferung: 2024 – 2031

Beschreibung:

Am 14. Dezember 2022 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages den Weg zur Beschaffung der „Basiswaffe zum System Sturmgewehr“ freigemacht. Dabei handelt es sich um das HK416 A8 von Heckler & Koch. Dieses soll das bisherige Standardgewehr G36 aufgrund von angeblichen Präzisionsmängeln ablösen. Insgesamt ist die Beschaffung von bis zu 118.718 Sturmgewehren in zwei Varianten inklusive Zubehör geplant. Die Mindestbestellmenge beläuft sich auf 13.929 Sturmgewehre in der Langrohrvariante und 3.104 Sturmgewehre in der Kurzrohrvariante für die spezialisierten Kräfte.

Wirkmittel 90/Panzerfaust 3

Bundeswehr erhält weitere Wirkmittel 90 & Panzerfaust 3
Panzerfaust 3 / Foto: Bundeswehr/Mario Bähr

Typ: Raketenwerfer

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Dynamit Nobel Defence (DND)

Bestand: N/A

Bestellt: 6.351 ASG/P 90 mm (DM11), 2.450 ASG/P 90 mm (DM16) und 2.000 Stück ASG/P 90 mm (DM32)

Bedarf: 6.500 Stück ASG/P Pzf3, DM72

Kosten: 103 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 08)

Auslieferung: 2025 – 2026

Beschreibung:

Am 29. Januar 2025 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages der Beschaffung von Abschussgeräten/Patronen Wirkmittel 90 im Wert von 103 Millionen Euro zugestimmt. Am 12. Februar 2025 hat das BAAINBw einen entsprechenden Rahmenvertrag mit dem Hersteller Dynamit Nobel Defence (DND) unterzeichnet. Dieser Rahmenvertrag sieht die Lieferung von 6.351 ASG/P 90 mm (DM11), 2.450 ASG/P 90 mm (DM16) und 2.000 Stück ASG/P 90 mm (DM32) im Zeitraum von 2025 bis 2026 vor. Die dafür erforderlichen 103 Millionen Euro werden über das Sondervermögen Bundeswehr finanziert. Darüber hinaus enthält der Vertrag eine Option auf 6.500 Stück ASG/P Pzf3, DM72. Die dafür erforderlichen 55,49 Millionen Euro müssten jedoch zunächst vom Haushaltsausschuss freigegeben werden.

Leichtes Wirkmittel 1800+

Typ: Lenkflugkörpersystem

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: MBDA

Bestand: N/A

Bestellt: 850

Bedarf: 3.087+

Kosten: 76 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: 2023 – 2026

Beschreibung:

Im Jahr 2019 wurde die Entwicklung und Beschaffung des „Leichten Wirkmittels 1800+“ für die Bundeswehr beschlossen. Der mit MBDA geschlossene Rahmenvertrag beinhaltet bis zu 3.087 Lenkflugkörper. Davon wurden bisher 850 Stück feste beauftragt, für 76 Mio. Euro. Mit dem „Leichten Wirkmittel 1800+“ können bewegliche und stationäre Ziele, wie Infrastruktur, ungepanzerte und leicht gepanzerte Ziele, auf Entfernungen von 500 bis 1800 Metern bekämpft werden. Die Auslieferung des Festbeauftragungsanteils soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Die optionalen 2.237 Lenkflugkörper bis 2026, eine zeitnahe Bestellung vorausgesetzt.

7,62 mm x 51 Weichkern

Wiedereinführung der Wehrpflicht teurer als höhere Gehälter
Foto: Bundeswehr/Marco Dorow

Typ: 7,62 mm x 51 MG-Munition

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: /

Bestand: N/A

Bestellt: N/A

Bedarf: N/A

Kosten: 300 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: N/A 

Beschreibung:

Der Haushaltsausschuss hat eine Rahmenvereinbarung zur Produktion und Lieferung von 120-Schuss-Munitionsgurten im Kaliber 7,62 x 51 mm für die Maschinengewehre MG3 und MG5 genehmigt. Das Vorhaben hat ein Volumen von etwa 300 Millionen Euro und soll die Planungs- und Versorgungssicherheit der Bundeswehr bei Munition verbessern. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen der Bundeswehr und dem regulären Verteidigungshaushalt.

7,62 mm x 51 Manövermunition

Foto: Bundeswehr/Johannes Locherer

Typ: 7,62 mm x 51 Manövermunition

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Metallwerk Elisenhütte (MEN)

Bestand: N/A

Bestellt: 16.000.000

Bedarf: 135.000.000

Kosten: 15,56 Mio. Euro (Festbeauftragung) / 131,35 Mio. Euro (Gesamtauftragsvolumen)

Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08)

Auslieferung: N/A 

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit Metallwerk Elisenhütte (MEN) eine siebenjährige Rahmenvereinbarung über bis zu 135 Millionen Manöverpatronen im Kaliber 7,62 × 51 mm (Messing) geschlossen. Ein fester Abnahmeanteil ist nicht vorgesehen; jedoch wurde 2023 bereits eine Erstbestellung von rund 16 Millionen Schuss im Wert von etwa 15,56 Millionen Euro ausgelöst. MEN garantiert von 2023 bis 2028 eine Mindestliefermenge von 40 Millionen Patronen pro Jahr, eine Abnahmepflicht besteht für die Bundeswehr nicht.

Der prognostizierte Bedarf liegt 2023 bei insgesamt 32 Millionen Stück und in den Jahren 2024 bis 2029 jeweils zwischen 5,4 und 20 Millionen. Der Gesamtvertragswert beläuft sich auf rund 131,35 Millionen Euro. Die Munition dient der Ausbildung an den Maschinengewehren MG3, MG5 und MG6. MEN kann bei hohen Stückzahlen das Unternehmen RWS als Unterauftragnehmer einbinden, muss dies aber anzeigen; der Auftraggeber kann Unterauftragnehmer aus wichtigem Grund ablehnen.

9 mm x 19 Weichkern

Typ: 9 mm x 19 Weichkern

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: Metallwerk Elisenhütte Nassau & RWS

Bestand: N/A

Bestellt: 197,5 Mio. Patronen

Bedarf: 328,125+ Mio. Patronen

Kosten: 104,77 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 08) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 08)

Auslieferung: N/A 

Beschreibung:

Mehrpartnerrahmenvereinbarung mit Metallwerk Elisenhütte Nassau und RWS über bis zu 328,125 Mio. Patronen 9 mm x 19 WK. Folgende Bestellungen wurden bislang getätigt:

  • 197,5 Mio. Patronen 9 mm x 19 WK für 104,77 Mio. Euro. (12. Juni 2024)

Handgranate DM51/DM82

Bundeswehr erhält über 500.000 Handgranaten
Foto: DVIDS/Spc. Thomas Dixon

Typ: Handgranate

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Diehl Defence

Bestand: N/A

Bestellt: 557.400

Bedarf: 2,45 Mio.

Kosten: 45,43 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 08)

Auslieferung: 2025 – 2027

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit Diehl Defence eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von bis zu 2,45 Millionen Spreng-/Splitter­handgranaten der DM51-Serie einschließlich Zünder DM82 abgeschlossen. Der Festauftrag umfasst 557.400 Granaten, die 2025–2027 für rund 45,4 Millionen Euro geliefert werden. Bis 2031 kann die Bundeswehr zusätzlich etwa 1,9 Millionen weitere Granaten abrufen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr.

Nebelhandgranate DM45

Nebelhandgranate | Foto: Bundeswehr/Sebastian Niendorf

Typ: Nebelhandgranate

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Rheinmetall Waffe Munition GmbH

Bestand: N/A

Bestellt: 962.860

Bedarf: 1,5 Mio.

Kosten: 66,93 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 08)

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 1,5 Millionen Nebelhandgranaten des Typs DM 45 abgeschlossen. DerHaushaltsausschuss des Bundestages hatte das Vorhaben zuvor per 25-Millionen-Vorlage gebilligt. Finanziert aus dem Sondervermögen der Bundeswehr umfasst die Vereinbarung – bei einem zunächst vorgesehenen Abruf von 962.860 Nebelhandgranaten – rund 66,93 Millionen Euro und erlaubt bedarfsgerechte Bestellungen bis 2027. Die seit Mitte der 1990er-Jahre eingeführte DM 45 erzeugt beim Abbrennen dichten Rauch, der gegnerische Sichtlinien stört und eigene Truppenbewegungen tarnt; eine Explosion erfolgt dabei nicht.

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