Die schwedische Beschaffungsbehörde FMV hat neue Minenwerfsysteme für die Streitkräfte bestellt. Dafür wurde mit Dynamit Nobel Defence GmbH ein Rahmenvertrag unterzeichnet.
Mit einer Vereinbarung über 4 Milliarden schwedischen Kronen (etwa 360,8 Millionen €) haben sich FMV und DND verständigt. Die Firma soll ihr System „Skorpion 2“ an die schwedischen Streitkräfte liefern. Ein erster Abruf von 900 Millionen Kronen (~81,2 Millionen €) wurde bereits getätigt.

Skorpion 2
Bei dem System Skorpion 2 handelt es sich um ein modulares, fahrzeugunabhängiges Minenwurfgerät von Dynamit Nobel. Als Weiterentwicklung des von der Bundeswehr bis 2011 eingesetzten Skorpion, kann es bis zu 400 Minen in 10 Minuten verlegen. Das Produkt gibt dem Bediener die Option, das Minenfelddesign an Mission und Terrain anzupassen. Dank weiteren Anschaffungen im letzten Jahr durch Dänemark und Lettland ist inzwischen auch eine gewisse NATO-Interoperabilität gegeben.
Bei der Munition handelt es sich um die AT-2+ Mine des selben Unternehmens. Eine verbesserte und stark digitalisierte Version der weit verbreiteten und bewährten AT-2 Panzerabwehrmine, die auch in der Bundeswehr eingesetzt wird.
Die Bestellung
Der zahlenmäßige Umfang der Bestellung ist nicht angegeben, allerdings soll sie Ausrüstung für Ausbildung und Vorführung beinhalten, sowie scharfe und Übungsmunition. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2033, wann allerdings die erste Auslieferung stattfinden soll ist noch unklar.
Beschaffung für die Bundeswehr
Das News-Portal hartpunkt berichtete im Januar 2026, dass die Bundeswehr ebenfalls eine Beschaffung des Systems plane. Im Zusammenhang der Neuausrichtung nach LV/BV ist dies sicherlich auch dringend notwendig. Die Fähigkeit zum massenhaften Legen von Minen ging der Bundeswehr bereits vor über einem Jahrzehnt verloren, lediglich das Minenverlegesystem 85 ist geblieben. Dies wurde eigentlich auch 2011 ausgemustert, allerdings in jüngeren Jahren in kleinen Stückzahlen reaktiviert.
Damit steht die Bundeswehr quasi blank da, wenn es darum geht, große Gebiete gegen gepanzerte Verbände zu sperren. Eine solche Beschaffung, besonders dank der jetzt gegebenen NATO-Interoperabilität, dürfte also nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Mit WhatsApp immer bestens informiert!
Abonniere unseren WhatsApp-Kanal, um Neuigkeiten direkt aufs Handy zu erhalten. Einfach unten auf den Button klicken und dem Kanal beitreten:
