Reservistenverband wählt neues Präsidium mit Bastian Ernst an der Spitze

Reservistenverband wählt neues Präsidium mit Bastian Ernst an der Spitze
Foto: Bundeswehr/Tom Twardy

Bei einer außerordentlichen Bundesdelegiertenversammlung in Fulda hat der Reservistenverband sein Führungsgremium vollständig neu besetzt. Als Präsident wurde der CDU-Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst gewählt.

Wahl in Fulda

Am 11. April 2026 haben 166 Bundesdelegierte des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) in Fulda ein neues Präsidium gewählt. Zum neuen Verbandspräsidenten bestimmten die Delegierten den 39-jährigen Bastian Ernst aus Niedersachsen. Ernst ist Hauptgefreiter der Reserve und seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU; dort gehört er unter anderem dem Verteidigungsausschuss an.

Zu seinen Stellvertretern wurden Oberleutnant d.R. Esra Limbacher MdB (36, SPD, Saarland) sowie Hauptmann d.R. Ralph Edelhäußer MdB (53, CSU, Franken) gewählt. Edelhäußer hatte dieses Amt bereits zuvor inne.

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Das vollständige Präsidium

Neben dem Präsidenten und seinen beiden Stellvertretern wurden auch alle Vizepräsidenten sowie der Bundesschatzmeister neu beziehungsweise erneut gewählt:

  • Vizepräsident Betreuung und Fürsorge: Oberstleutnant d.R. Dr. Nana Baidoo
  • Vizepräsident Verbandsorganisation und Weiterentwicklung: Oberstleutnant d.R. Sascha Vugrin
  • Vizepräsident Mitgliedergewinnung und -service: Hauptgefreiter d.R. Albert Stumm
  • Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit: Brigadegeneral a.D. Uwe Nerger
  • Vizepräsident Sicherheitspolitische Bildung: Oberst d.R. Franz G. Joswowitz
  • Vizepräsident Militärische Ausbildung: Oberst d.R. Manfred Schreiber
  • Vizepräsident Internationale Zusammenarbeit: Fregattenkapitän d.R. Sascha Rahn
  • Bundesschatzmeister: Hauptmann d.R. Michael Nebel

Vorgezogene Wahl mit klarer Botschaft

Regulär wäre die Wahl erst 2027 fällig gewesen. Die Bundesdelegierten hatten jedoch bereits im November 2025 beschlossen, die Erneuerung des Führungsgremiums im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung vorzuziehen, um Zusatzkosten zu vermeiden. Ziel der personellen Neuaufstellung ist es laut Verband, die Arbeit mit neuen Impulsen zukunftsfähig auszurichten – insbesondere im Hinblick auf die laufende Wehrpflichtdebatte, die Strategie der Reserve, die Veteranenarbeit sowie den Bereich Heimatschutz.

Ernst betonte in seiner Vorstellung vor den Delegierten, er wolle als Vorbild für junge Menschen wirken, für die staatsbürgerlicher Dienst längst nicht mehr selbstverständlich sei. Die Aussetzung der Wehrpflicht bezeichnet er als politischen und gesellschaftlichen Fehler, der korrigiert werden müsse.

Hintergrund

Der Reservistenverband wurde 1960 in Bonn gegründet und zählt heute mehr als 115.000 Mitglieder. Er gliedert sich in Bundesverband, Landesgruppen, Kreisgruppen sowie rund 1.900 Reservistenkameradschaften. Das Präsidium wird satzungsgemäß alle vier Jahre durch die Bundesdelegiertenversammlung gewählt, wobei jeder Delegierte rund 800 Verbandsmitglieder repräsentiert.

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