Beschaffungsvorhaben der Luftwaffe

Beschaffungsvorhaben der Luftwaffe
F-35A | Foto: DVIDS / Staff Sgt. Andrew Lee

Diese Liste umfasst die wichtigsten Beschaffungsvorhaben der Luftwaffe. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Projektstatus, Auftragnehmer, Bestand, Bestellt, Bedarf, Kosten, Finanzierung und Auslieferungszeitraum der einzelnen Beschaffungsvorhaben. 

Letzte Aktualisierung: 16. Juli 2026

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Eurofighter Tranche 4

Eurofighter Tranche 4
Eurofighter Tranche 4 | Foto: Airbus Defence and Space GmbH 2026

Typ: Mehrzweckkampfflugzeug

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Airbus Defence and Space

Bestand: 138 (Insgesamt)

Bestellt: 38 (30 Einsitzer, 8 Doppelsitzer)

Bedarf: ca. 180 (Insgesamt)

Kosten: 5,5 Mrd. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: 2026 – 2030

Verzögerung: ca. 1 Jahr (ursprünglich ab 2025 geplant)

Ziel/Zweck: Ersatz der Eurofighter der ersten Tranche (beschafft 2003–2008), die ausschließlich luftkampffähig sowie überaltert und reparaturanfällig ist und für die Ersatzteile nicht mehr hergestellt werden – einsatzbereite Jets müssen als Ersatzteilspender herhalten. Enthalten ist zudem der Ersatz für die zwei im Juni 2019 bei einem Flugunfall zerstörten Eurofighter. Die Tranche-4-Maschinen erhalten ein modernes E-Scan-Radar mit elektronischer Strahlschwenkung, das Luft-Luft- und Luft-Boden-Ziele besser, mehrere gleichzeitig sowie störfester erfassen und verfolgen kann; als Swing-Role-Kampfflugzeug können sie Luft-Luft- und Luft-Boden-Rollen im selben Einsatz ausführen. Dadurch erhält die Eurofighter-Flotte ein einheitliches und flexibleres Fähigkeitsspektrum; instrumentierte Maschinen gehen an das nationale Test- und Evaluierungszentrum Eurofighter für Systembetreuung und Weiterentwicklung. Das Vorhaben sichert die deutschen Beiträge zu den NATO-Planungszielen Advanced Air Combat Capability und Joint Precision Strike Capability sowie den zuverlässigen Betrieb von 140 Eurofightern über einen möglichst langen Zeitraum.

Projektverlauf:

  • 5. November 2020: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von 38 neuen Eurofightern im Rahmen einer vierten Tranche für 5,5 Milliarden Euro zu. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2025 bis 2030 erfolgen.
  • 11. November 2020: Das BAAINBw beauftragt die Airbus Defence and Space GmbH mit der Herstellung und Lieferung von 38 Eurofightern.
  • Sommer 2023: Die Produktion der Eurofighter der vierten Tranche hat begonnen.
  • 14. Juli 2026: Erstflug des ersten Quadriga-Eurofighters (Kennung „34+02″) im Rahmen des Production Flight Acceptance Test (PFAT); Airbus-Testpilot Stefan Auer, über eine Stunde Flugdauer; geprüft wurden Flugeigenschaften, Triebwerksleistung, Flugsteuerungssystem, Hydraulik, elektrische Systeme, Cockpitinstrumente und Navigationssysteme.
  • 2026 (geplant): Nach der bevorstehenden Musterzulassung Auslieferung des ersten Quadriga-Eurofighters an Deutschland; weitere Auslieferungen sukzessive bis 2030.

F-35A Lightning II

F-35A Lightning II
F-35A Lightning II | Foto: Rheinmetall AG

Typ: Mehrzweckkampfflugzeug

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer:

  • Lockheed Martin (Hauptauftragnehmer)
  • Pratt & Whitney
  • The Boeing Company
  • Raytheon Missiles and Defense

Bestand: 0

Bestellt: 35

Bedarf: 70+

Kosten: 10 Mrd. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 81)

Auslieferung: 2026–2029

  • 2026: 8 Maschinen
  • 2027: 10 Maschinen
  • 2028: 10 Maschinen
  • 2029: 7 Maschinen

Ziel/Zweck: Ersatz des Jagdbombers PA-200 Tornado, dessen Nutzungsdauer 2030 endet. Zentraler Beschaffungsgrund ist die bruchfreie Sicherstellung der nuklearen Teilhabe in der NATO. Darüber hinaus soll die F-35A als Jagdbomber gegnerische Ziele am Boden bekämpfen und der eigenen Truppe Luftnahunterstützung leisten; laut Luftwaffe kommen auch klassischer Luftangriff, Luftverteidigung und Seekriegsführung aus der Luft infrage, mit Raketen für den Luftkampf sowie Bomben und Gleitbomben gegen Bodenziele. Fähigkeitsmerkmale: fusionierte Sensorik (Radar, Infrarot, Rundumsicht) mit automatisch verdichtetem Lagebild auf einem Display, Vernetzung der Maschinen untereinander mit gemeinsamem Lagebild für die gesamte Formation sowie reduzierte Radar-Signatur (Stealth). Als weitere Beschaffungsgründe werden das Kooperationspotenzial mit NATO- und EU-Partnern (Ausbildung, Ersatzteilbevorratung) und die geringsten technischen, zeitlichen und finanziellen Risiken genannt.

Projektverlauf:

  • 14. März 2022: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht verkündet die Entscheidung für die F-35 als Tornado-Nachfolger zur Sicherstellung der nuklearen Teilhabe; geplant sind 35 F-35A.
  • 28. Juli 2022: US-Außenministerium billigt den FMS-Verkauf von 35 F-35A plus Ausrüstungspaket an Deutschland; DSCA schätzt das Volumen auf 8,4 Mrd. US-Dollar; Vorlage an den US-Kongress übermittelt; angefragt u. a. 37 Triebwerke Pratt & Whitney F135-PW-100 (davon 2 als Reserve) sowie zahlreiche Flugkörper (u. a. 105 AIM-120C-8 AMRAAM, 75 AGM-158B/B2 JASSM-ER, 344 GBU-53 SDB-II, 75 AIM-9X Block II+)
  • 14. Dezember 2022: Haushaltsausschuss billigt – nach Beratung im Verteidigungsausschuss – die 25-Mio-Euro-Vorlage des Finanzministeriums und stellt 8,3 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr bereit (35 Luftfahrzeuge für rund 7,6 Mrd. Euro, über 600 Effektoren/Scheinziele für rund 683 Mio. Euro); unmittelbar danach unterzeichnet BAAINBw-Vizepräsidentin Annette Lehnigk-Emden den Letter of Offer and Acceptance (LOA); Beschaffung geht in die Umsetzungsphase.
  • 23. Oktober 2024: Erster Spatenstich für den „F-35 Campus“ am Fliegerhorst Büchel (Instandsetzungshalle, Waschhalle, Hangar, Ersatzteillagergebäude, Gebäude zur Operationsführung).
  • November 2026 (geplant): „F-35 Campus“ Büchel bezugsfertig
  • 2026 (geplant): Übergabe der ersten 8 F-35A; Stationierung in den USA, Beginn der Ausbildung von Piloten und Technikern auf der Ebbing Air National Guard Base (Arkansas); erste deutsche B2-Avioniker und Maintenance Manager bereits ausgebildet.
  • 2027 (geplant): 10 weitere Maschinen; Büchel „aufnahmefähig“, Stationierung beim TLG 33.
  • 2028 (geplant): 10 weitere Maschinen; Erreichen der Initial Operational Capability.
  • 2029 (geplant): Übernahme der letzten 7 Maschinen.
  • 2030 (geplant): Außerdienststellung des Tornado; Erreichen der Full Operational Capability.

Eurofighter EK

Eurofighter EK / Foto: Airbus

Typ: EloKa-Kampfflugzeug

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer:

  • Eurofighter GmbH (Generalunternehmer)
  • Airbus Defence and Space – rüstet die 15 Eurofighter EK aus; Integration der gewählten Lösungen in das Flugzeug.
  • Saab – EK-Sensorsystem Arexis
  • Helsing – KI-basierte Software Cirra für die elektronische Kampfführung
  • Northrop Grumman – Anti-Radar-Flugkörper AARGM

Bestand: 0

Bestellt: 15

Bedarf: 30 – 35

Kosten: 384 Mio. Euro (Programme Support und Risk Mitigation) / 1,13 Mrd. Euro (Umrüstung)

Finanzierung:

  • Programme Support und Risk Mitigation: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 61) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 17)
  • Entwicklungsanteil: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 551 18) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1404 Titel 551 18)
  • Beschaffungsleistung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 17) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 17)

Auslieferung: bis 2029

Ziel/Zweck: Nachfolge des Tornado ECR in der Rolle Elektronischer Kampf/SEAD (Unterdrückung gegnerischer bodengebundener Luftverteidigung), bevor die ECR-Tornados ab Ende 2030 nach rund 50 Jahren Nutzungsdauer ausgemustert werden. Anlass war der Abbruch der Beschaffung von F-18 und EA-18G Growler, woraufhin die Bundesregierung die Ausrüstung von 15 Eurofightern für den EK ankündigte; die Fähigkeit gilt als Hochwert-Ressource innerhalb der NATO, und Deutschland erfüllt damit die NATO-Fähigkeitsvorgaben. Mit dem Sensorsystem Arexis kann der Eurofighter gegnerische Radaranlagen und bodengebundene Flugabwehrsysteme lokalisieren, identifizieren und mit dem zu integrierenden Lenkflugkörper AARGM bekämpfen; die Saab-Lösung umfasst zudem Störfähigkeiten zum Selbstschutz. Die KI-Software Cirra klassifiziert mittels Deep Learning unbekannte Flugabwehrsender direkt an Bord, ermöglicht Echtzeit-Bedrohungsanalysen und Absichtserkennung und erhöht so Überlebensfähigkeit und Lagebildqualität. In einer nachfolgenden Ausbaustufe soll die Fähigkeit zum Escort Support Jamming (ESJ) ergänzt werden.

Projektverlauf:

  • 14. März 2022: Das BMVg hat entschieden die veralteten Tornado ECR durch 15 Eurofighter EK zu ersetzen.
  • 29. November 2023: Der Haushaltsausschuss gibt rund 384 Millionen Euro für die „Eurofighter EK – Programme Support and Risk Mitigation“ frei.
  • 26. März 2024: Vertrag zwischen Airbus Defence and Space und Saab über die Integration der Arexis-EW-Sensorsuite für den Eurofighter EK unterzeichnet.
  • 8. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss gibt rund 1,13 Milliarden Euro für die Umrüstung von 15 Eurofightern zum Eurofighter EK frei.
  • 14. November 2025: Saab meldet zwei Aufträge von Airbus Defence and Space über die Arexis-EW-Sensorsuite im Gesamtwert von ca. 549 Mio. Euro (Auftrag 1: ca. 291 Mio. Euro, sofort verbucht, Fortsetzung des März-2024-Vertrags; Auftrag 2: ca. 258 Mio. Euro inkl. KI-Technologie von Saab und Helsing, vorbehaltlich behördlicher Genehmigung).
  • 19. November 2025: Helsing und Saab Deutschland unterzeichnen den Vertrag über die KI-Software Cirra (dreistelliger Millionenbetrag); Beginn der Anpassentwicklung und – gemeinsam mit Airbus Defence and Space – der Integration in den Eurofighter; Cirra wird in den kommenden drei Jahren in die Arexis-Sensorsuite integriert.

Eurofighter Tranche 5

Deutschland bestellt 20 weitere Eurofighter
Eurofighter Tranche 5 | Foto: Airbus Defence and Space SAU 2025

Typ: Mehrzweckkampfflugzeug

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer:

  • Eurofighter Jagdflugzeug GmbH – Lieferung von 20 Flugzeugzellen
  • EUROJET Turbo GmbH – Lieferung von 52 Triebwerken EJ200
  • Airbus Defence and Space – Endmontage
  • Euroradar (Hensoldt/Indra) – ESCAN-Radar Mk1 Step1
  • Saab – Selbstschutz-/EK-Sensorsystem Arexis
  • Helsing – KI-Anteile der Arexis-Sensorsuite

Bestand: 138 (insgesamt)

Bestellt: 20

Bedarf: 20 – 50 (im Rahmen einer fünften Tranche)

Kosten: 3,75 Mrd. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 17)

Auslieferung: 2031 – 2034

Ziel/Zweck: Mit der Tranche 5 sollen die EK-Fähigkeiten des in die Jahre gekommenen Tornado Schritt für Schritt in eine zukunftsfähige Plattform überführt werden, mit der Deutschland seine NATO-Verpflichtungen weiter erfüllen kann. Die Tranche 5 dient also als Ersatz für einen Teil der veralteten Tornado-Flotte, die 2030 das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Dafür erhalten die Maschinen die neuesten Komponenten für Aufklärung, Schutz und elektronischen Kampf: das ESCAN-Radar Mk1 Step1 von Euroradar (Hensoldt/Indra), den Infrarot-Wärmebildsensor FLIR und die Arexis-Sensorsuite von Saab mit KI-Anteilen von Helsing. Von Beginn an integriert werden zudem der Anti-Radar-Lenkflugkörper AARGM und der Marschflugkörper Taurus; hinzu kommt eine neue Command-and-Control-Software, die den Eurofighter zur Führung unbemannter Luftfahrzeuge befähigen soll.

Projektverlauf:

  • Juni 2024: Beschaffung der Eurofighter der Tranche 5 formal beschlossen; Beginn der Vertragsvorbereitung (Festlegung technischer Anforderungen mit den drei anderen Nutzerstaaten, Angebotseinholung, Erarbeitung des unterschriftsreifen Vertrags, Finalisierung der Parlamentsvorlage).
  • 8. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von 20 Eurofightern der fünften Tranche samt Triebwerken sowie Ersatz- und Austauschteilen für rund 3,75 Milliarden Euro. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2031 bis 2034 erfolgen.
  • 15. Oktober 2025: Zeichnungszeremonie bei Airbus in Manching – die NETMA unterzeichnet mit der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH und der EUROJET Turbo GmbH die vier Verträge über 20 Eurofighter der Tranche 5 und die zugehörigen EJ200-Triebwerke; Volumen rund 3,75 Mrd. Euro.

Luftgestützte Wirkung im elektromagnetischen Spektrum

Typ: Stand-Off Jammer (SOJ), Escort Jammer (ESJ), Stand-in Jammers (SIJ) 

Projektstatus: geplant

Auftragnehmer:

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: bis zu 16 Stand-Off Jammer | Escort Jammer: N/A | Stand-in Jammer: N/A

Kosten: N/A

Finanzierung: N/A

Auslieferung: ab 2030

Ziel/Zweck: Mit LuWES soll den deutschen Streitkräften erstmals eine Fähigkeit zum Airborne Electronic Attack bereitgestellt werden, also zur luftgestützten Unterdrückung gegnerischer Aufklärung, Wirkung und Kommunikation. Die Fähigkeit gilt als Schlüssel, um die gegnerische Luftverteidigung zu überwinden und mit eigenen Flugzeugen in der Tiefe des Raumes wirken zu können, und wird in Europa bislang überwiegend von den USA bereitgestellt. Vorgesehen ist ein modulares, stetig an neue Bedrohungen anpassbares System of Systems aus Stand-Off Jammer/Communications Jammer (Wirkung aus mehreren Hundert Kilometern außerhalb der gegnerischen Waffenreichweite, hohe Stehzeit, hoher Energie- und Nutzlastbedarf), Escort Jammer (begleitet die zu schützende Mission innerhalb der gegnerischen Waffenreichweite, muss ein Fast-Jet-Flugprofil erfüllen) und Stand-In Jammer (unbemannte Air Launched Decoys für den Nahbereich, Rückkehr nicht zwingend vorgesehen), ergänzt um Bodenstation, Kompetenzzentrum Elektronischer Kampf und Full Mission Simulator.

Projektverlauf:

  • Vor November 2022 („in den vergangenen Jahren“): Das BAAINBw treibt gemeinsam mit der deutschen Industrie die Fähigkeitsentwicklung über Forschungs- und Technologiestudien voran; Schwerpunkte sind Sensoren und Wirksysteme, Kommunikations- und Informationsverbund, integrierte Datenauswertung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Es formiert sich die nationale Interessengemeinschaft „Deutschlandachter“; die acht Unternehmen entwickeln Technologiedemonstratoren für FEDS (u. a. Sensoren, Störsysteme, moderne Datenlinkverbindungen, eine Stördrohne, Signalprozessoren inklusive Algorithmik, EW Cloud, KI-unterstützte Entscheidungsunterstützung). Orchestrierung und Steuerung durch das BAAINBw, unterstützt von der IABG.
  • 30. März 2023: Fähigkeitslücke und Funktionale Forderung für den Anteil Stand-Off Jammer/Communications Jammer sind unterzeichnet; die Analysephase Teil 2 hat begonnen – das BAAINBw erarbeitet Lösungsvorschläge, insbesondere zur Integration der Sensoren und Effektoren in ein Luftfahrzeug; Ziel ist die Entwicklung des Stand-Off/Communications Jammers bis 2029.
  • Juni 2024 (Sachstand): Bis Ende 2025 sollen weitere Arbeitspakete zur Entwicklung des Stand-Off Jammers umgesetzt werden. Als Plattformen werden Airbus A320/A330 MRTT, A400M sowie ein Business Jet (z. B. Bombardier Global 6500) betrachtet; Experten favorisieren wegen des Energiebedarfs ein großes Flugzeug – der A400M könnte zwei seiner vier Triebwerke zur Stromproduktion einsetzen. Das BMVg hat der NATO für 2028 bis zu 10 Stand-Off Jammer in Aussicht gestellt. Für den Escort Jammer ist den bisherigen Planungen zufolge der Eurofighter als Trägerplattform vorgesehen; Airbus betrachtet zusätzlich die auf der ILA vorgestellte Kampfdrohne „Wingman“ als Option.
  • Mai 2025 (Sachstand): Die Luftwaffe spricht sich bei einem Treffen mit den übrigen Projektverantwortlichen gegen die Nutzung des A400M als Stand-Off-Jammer-Plattform aus – Anforderungen an Agilität, Höchstgeschwindigkeit und Dienstgipfelhöhe würden nicht erfüllt; bevorzugt wird die Integration auf einem Business-Jet, vermutlich mit stark reduzierter Leistung. Offen ist, ob damit das letzte Wort gesprochen ist und ob die für 2029 geplante IOC so erreichbar bleibt.
  • 26. Juni 2025: Erste Live-Flugdemonstration in Deutschland, durchgeführt in Manching von Airbus, bKEC, Hensoldt, IBM, MBDA, Plath, Rohde & Schwarz und Schönhofer vor Vertretern der Bundeswehr; simuliert wurde die Evakuierung deutscher Staatsbürger aus einem Krisengebiet mit flächendeckender Flugabwehr. Eingesetzt wurden eine Pilatus PC-12 mit elektromagnetischem Überwachungs- und Störsystem als Stand-off-Jammer, ein simulierter A400M, der SHARCS-Technologieträger als unbemannter Remote Carrier mit Stand-In-Jammer sowie ein SA-8-Flugabwehrraketensystem als gegnerische Luftverteidigung. Die PC-12 klärte das SA-8 aus sicherer Entfernung auf, klassifizierte und störte es bis zur Kampfunfähigkeit; die simulierte A400M flog unerkannt ein, landete und evakuierte; SHARCS unterdrückte zeitgleich die gegnerische Kommunikation. Kommunikation, Austausch von Aufklärungs- und Wirkungsdaten sowie die KI-gestützte Analyse liefen in einer sicheren Cloud. Nächster Schritt: Weiterentwicklung der einzelnen LuWES-Bestandteile.
  • Mai 2026 (Sachstand): Noch keine Auswahlentscheidung zu LuWES getroffen; Beobachter erwarten sie zeitnah, direkt im Anschluss soll die bereits vorbereitete Ausschreibung für den Jammer erfolgen. Nach der rund ein Jahr zurückliegenden Entscheidung der Luftwaffe für eine Bombardier-Plattform geht ein Riss durch den „Ruder-Achter“: Hensoldt bietet gemeinsam mit Lufthansa Technik und Bombardier als Generalauftragnehmer, dem gegenüber steht Airbus Defence and Space in Gesprächen mit Saab. Die Bundeswehr will dem Vernehmen nach die Bombardier Global 8000 beschaffen.
  • bis Ende 2026 (geplant): Vorlage der 25-Millionen-Euro-Vorlage im Parlament.

Future Combat Air System

FCAS | Foto: Bundeswehr/Jane Schmidt

Typ: Luftkampfsystem

Projektstatus: Entwicklung 

Auftragnehmer: Airbus Defence and Space GmbH, Dassault Aviation S.A. , Indra Sistemas S.A.& weitere

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: N/A

Kosten: 4,4 Mrd. Euro bis 2027

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: N/A) 

Beschreibung:

Das Future Combat Air System, auf Deutsch: „Zukünftiges Luftkampfsystem“ ist ein ambitioniertes Rüstungsprojekt, das von Frankreich, Deutschland und Spanien gemeinsam entwickelt wird. Ziel ist es, ein modernes Luftkampfsystem inklusive eines Kampfjets der sechsten Generation zu schaffen, welches ab etwa dem Jahr 2040 in den Luftstreitkräften dieser drei Nationen eingesetzt werden soll.

Bei FCAS handelt es sich um ein sogenanntes „System of Systems“ bestehend aus einem Mehrzweckkampfflugzeug mit dem Namen Next Generation Fighter (NGF), mehreren unbemannten Begleitdrohnen, den Remote Carries und der digitalen Infrastruktur, Combat Cloud genannt, die alle Elemente miteinander vernetzt.

Aufgrund von jahrelangem Streit um Workshares und geistiges Eigentum beim NGF haben Deutschland und Frankreich entschieden, von der gemeinsamen Entwicklung des bemannten Kampfflugzeugs der sechsten Generation abzusehen. Bundeskanzler Friedrich Merz verkündete die Entscheidung am 8. Juni 2026 kurz vor der Eröffnung der ILA Berlin. Überleben sollen lediglich Teile des Systems: Die Begleitdrohnen und die Combat Cloud werden weiterentwickelt – teils als gesichtswahrende Lösung, bei der diese Restbausteine außerhalb des bemannten Jets weiterhin den Namen FCAS tragen. Welche Rolle Frankreich dabei künftig spielt, ist offen.

Laut Verteidigungsminister Boris Pistorius betrachte man nun vier verschiedene Optionen als Ersatz für den NGF: Erstens die Beschaffung weiterer F-35A als Übergangslösung. Zweitens den Beitritt zu einem anderen multinationalen Programm, aller Voraussicht nach dem Global Combat Air Programme (GCAP). Drittens die Entwicklung eines eigenen Kampfflugzeugs der sechsten Generation, möglicherweise in Kooperation mit Spanien und/oder Schweden. Sowie viertens eine bewusst nicht näher benannte Option. Für welche Option sich Berlin entscheidet, bleibt abzuwarten.

Jagdbomberdrohne

Bundeswehr will bis zu 400 Jagdbomberdrohnen beschaffen
CA-1 Europa | Foto: Helsing

Typ: Collaborative Combat Aircraft (CCA)

Projektstatus: geplant 

Auftragnehmer: /

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: 400 – 500

Kosten: N/A

Finanzierung: N/A

Auslieferung: ab 2029 

Ziel/Zweck: Die Luftwaffe plant die Beschaffung von etwa 400 bis 500 Jagdbomberdrohnen (Collaborative Combat Aircraft, CCA) in zwei Gewichtsklassen. Das leichtere Modell mit einem Gewicht von vier bis fünf Tonnen soll für Aufklärung und elektronische Kampfführung eingesetzt werden, während das schwerere Modell (rund zehn Tonnen) für Luft-Boden- sowie Luft-Luft-Einsätze vorgesehen ist. Erste Prototypen sollen ab 2029 an die Luftwaffe ausgeliefert werden. Deutschland strebt dabei eine führende Rolle an – unter anderem mit mindestens einer eigenen Produktionsstätte und national entwickelten Missionssystemen. Als Kandidaten gelten die XQ-58 Valkyrie, die MQ-28A Ghost Bat, die CA-1KA und die Gambit 6.

Projektverlauf: /

German Heron TP

Erster Einsatz der Heron TP Aufklärungsdrohne
Foto: Bundeswehr/Ann-Kathrin Steinbring

Typ: Bewaffnungsfähige Aufklärungsdrohne der MALE-Klasse (Medium Altitude Long Endurance, RPAS) 

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer:

  • Israel Aerospace Industries (IAI): Hersteller des Luftfahrzeugs
  • Airbus DS Airborne Solutions GmbH (ADAS): Vertragspartner des Nutzungs-/Dienstleistungsvertrags; Bestellung und Anpassung der Fluggeräte bei IAI, Bereitstellung samt Unterstützungsleistungen, technisch-logistische Versorgung, Wartung/Reparatur
  • Lufthansa Aviation Training: zusätzliche Besatzungsausbildung
  • Israelische Streitkräfte: Pilotenausbildung in Israel

Bestand: 5 (geleast)

Bestellt: 3

Bedarf: 8

Kosten: N/A

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: bis 2028

Ziel/Zweck: Die German Heron TP löst die seit 2010 eingesetzte, nicht bewaffnungsfähige Aufklärungsdrohne Heron 1 ab und schließt als marktverfügbare Übergangslösung die Fähigkeitslücke bis zur Einführung der Eurodrohne ab 2030. Sie dient der dauerhaft abbildenden Aufklärung in Echtzeit, der Überwachung großer Räume sowie der direkten Unterstützung und dem Schutz eigener und verbündeter Bodentruppen, etwa durch Konvoibegleitung. Gegenüber der Heron 1 bietet sie deutliche Vorteile bei Geschwindigkeit, Reichweite, Sensorleistung, Zulassung, Allwetterfähigkeit und Bewaffnungsfähigkeit; die optionale Bewaffnung ist mit skalierbarer, allwetter- und abstandsfähiger Präzisionsmunition vorgesehen. Mit bis zu 27 Stunden Flugzeit in bis zu 12.500 m Höhe ermöglicht sie mehrtägige durchgehende Raumüberwachung, trägt zu den NATO-Planungszielen „Joint Intelligence, Surveillance and Reconnaissance – Aerospace“ bei und wird auch zum Schutz kritischer (Unterwasser-)Infrastruktur eingesetzt (Baltic Sentry). Bewaffnete Drohnen gab es in der Bundeswehr bislang nicht; die drei zusätzlichen Maschinen erhalten zudem eine Ausstattung zur elektromagnetischen Aufklärung („Electro-Magnetic Surveillance“).

Projektverlauf:

  • 13. Januar 2016: BMVg kündigt Verhandlungen mit Israel über das Leasing von 3–5 bewaffnungsfähigen Heron TP als Übergangslösung bis zur Eurodrohne an; Stationierung in Israel, Heimatverband TaktLwG 51 (Jagel).
  • 13. Juni 2018: Verteidigungs- und Haushaltsausschuss billigen die Beschaffung abschließend (Waffenausbildung und Munitionskauf bleiben gesonderter Befassung vorbehalten); noch am selben Tag unterzeichnen BAAINBw und ADAS in Koblenz den Dienstleistungs-/Nutzungsvertrag; ADAS bestellt 5 Fluggeräte und 4 Bodenstationen bei IAI; Ausbildung ab 2018, Flugbetrieb ab 2020 geplant.
  • 06. April 2022: Haushaltsausschuss bewilligt die Beschaffung von Präzisionslenkflugkörpern aus Israel zur Bewaffnung.
  • Juli 2022: Beginn der Systemausbildung German Heron TP.
  • 08. Dezember 2022: Übergabe der deutschen Musterzulassung an IAI in Israel; Voraussetzung für die Teilnahme am allgemeinen Luftverkehr, geleaste Luftfahrzeuge erhalten deutsche Kennung.
  • 08. November 2023: Haushaltsausschuss billigt Vertragsänderung mit ADAS für sechsmonatigen Demonstrationsbetrieb in Deutschland; Ausgaben 59 Mio. Euro aus dem regulären Verteidigungshaushalt.
  • 15. Mai 2024: Offizieller Erstflug im deutschen Luftraum, Beginn des Demonstrationsflugbetriebs „Landes- und Bündnisverteidigung“ in Jagel (TaktLwG 51); Flotte: 5 geleaste Maschinen (1 Jagel, 2 kurzfristig israelischen Streitkräften überlassen, 2 Ausbildung Israel); Option auf 3 weitere Leasing-Maschinen; Ziel: 6 Systeme in Jagel.
  • Frühjahr 2025: Einsatz einer GHTP in der NATO-Mission Baltic Sentry zur Überwachung kritischer Unterwasser-Infrastruktur in der Ostsee.
  • 13. Juni 2025: Pressebericht: 25-Mio.-Euro-Vorlage für den Kauf von 3 weiteren GHTP (erstmals G2G-Kaufvertrag mit Israel) in Vorbereitung; Ausstattung zur „Electro-Magnetic Surveillance“; ADAS weiter technisch-logistische Versorgung, Einbindung von Plath vorgesehen; erwartete Lieferzeit ca. 2 Jahre ab Vertragsschluss; langfristig auch Kauf der 5 geleasten Maschinen angestrebt.
  • 10. September 2025: Haushaltsausschuss billigt Beschaffung zusätzlicher Heron-TP-Drohnen mit Lieferung bis 2028, inkl. Fähigkeiten zur elektronischen Überwachung, Ersatzteilpaket und Ausbildung des Bedienpersonals; Erweiterung der Regierungsvereinbarung mit Israel vorgesehen.
  • 03. Dezember 2025: Haushaltsausschuss stimmt Änderungsvertrag zur wesentlichen Erhöhung des monatlichen Flugstundenkontingents zu; Testphase in Jagel läuft weiter.

Eurodrohne

Eurodrohne | Foto: DeffiSK / Wikimedia Commons

Typ: MALE RPAS

Projektstatus: Entwicklung

Auftragnehmer: Airbus Defence and Space

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: 21 (7 Systeme)

Kosten: 3,1 Mrd. Euro

Kostensteigerung: 1,4 Mrd. Euro / 38%

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: ab 2030

Verzögerung: 18 Monate

Beschreibung:

Bei der Eurodrohne, auch European MALE RPAS genannt, handelt es sich um ein in Entwicklung befindliches Remotely Piloted Aircraft System (RPAS) der MALE-Klasse (Medium Altitude Long Endurance). Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien sind an diesem Projekt beteiligt. Im Januar 2027 soll der Erstflug der Eurodrohne erfolgen. Ab 2030 soll die Auslieferung an die vier genannten Staaten erfolgen. Bei der Bundeswehr wird die Eurodrohne die German Heron TP sukzessive ablösen. Insgesamt ist die Beschaffung von sieben Systemen mit je drei Drohnen geplant. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Sondervermögen der Bundeswehr. Das Finanzvolumen des Projektes beläuft sich auf 12,5 Milliarden Euro, was sich auf die vier Partnernationen verteilt. Hauptauftragnehmer ist Airbus Defence and Space. Weitere am Projekt beteiligte Unternehmen sind Dassault Aviation und Leonardo. Die Eurodrohne wird zur luftgestützten abbildenden und signalerfassenden Aufklärung sowie zur Wirkung gegen stationäre und bewegliche Punktziele befähigt sein. Sie soll sowohl für Einsätze im Rahmen des internationalen Krisenmanagements als auch bei der Landes- und Bündnisverteidigung befähigt sein.

PEGASUS

PEGASUS - Erstflug erfolgreich absolviert
PEGASUS | Foto: Bombardier

Typ: SIGINT-Flugzeug

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer:

  • HENSOLDT (Hauptauftragnehmer)
  • Lufthansa Technik Defense
  • Bombardier Defense

Bestand: 0

Bestellt: 3

Bedarf: 6 – 9

Kosten: 1,54 Mrd. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: ab 2027

Verzögerung: 20 Monate

Zweck/Ziel: Mit dem Projekt PEGASUS soll die bestehende Fähigkeitslücke in der Siganlerfassenden luftgestützten weiträumigen Überwachung und Aufklärung (SLWÜA) geschlossen werden. Das bedeutet, PEGASUS wird in der Lage seinen militärischen Funkverkehr und Radaremissionen zu erfassen und auf deren Basis ein elektronisches Lagebild zu erstellen. Damit wird das System einen wichtigen Beitrag zur Krisenfrüherkennung und Lagebeurteilung liefern.

Projektverlauf:

  • 28. Januar 2020: Das BMVg teilt mit, dass man das PEGASUS-Aufklärungssystem nicht mehr wie ursprünglich geplant mit einer unbemannten Plattform realisieren will, sondern auf ein bemanntes Geschäftsreiseflugzeug umschwenkt.
  • 23. Juni 2021: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von drei PEGASUS-Aufklärungssystemen für rund 1,5 Milliarden Euro zu.
  • 29. Juni 2021: Das BAAINBw beauftragt die Hensoldt Sensors GmbH mit der Herstellung und Lieferung von drei PEGASUS-Aufklärungssystemen. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2026 bis 2028 erfolgen.
  • 23. Oktober 2024: Das PEGASUS-System absolvierte erfolgreich seinen Erstflug, der den Beginn einer Reihe von Flugtests im Rahmen der zivilen luftfahrtrechtlichen Zulassung darstellt.
  • 11. Dezember 2025: Erste modifizierte Global 6000 landet bei der Lufthansa Technik in Hamburg; Beginn der Phase Systemintegration/-qualifizierung in Deutschland.
  • 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt dem 2. Änderungsvertrag des PEGASUS-Hauptvertrages zu. Laut BMVg soll dieser „die Realisierung erster Funktionalitäten im Jahr 2027 gewährleisten“. Darüber hinaus wird „eine neue Systematik zur integrierten Nachweisführung implementiert“, „die Beistellung des militärischen GPS (Global Positioning System) zum PEGASUS (Persistent German Airborne Surveillance System)-Projekt neu geregelt“ sowie zusätzliche Hardware für eine Interims-Aufklärungs- und Operationszentrale beschafft.
  • 8. Juli 2026: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung eines gebrauchten Luftfahrzeugs des Typs Bombardier Global 6000 für Schulungszwecke zu. Cockpit und Avionik sind baugleich mit den originären PEGASUS-Luftfahrzeugen, es verbleibt aber ohne jegliche Aufklärungssensorik. Mit dem Schulungsluftfahrzeug wird die Ausbildung und Qualifizierung des fliegenden Personals während der gesamten Nutzungsdauer des Waffensystems PEGASUS sichergestellt, ohne dass die vollausgestatteten Einsatz-Luftfahrzeuge dafür herangezogen werden müssen.

CH-47F SR Block II

CH-47F SR Block II - der zukünftige Schwere Transporthubschrauber der Bundeswehr
CH-47F / Foto: Bundeswehr/Dominik Lennartz

Typ: Schwerer Transporthubschrauber

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: The Boeing Company, Collins Aerospace und Honeywell International

Bestand: 0

Bestellt: 60

Bedarf: 60

Kosten: 7,216 Mrd. Euro (Beschaffung) / 749,5 Mio. Euro (Infrastruktur)

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 82)

Auslieferung: 2027 – 2033

Beschreibung:

Das Verteidigungsministerium hat den Letter of Offer and Acceptance der US-Regierung angenommen und damit die Beschaffung von 60 Schweren Transporthubschraubern CH-47F SR Block II mit Luftbetankungsfähigkeit vertraglich fixiert. Der über das Foreign-Military-Sales-Verfahren abgewickelte Auftrag umfasst zudem Ausbildungsgeräte, Boden- und Unterstützungsausrüstung, Ersatzteilpakete sowie weitere Dienstleistungen und Beistellungen im Rahmen eines „Total Package Approach“. Das reine Beschaffungsvolumen beläuft sich auf etwa 7,22 Mrd Euro; für bauliche Anpassungen an den künftigen Stationierungsorten (Hallen, Betriebsflächen, Tanklager u. Ä.) sind zusätzlich rund 750 Mio Euro vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Bundeswehr.

Die Auslieferung ist gestaffelt: 2027 sollen zunächst drei Maschinen zulaufen, es folgen neun in 2028, zwölf in 2029, zwölf in 2030, elf in 2031 und eine letzte 2033. Vertragspartner auf Regierungsseite ist das United States Army Security Assistance Command; industrielle Hauptbeteiligte sind Boeing, Collins Aerospace und Honeywell. Boeing hat zugesagt, unter dem Titel „Team Chinook Deutschland“ mit deutschen Firmen zusammenzuarbeiten, um langfristig einen substanziellen Wertschöpfungsanteil in Deutschland zu erzielen.

Für die 35-jährige Nutzungsdauer wird der Gesamtfinanzbedarf – inklusive Betrieb, Instandhaltung und Infrastruktur – auf etwa 10,26 Mrd. Euro geschätzt.

VIP-Hubschrauber

Foto: bomberpilot / Wikimedia Commons

Typ: VIP-Hubschrauber

Projektstatus: geplant

Auftragnehmer: /

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf:

Kosten: 200 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Die Bundeswehr will drei neue VIP-Hubschrauber für die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung anschaffen. Das geschätzte Kostenvolumen beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro. Diese neuen Hubschrauber sollen den derzeit verwendeten „Cougar“-Hubschrauber ersetzen, da sie als veraltet und modernisierungsbedürftig gelten.

Die Beschaffung ist jedoch umstritten. Kritiker bemängelten das Timing der Anschaffung angesichts notwendiger Haushaltskürzungen in anderen Bereichen. Sie argumentierten, dass bereits alternative Transportmöglichkeiten vorhanden seien, wie die „Super-Puma“-Hubschrauber der Bundespolizei, die ebenfalls für VIP-Flüge genutzt werden können. Zudem verfüge die Bundeswehr über weitere Transporthubschrauber, die allerdings nicht über die entsprechende VIP-Ausstattung verfügten.

Arrow

Raketenabwehrsystem Arrow - Deutschlands neuer Schutzschirm
Raketenabwehrsystem Arrow | Foto: Bundeswehr/Hildemann

Typ: Raketenabwehrsystem 

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer:

  • Israel Aerospace Industries (Hauptauftragnehmer)
  • Boeing
  • Elbit Systems
  • Tomer
  • Rafael Advanced Systems
  • MBDA Deutschland

Bestand: 1

Bestellt: 3

Bedarf: 3

Kosten: 6,7 Mrd. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 & Einzelplan 14 ab 2028

Auslieferung: 2025 – 2030

Ziel/Zweck: Arrow schließt die Fähigkeitslücke bei der Bekämpfung ballistischer Flugkörper in der oberen Abfangschicht — Systeme, die das gesamte Territorium der Bundesrepublik gegen weitreichende Raketen schützen können, besaß die Bundeswehr bis dahin nicht, sodass Deutschland dieser strategischen Bedrohung durch Waffensysteme großer Reichweite wie der russischen Oreschnik schutzlos gegenüberstand. Arrow ergänzt als äußerste Schale des „Zwiebelschalenprinzips“ die vorhandenen Systeme Patriot und IRIS-T SLM, die nur untere und mittlere Abfanghöhen abdecken. Das System ermöglicht die Frühwarnung vor und die exo-atmosphärische Bekämpfung anfliegender ballistischer Raketen oberhalb von 100 Kilometern Höhe, wobei der Lenkflugkörper Arrow 3 den Gefechtskopf allein durch die kinetische Aufschlagenergie eines Direkttreffers (Hit-to-Kill) zerstört und die Trümmer beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre größtenteils verglühen. Im Zielzustand soll es das gesamte Territorium Deutschlands, die Bevölkerung und kritische Infrastruktur rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr schützen und damit auch die „logistische Drehscheibe Deutschland“ für Truppen- und Materialbewegungen der Alliierten absichern.

Projektverlauf:

  • 14. Juni 2023: Der Haushaltsausschuss gibt grünes Licht für den Einstieg in die Beschaffung des Waffensystems Arrow inklusive der Lenkflugkörper Arrow 3 und gibt die Gelder für eine vorvertragliche Vereinbarung (Letter of Commitment) mit der israelischen Regierung frei. Die operationelle Anfangsbefähigung ist nach damaliger Planung für Ende 2025 vorgesehen; dafür muss die israelische Regierung in Vorleistung gehen und den Aufbau von Fertigung und Produktion zeitnah beauftragen, was den Beschaffungsprozess um sechs Monate beschleunigen kann. 
  • Juli 2023: Die Vertragsverhandlungen für den Beschaffungsvertrag wurden abgeschlossen.
  • 17. August 2023: Die US-Regierung stimmt dem beabsichtigten deutschen Kauf in Israel zu. Minister Gallant spricht anschließend vom größten Verteidigungsabkommen in der Geschichte Israels.
  • 28. September 2023: Boris Pistorius und sein israelischer Amtskollege Yoav Gallant zeichnen beim Antrittsbesuch Gallants im Berliner Bendlerblock eine Joint Declaration of Intent zum Projekt ARROW; in ihrer Gegenwart unterzeichnet die Präsidentin des BAAINBw gemeinsam mit ihrem israelischen Amtskollegen den Letter of Commitment zum System ARROW. Pistorius spricht vom „ersten Schritt zur Beschaffung von Arrow“.
  • 16. Oktober 2023: Beim Besuch von Pistorius auf dem Fliegerhorst Holzdorf wird Schönewalde als erster von drei Arrow-Standorten benannt. Der zusätzliche Investitionsbedarf zur Ertüchtigung der Infrastruktur für Arrow und die Schweren Transporthubschrauber wird mit 550 Mio. Euro beziffert.
  • 18. Oktober 2023: Der Haushaltsausschuss gibt 3,6 Milliarden Euro für die Beschaffung des Waffensystems Arrow frei. Hinzu kommen weitere 150 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen an den drei geplanten Standorten sowie 81 Millionen Euro für weitere Unterstützungsleistungen.
  • 23. November 2023: Das BAAINBw und das israelische Verteidigungsministerium unterzeichnen den Beschaffungsvertrag. Der Vertrag beinhaltet drei Arrow-Batterien, die dazugehörigen Lenkflugkörper des Typs Arrow 3, Ersatzteilpakete und Dienstleistungen für die Ausbildung des Bedienpersonals.
  • 4. Mai 2025: Bei einem Besuch bei IAI übernahm der ehemalige Inspekteur der Luftwaffe, General Ingo Gerhartz, erste Systemkomponenten, darunter das zentrale Kommunikationselement.
  • 3. Dezember 2025: Die Bundeswehr nimmt am Standort Schönewalde die erste Feuereinheit in Betrieb und erreichte damit die Anfangsbefähigung mit dem Arrow-System.
  • 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt dem ersten Änderungsvertrag zum Regierungskaufvertrag ARROW Weapon System für Deutschland (AWS-G) zu.
  • 18. Dezember 2025: Das BMVg und das israelische Verteidigungsministerium unterzeichnen eine Vertragserweiterung im Wert von 3,1 Milliarden Euro. Damit soll die Anzahl von Startgeräten und Lenkflugkörpern für das Luftverteidigungssystem Arrow erhöht werden.
  • 30. Juni 2026: Der Großraum Kaufbeuren wird als Standort der „Einsatzstellung Süd“ bekanntgegeben. Bayern überlässt dem Bund dafür von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftete Grundstücke zur Nutzung; langfristig wird ein Verkauf oder Tausch mit Eigentumsübertragung angestrebt.

Patriot

Vier weitere Patriot-Systeme für die Bundeswehr
PATRIOT | Foto: Bundeswehr/Lars Koch

Typ: Flugabwehrsystem großer Reichweite

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: RTX Corporation

Bestand: 7

Bestellt:

Bedarf: 24

Kosten: 2,8 Mrd. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 60

Auslieferung: 2025 – 2030

Beschreibung:

Als Ersatz für die drei an die Ukraine abgegebenen PATRIOT-Systeme sowie zum Ausbau der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten wurden mittlerweile acht neue Systeme bestellt. Zunächst stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestages am 20. März 2024 der Beschaffung von vier neuen PATRIOT-Systemen zu. Die Kosten für diese vier Systeme belaufen sich auf 1,28 Milliarden Euro. Zwei Systeme werden aus dem Sondervermögen und dem Einzelplan 14 finanziert. Die restlichen zwei werden aus dem Einzelplan 60, der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung, finanziert. Am 03. Juli 2024 hat der Haushaltsausschuss dann der Beschaffung von vier weiteren PATRIOT-Systemen zugestimmt. Der Beschaffungsumfang umfasst vier Radargeräte, fünf Feuerleitstände, 30 Startgeräte und vier abgesetzte Kampfführungsanlagen sowie vier Stromversorgungsanlagen und 39 Sattelzugmaschinen, so berichtet es zumindest ESUT. Die Kosten für diese Beschaffung belaufen sich auf 1,35 Milliarden Euro. Drei der vier Systeme werden über den Einzelplan 14 und eines über den Einzelplan 60 finanziert. Insgesamt erhält die Bundeswehr also acht neue PATRIOT-Flugabwehrsysteme für 2,63 Milliarden Euro. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2025 bis 2029 erfolgen. Laut Hartpunkt handelt es sich bei den neuen Systemen um die modernste Konfiguration C3+. Der Lower Tier Air and Missile Defense Sensor und das Integrated Battle Command System kommen jedoch noch nicht zum Einsatz. Nach Auslieferung aller acht Systeme und sofern keine weiteren PATRIOTs an die Ukraine abgegeben werden, würde die Bundeswehr künftig über insgesamt 15 dieser Flugabwehrsysteme verfügen.

IRIS-T SLM

Abstandswaffen und Luftverteidigungssysteme für die Ukraine
IRIS-T SLM | Foto: Diehl Defence / PIZ Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung

Typ: bodengebundenes Luftverteidigungssystem mittlerer Reichweite

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer:

  • Diehl Defence GmbH & CO. KG (Hauptauftragnehmer)
  • HENSOLDT (Radar TRML-4D)
  • Airbus Defence and Space (Führungssystem IBMS)
  • Rheinmetall MAN Military Vehicles (Trägerfahrzeuge)
  • Rohde & Schwarz (Kommunikationssysteme)

Bestand: 1 Feuereinheit

Bestellt: 6 Feuereinheiten & min. 881 Lenkflugkörper

Bedarf: bis zu 50 Feuereinheiten

Kosten: 950 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 61)

Auslieferung: 2024 – 2027 

Zweck/Ziel: Schließen der Fähigkeitslücke in der bodengebundenen Luftverteidigung mittlerer Reichweite.

Projektverlauf:

  • 14. Juni 2023: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung von sechs Feuereinheiten inkl. zugehöriger Lenkflugkörper für rund 950 Millionen Euro zu. Die Finanzierung erfolgt über das Sondervermögen der Bundeswehr, die geplante Nutzungsdauer beträgt 25 Jahre mit geschätzten Betriebskosten von etwa 753 Millionen Euro.
  • 22. Juni 2023: Das BAAINBw beauftragt die Diehl Defence GmbH & Co. KG mit der Herstellung und Lieferung von sechs IRIS-T-SLM-Feuereinheiten. Der Vertrag beinhaltet die Lieferung von sechs Feuereinheiten und 216 Lenkflugkörpern (davon 72 Ausbildung-LFK). Optional können 665 weitere Lenkflugkörper in zwei Tranchen aus dem Vertrag abgerufen werden. Das erste System soll „bereits im dritten Quartal 2024 für Qualifikationszwecke geliefert und beginnend ab Mitte 2025 der Luftwaffe als zukünftigem Nutzer übergeben werden“.
  • August 2024: Diehl Defence liefert die erste Feuereinheit IRIS-T SLM an das Beschaffungsamt der Bundeswehr aus.
  • 4. September 2024: Die Luftwaffe stellt die erste Feuereinheit IRIS-T SLM in Dienst und erklärt die Initial Operational Capability (IOC).
  • 13. November 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung der optional vereinbarten IRIS-T SLM Lenkflugkörper aus dem bestehendem Vertrag zu.
  • 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung über die Herstellung und Lieferung weiterer IRIS-T SLM Lenkflugkörper zu.
  • 18. Dezember 2025: Das BAAINBw schließt eine Rahmenvereinbarung mit Diehl Defence über die Herstellung und Lieferung weiterer IRIS-T SLM Lenkflugkörper. Stückzahlen und Kostenvolumen sind nicht bekannt.

Hughes Air Defence Radar Nachfolgesystem

Hughes Air Defence Radar Nachfolgesystem | Foto: HENSOLDT AG

Typ: Luftraumüberwachungsradar

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Hensoldt Sensors GmbH

Bestand: 1

Bestellt: 4

Bedarf: 4

Kosten: N/A

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: 2026 – 2030

Ziel/Zweck: Das Vorhaben „Hughes Air Defence Radar Nachfolgesystem“ (HADR NF) löst die veralteten, seit den 1980er-Jahren genutzten Hughes Air Defence Radare (HADR) durch vier neue Großraumradargeräte ab und stellt damit die kontinuierliche und lückenlose Überwachung des deutschen Luftraums weiterhin sicher. Beschafft wird ein marktverfügbares, erprobtes und im Einsatz bewährtes Multifunktionsradar vom Typ TRL-4D LR /ROT. Neben einer präziseren Zielerfassung im deutschen Luftraum ermöglicht das System erstmals auch die Erfassung taktischer ballistischer Flugkörper. Damit leistet die Bundeswehr weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Nationalen Sicherheit im Luftraum sowie zur Integrierten NATO-Luftverteidigung im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung.

Projektverlauf:

  • 23. Juni 2021: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung von vier Großraumradargeräten zur Luftraumüberwachung zu.
  • 22. Juli 2021: Das BAAINBw beauftragt die Hensoldt Sensors GmbH mit der Herstellung, Lieferung und Installation von vier Großraumradargeräten zur Luftraumüberwachung.
  • März 2026: Das erste TRL-4D LR /ROT ist am Standort „Bunker Balduin“ in Brockzetel geliefert und installiert.
  • Bis 2030 (geplant): Ablösung der bestehenden HADR-Systeme durch die TRL-4D LR /ROT. 

Weltraumüberwachungsradar

Bundeswehr erhält neues Weltraumüberwachungsradar
Foto: Bundeswehr/Jennifer Heyn

Typ: Weltraumüberwachungsradar (WRÜbwR)

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Indra Avitech

Bestand: 0

Bestellt: 2

Bedarf: 2

Kosten: 206,09 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 95) & Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 05)

Auslieferung: 2028

Ziel/Zweck: Die Beschaffung von Weltraumüberwachungsradaren (WRÜbwR) soll dem Weltraumkommando der Bundeswehr erstmals eine eigenständige und kontinuierliche Erfassung von Objekten im niedrigen Erdorbit (LEO) ermöglichen. Ziel ist der Aufbau einer unabhängigen nationalen Fähigkeit zur Weltraumlagebilderstellung sowie zum Schutz kritischer Weltrauminfrastruktur. Das Weltraumüberwachungsradar ist „ein wesentliches Teilprojekt des künftigen Systems zur Weltraumüberwachung“.

Projektverlauf:

  • 18. Dezember 2024: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung eines Weltraumüberwachungsradar (WRÜbwR) für 114,32 Millionen Euro zu. Die Finanzierung erfolgt über das Sondervermögen Bundeswehr und den Einzelplan 14. Die erwarteten Nutzungskosten belaufen sich auf rund 24,5 Millionen Euro für den Zeitraum bis 2046 und sollen über den Einzelplan 14 finanziert werden.
  • 19. Dezember 2024: Das BAAINBw hat mit Indra Avitech einen Rahmenvertrag über die Herstellung und Lieferung von Weltraumüberwachungsradaren geschlossen. Festbeauftragt wurde zunächst ein Radarsystem. Dieses soll bis Ende 2028 auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück errichtet werden.
  • 25. März 2026: Der Haushaltsausschuss stimmt dem 1. Änderungsvertrag nebst Neufassung des Beschaffungsvertrages über die Herstellung und Lieferung, Installation und Inbetriebnahme eines auf den permanenten Betrieb ausgelegten Weltraumüberwachungsradars (WRÜbwR) sowie Auslösung der Option 1 (Bestellung eines weiteren WRÜbwR) zu. Dafür wurden 91,77 Millionen Euro freigegeben. Die Stationierung des zweiten Radars ist in Finnland oder Schweden geplant.

JEWEL

Typ: Raketenfrühwarnsystem

Projektstatus: geplant

Auftragnehmer: /

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: N/A

Kosten: N/A

Finanzierung: N/A

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Deutschland und Frankreich haben bei ihrem Treffen Ende August beschlossen, gemeinsam ein Frühwarnsystem für Raketenangriffe zu entwickeln. Das Projekt namens JEWEL soll aus zwei Komponenten bestehen: Satelliten im Weltall, die mit Infrarotsensoren feindliche Raketenstarts erkennen (basierend auf dem ODIN’S EYE-Projekt), und einem Netzwerk von Bodenradars.

Das weltraumgestützte ODIN’S EYE-Projekt wird vom European Defence Fund finanziert und vom deutschen Unternehmen OHB koordiniert. Aufgrund der vielen beteiligten Partner gilt es als sehr komplex. Das Frühwarnsystem soll nicht nur Abwehrmaßnahmen ermöglichen, sondern ist für Frankreich auch wichtig für mögliche nukleare Vergeltungsschläge.

Die Initiative JEWEL soll auch anderen Partnern offenstehen und durch entsprechende Absichtserklärungen formalisiert werden.

TWISTER

TWISTER | Foto: MBDS

Typ: Weltraumbasiertes Frühwarnsystem 

Projektstatus: Entwicklung

Auftragnehmer: MBDA

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: N/A

Kosten: N/A

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: ab 2030

Beschreibung:

TWISTER steht für „Timely Warning and Interception with Space-based TheatER Surveillance“ und soll der rechtzeitigen Warnung und Abwehr von Flugkörpern dienen. Das PESCO-Projekt wird von Frankreich geführt und zusammen mit Deutschland, Italien, Spanien, Niederlande und Finnland entwickelt. TWISTER soll in der Lage sein, gelenkte ballistische Raketen mittlerer Reichweite, Über- und Hyperschall-Marschflugkörper, Hyperschall-Gleiter sowie Kampfflugzeuge der sechsten Generation aufzuklären und zu bekämpfen. Die Abwehrkomponente von TWISTER soll dabei in bestehende und künftige Land- und Marinesysteme integriert werden können. Läuft alles nach Plan, soll TWISTER bis 2030 in Betrieb genommen werden.

HYDEF

Typ: Hyperschallabwehrflugkörper

Projektstatus: Entwicklung

Auftragnehmer: SMS uvm.

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: N/A

Kosten: 110 Mio. Euro (Entwicklung)

Finanzierung: European Defence Fund & Einzelplan 14

Auslieferung: Anfang der 2030er Jahre

Beschreibung:

HYDEF steht für „Hypersonic Defence Interceptor Study“. Dabei geht es, wie der Name schon erahnen lässt, um eine Studie zur Entwicklung eines Abwehrlenkflugkörpers gegen Hyperschallbedrohungen. Das Gesamtsystem soll zukünftig in der Lage sein, Hypersonic Cruise Missiles (HCM) und Hypersonic Glide Vehicles (HGV) aufzuklären und zu bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung soll laut Diehl Defence bei über 100 km liegen. Eingesetzt werden soll es wohl von Land als auch von See aus.

HYDIS

Typ: Hyperschallabwehrflugkörper

Projektstatus: Entwicklung

Auftragnehmer: MBDA

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: N/A

Kosten: 80 Mio. Euro

Finanzierung: European Defence Fund

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

HYDIS steht für „HYpersonic Defence Interceptor Study“. Dabei handelt es sich genauso wie bei HYDEF um eine Studie zur Entwicklung eines Abwehrlenkflugkörpers gegen Hyperschallbedrohungen.

Arrow 4

ARROW 3 - Territoriale Flugkörperabwehr für Deutschland
Foto: DVIDS / MDA

Typ: Flugabwehrrakete

Projektstatus: geplant

Auftragnehmer: IAI

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: N/A

Kosten: N/A

Finanzierung: offen

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Die Luftwaffe will den aktuell in Entwicklung befindlichen Lenkflugkörper Arrow 4 ergänzend zu den bereits bestellten Arrow 3 Lenkflugkörpern beschaffen. Beide Lenkflugkörper können von denselben Radaren und Abschussgeräten eingesetzt werden.

PAC-3 MSE

Bundeswehr erhält 248 PAC-3 MSE Lenkflugkörper
PAC-3 MSE | Foto: Lockheed Martin

Typ: Flugabwehrlenkflugkörper 

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: Lockheed Martin

Bestand: 50

Bestellt: min. 298

Bedarf: 650+

Kosten: min. 1,922 Mrd. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundes (Kapitel 1491 Titel 554 08), Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08) & Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)

Auslieferung: 2028 (75 Stück), 2029 (70 Stück), 2030 (70 Stück), 2031 (33 Stück)

Beschreibung:

  • 6. November 2019: Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt der Beschaffung von 50 PAC-3 MSE Lenkflugkörpern einschließlich Zubehör für rund 292,5 Millionen Euro zu.
  • 15. August 2024: Das US-Außenministerium genehmigt den Verkauf von bis zu 600 PAC-3 MSE Lenkflugkörpern für rund 5 Milliarden US-Dollar an Deutschland.
  • 18. Dezember 2024: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung weiterer 248 PAC-3 MSE Lenkflugkörper für rund 1,63 Milliarden Euro zu.
  • 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung weiterer PAC-3 MSE Lenkflugkörper zu. Stückzahl und Kostenvolumen sind bislang unbekannt.

PAC-2 GEM-T

PAC-2 GEM-T | Foto: RTX

Typ: Flugabwehrlenkflugkörper

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: COMLOG GmbH & RTX

Bestand: N/A

Bestellt: ca. 900

Bedarf: N/A

Kosten: ca. 4,5 Mrd. Euro

Finanzierung:

  • Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 08)
  • Einzelplan 14 ab 2028 (Kapitel 1405 Titel 554 08)
  • Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03 )

Auslieferung: 2027 – 2033 

Beschreibung:

Bisher wurden folgende Bestellung getätigt:

  • Beschaffung von Lenkflugkörpern PAC-2 GEM-T als Sofortpaket II. Gut informierten Kreisen zufolge ca. 300 Stück für 1,5 Milliarden Euro. (10. September 2025)
  • 400 Lenkflugkörper PAC-2 GEM-T für 2,4 Milliarden Euro zur Auffüllung der Munitionsbestände der Bundeswehr. Finanziert über das Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 und den Einzelplan 14 ab 2028.
  • 100 Lenkflugkörper PAC-2 GEM-T für 602,1 Millionen Euro als Ersatz für an die Ukraine abgegebenes Material. Finanziert über den Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03).

Die Nutzungskosten von 500 Lenkflugkörpern PAC-2 GEM-T für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren werden auf 162 Millionen Euro geschätzt.

METEOR

Weitere METEOR-Lenkflugkörper unter Vertrag
METEOR | Foto: MBDA Deutschland

Typ: Luft-Luft-Lenkflugkörper mittlerer Reichweite

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: MBDA

Bestand: 250

Bestellt: min. 441 insgesamt

  • 1. Los: 150 LFK
  • 2. Los: 100 LFK
  • 3. Los: 191 LFK
  • 4. Los N/A

Bedarf: N/A

Kosten: min. 706 Mio. Euro

  • 1. Los: N/A
  • 2. Los: 185 Mio. Euro
  • 3. Los: 521 Mio. Euro
  • 4. Los N/A

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: 2016 – 2030

  • 1. Los: 2016 – 2019
  • 2. Los: N/A (ist aber bereits ausgeliefert)
  • 3. Los: 2027 – 2030
  • 4. Los: N/A

Zweck/Ziel: Der Lenkflugkörper METEOR dient als Hauptbewaffnung des Eurofighters für den Luftkampf im mittleren Entfernungsbereich.

Projektverlauf:

  • 2013: Erster Beschaffungsvertrag über insgesamt 150 LFK METEOR geschlossen. Auslieferung im Zeitraum von 2016 bis 2019 vorgesehen.
  • 11. Dezember 2019: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung eines 2. Loses zu. Für rund 185 Millionen Euro sollen weitere 100 LFK METEOR inklusive Zubehör bestellt werden.
  • 16. Dezember 2019: Das BAAINBw beauftragt MBDA mit der Herstellung und Lieferung des 2. Loses LFK METEOR.
  • 13. November 2024: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung eines 3. Loses für rund 521 Millionen Euro zu. Laut Bayern-Chemie, einem Tochterunternehmen des MBDA, wurden 191 weitere LFK METEOR genehmigt. Der Auftragswert wird mit rund 400 Millionen Euro angegeben. Die Auslieferung soll im Zeitraum von 2027 bis 2030 erfolgen.
  • 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung eines 4. Loses zu.
  • 21. Januar 2026: MBDA hat vom Meteor Integrated Joint Programme Office (IJPO) einen Auftrag zur Lieferung weiterer LFK METEOR an die Bundeswehr erhalten. Stückzahlen und Kostenvolumen sind nicht bekannt.

AIM-120D-3 AMRAAM

Luftwaffe will 400 AIM-120D-3 AMRAAM Lenkflugkörper beschaffen
Foto: DVIDS (The appearance of U.S. Department of Defense (DoW) visual information does not imply or constitute DoW endorsement.)

Typ: Luft-Luft-Lenkflugkörper mittlerer Reichweite

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: RTX Corporation

Bestand: 0

Bestellt: N/A

Bedarf: 400

Kosten: 1,23 Mrd. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: N/A

Ziel/Zweck: Beschaffung von Luft-Luft-Lenkflugkörpern mittlerer Reichweite für das Waffensystem F-35A.

Projektverlauf:

  • 25. September 2025: Das US-Außenministerium genehmigt den Verkauf von 400 AIM-120D-3 Advanced Medium Range Air-to-Air Missiles (AMRAAM), also Luft-Luft-Lenkflugkörpern mittlerer Reichweite, für 1,23 Milliarden Euro an Deutschland.
  • 25. März 2026: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung des 1. Loses LFK L/L AMRAAM für das Waffensystem F-35A zu. Stückzahl, Kosten und Zeitplan sind nicht bekannt.

AIM-120C-8 AMRAAM

AIM-120 AMRAAM | Foto: Bundeswehr/Jane Schmidt

Typ: Luft-Luft-Lenkflugkörper mittlerer Reichweite

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: RTX Corporation

Bestand: N/A

Bestellt: 237 Lenkflugkörper & 114 Trainings-Lenkflugkörpern

Bedarf: 1.074+

Kosten: 572,55 Mio Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr bis 2027 (Kapitel 1491 Titel 554 08) & Einzelplan 14 ab 2028 bis 2033 (Kapitel 1405 Titel 554 08)

Auslieferung: 2026 – 2032

Beschreibung:

Folgende Lose wurden bisher bestellt:

  • 3. Los mit 52 Lenkflugkörpern und 52 Trainings-Lenkflugkörpern für 121,58 Millionen Euro. Die Nutzungskosten bis 2056 werden auf 9,93 Millionen Euro geschätzt. (25. September 2024)
  • 2. Los mit 80 Lenkflugkörpern und 32 Trainings-Lenkflugkörpern für 177,98 Millionen Euro. Die Nutzungskosten bis 2055 werden auf 53,86 Millionen Euro geschätzt. (15. Mai 2024)
  • 1. Los mit 105 Lenkflugkörpern und 30 Trainings-Lenkflugkörpern für 272,99 Millionen Euro. Erstbedarf an Bewaffnung für die neuen F-35A.(14. Dezember 2022)

IRIS-T

IRIS-T Block II - Vertrag zur Weiterentwicklung geschlossen
IRIS-T – Luft-Luft-Lenkflugkörper / Foto: Diehl Defence GmbH & Co. KG

Typ: Luft-Luft-Lenkflugkörper kurzer Reichweite

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Diehl Defence GmbH & Co. KG

Bestand: ca. 1.130

Bestellt: 120

Bedarf: 2.410

Kosten: 108 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)

Auslieferung: 2026 – 2030

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit Diehl Defence eine Rahmenvereinbarung über bis zu 1.280 Luft-Luft-Lenkflugkörper kurzer Reichweite IRIS-T abgeschlossen. In einem ersten fest beauftragten Los werden 120 Flugkörper für rund 108 Millionen Euro beschafft; sie ersetzen Exemplare, die zuvor an die Ukraine abgegeben wurden. Die Finanzierung dieses Anfangs­loses erfolgt deshalb über den Einzelplan 60 Kapitel 6002 Titel 687 03 („Ertüchtigung von Partnerstaaten“).

Darüber hinaus ist die Beschaffung weiterer 300 IRIS-T Lenkflugkörper für 300 Millionen Euro geplant, das geht aus einem vertraulichen Dokument hervor, das POLITICO einsehen konnte.

IRIS-T ist ein infrarotgesteuerter Luft-Luft-Lenkflugkörper und Hauptbewaffnung der deutschen Eurofighter- und Tornado-Jets. Künftig soll er auch auf den Flugabwehrraketenpanzern im Rahmen des LVS NNbS zum Einsatz kommen.

AIM-9X Sidewinder Block II+

Foto: Washington Headquarters Services – AIM-9X Block II Sidewinder (AIM-9X Blk II) Selected Acquisition Report (SAR), Page 1, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67016690

Typ: Luft-Luft-Lenkflugkörper kurzer Reichweite

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Raytheon Missile Systems

Bestand: N/A

Bestellt: 75 LFK AIM-9X SWIDWINDER Block II & 30 LFK AIM-PX CATM Training Missiles

Bedarf: N/A

Kosten: 109,09 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 60 (Kapitel 6002 Titel 687 03)

Auslieferung: 2028 (30 Stück) – 2029 (75 Stück)

Beschreibung:

Das Bundesministerium der Verteidigung hat einen Vertrag zur Beschaffung von infrarotgesteuerten Luft-Luft-Lenkflugkörpern kurzer Reichweite des Typs AIM-9X SIDEWINDER Block II+ geschlossen. Der Vertrag umfasst insgesamt 75 Gefechtsflugkörper AIM-9X SIDEWINDER Block II+ und 30 Trainingsflugkörper (AIM-9X CATM). Hauptauftragnehmer ist die Regierung der USA, während Raytheon Missile Systems aus Tucson, Arizona, als Hauptunterauftragnehmer fungiert.

Die Lieferungen sind wie folgt geplant: Die 75 AIM-9X SIDEWINDER Block II+ sollen 2029 geliefert werden, die 30 Trainingsflugkörper bereits 2028. Der Vertrag endet entweder 24 Monate nach der letzten Lieferung (geplant für erstes Quartal 2029), nach der letzten Serviceleistung oder 36 Monate nach der letzten Ausbildungsleistung (geplant für viertes Quartal 2031).

Zur Sicherstellung der Einsatz- und Versorgungsreife der Flugkörper sind ergänzende nationale Verträge vorgesehen, mit einem Finanzbedarf von etwa 11,95 Mio. Euro (2023–2031). Zusätzlich sind weitere FMS-Verträge zur Unterstützung der Versorgungsreife, etwa zur Beschaffung von Prüfgeräten und Lagerhilfsmitteln, in Höhe von rund 17,85 Mio. Euro (2025–2031) erforderlich.

Taurus NEO

TAURUS KEPD-350  | Foto: MBDA Deutschland

Typ: Marschflugkörper

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Taurus Systems GmbH (Joint Venture von MBDA Deutschland und Saab)

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: 600

Kosten: ca. 450 Mio. Euro (Serienvorbereitung) / 2,1 Mrd. Euro (Gesamtvolumen)

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: ab 2029

Beschreibung:

  • 17. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt dem Vertrag über die Serienvorbereitung der Modularen Abstandswaffe TAURUS NEO (New Enhanced Operational Capability) zu.
  • 18. Dezember 2025: Das BAAINBw hat die Taurus Systems GmbH mit der Vorbereitung einer Fertigungslinie für die Serienproduktion des neuen Marschflugkörpers TAURUS NEO beauftragt. Das Kostenvolumen wird auf 450 Millionen Euro geschätzt (415 Mio. Euro für die Vorbereitung der Serienproduktion und 35 Mio. Euro für die Weiterentwicklung der Abstandswaffe).

Laut Informationen des Spiegels plant die Bundeswehr die Beschaffung von insgesamt 600 Taurus NEO für rund 2,1 Milliarden Euro. Die ersten Marschflugkörper sollen ab 2029 an die Truppe ausgeliefert werden.

Joint Strike Missile

Deutschland will Joint Strike Missile beschaffen
Joint Strike Missile | Foto: KONGSBERG

Typ: Marschflugkörper

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Kongsberg Defence & Aerospace

Bestand: 0

Bestellt: N/A

Bedarf: N/A

Kosten: ca. 987 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: ab 2027

Ziel/Zweck: Beschaffung von Marschflugkörpern des Typs Joint Strike Missile (JSM) für das Waffensystem F-35A. Die JSM basiert auf der Technologie der bereits erprobten Naval Strike Missile (NSM). Die Integration und Qualifizierung des JSM wird derzeit von der norwegischen Luftwaffe finanziert und vorangetrieben. Der Marschflugkörper ist für Einsätze über Land und See konzipiert und nutzt ein präzises Navigationssystem sowie einen Tiefflugmodus. Die Zielerkennung erfolgt automatisch über einen Infrarotsuchkopf mit Bildverarbeitung.

Projektverlauf:

  • 4. Juni 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages gibt 677 Millionen Euro für die Beschaffung von Joint Strike Missile (JSM) für das Waffensystem F-35A frei. Die Beschaffung erfolgt in Kooperation mit Norwegen.
  • 30. Juni 2025: Das BAAINBw hat KONGSBERG mit der Herstellung und Lieferung von JSM für das Waffensystem F-35A beauftragt.
  • 3. Dezember 2025: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung weiterer JSM zu – Stückzahl und Kosten unbekannt.
  • 18. Mai 2026: Das BAAINBw hat KONGSBERG mit der Herstellung und Lieferung weiterer JSM im Wert von rund 310 Millionen Euro (3,5 Milliarden norwegischen Kronen) beauftragt.

Brimstone 3

Bundeswehr kann bis zu 3.266 Brimstone 3 bestellen
Brimstone 3 | Foto: MBDA

Typ: Luft-Boden-Lenkflugkörper kurzer Reichweite 

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: MBDA Deutschland

Bestand: 0

Bestellt: 274

Bedarf: 3.266

Kosten: 376 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: 2028 – 2033

Beschreibung:

Am 26. Juni 2024 genehmigte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die entsprechene 25-Millionen-Euro-Vorlage für einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 3.266 Brimstone-3-Lenkflugkörpern. Zunächst sollen 274 „Operational Missiles Brimstone“ inklusive Start- und Testgeräten sowie weiterem Zubehör im Wert von rund 376 Millionen Euro fest bei MBDA Deutschland bestellt werden. Weitere 29 Brimstone-Raketen sind für die Einsatzprüfung und 75 für Trainings- und Telemetrie-Zwecke vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen der Bundeswehr. Die Auslieferung soll ab 2028 erfolgen.

Die Raketen sind für den Einsatz auf dem Eurofighter vorgesehen, der dafür angepasst werden muss. Mit den Brimstone-Raketen soll die Luftwaffe in der Lage sein, stationäre und bewegliche Ziele am Boden und über Wasser präzise zu bekämpfen. Die Brimstone-Rakete wird bereits von der Royal Air Force genutzt, die eine Qualifikation für den Eurofighter vorgenommen hat. Für die Luftwaffe könnte eine spezielle Delta-Qualifikation erforderlich sein, um deutsche Besonderheiten zu berücksichtigen. Der Vertrag, der bis Ende 2033 läuft, soll nach parlamentarischer Zustimmung im Juli geschlossen werden. Weitere Abrufe über 25 Millionen Euro bedürfen einer erneuten Befassung des Bundestages.

Spezialmunition „Special Payload“

Verkehrszulassung für German Heron TP erteilt
Foto: By MathKnight and Zachi Evenor, CC BY 4.0

Typ: Luft-Boden-Lenkflugkörper 

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: /

Bestand: 0

Bestellt: 140 Flugkörper (80 für den opelrationellen Einsatz & 60 für die Waffenausbildung)

Bedarf: N/A

Kosten: 152,6 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08 & Titel 687 05)

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Das Verteidigungsministerium will – vorbehaltlich der Aufhebung eines Haushaltsausschuss-Beschlusses von 2018 – die deutsch-israelische Regierungsvereinbarung zum „German Heron TP“ um eine erste Änderungsvereinbarung ergänzen, um das unbemannte Luftfahrzeugsystem vollständig zu bewaffnen. Das Paket (rund 152,61 Mio. €) umfasst Bewaffnung, Ausbildung und zugehörige Ausrüstung. Hintergrund ist, dass der Heron TP 2018 als unbewaffnete Übergangslösung bis zur Einführung der Eurodrohne gebilligt wurde und den Heron 1 in den Einsätzen ablösen soll; angesichts der aktuellen Lage sieht das BMVg nun dringenden Handlungsbedarf.

Kernstück ist die Beschaffung von 140 Lenkflugkörpern („Special Payload“) – 60 für die Waffenausbildung, 80 für den operationellen Einsatz – einschließlich bewaffnungsspezifischer Technik, Infrastruktur, Umrüstsätzen und Simulatoren. Die Auslieferung sollen ab dem 24. Monat nach Unterzeichnung beginnen. Da die Bewaffnung israelischer Herkunft ist, bedarf deren Export der Zustimmung der israelischen Regierung. Intergouvernementale Absprachen dieser Art unterliegen nicht dem Vergaberecht.

GBU-53 Stormbreaker

GBU-53 Stormbreaker | Foto: U.S. Air Force / William Lewis

Typ: Gleitbombe 

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: RTX

Bestand: 0

Bestellt: 344

Bedarf: N/A

Kosten: 210,13 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 81)

Auslieferung: 2027 (20 Stück), 2028 (100 Stück), 2029 (224 Stück)

Beschreibung:

Das Bundesministerium der Verteidigung hat mit der Regierung der Vereinigten Staaten einen Vertrag zur Beschaffung von 344 Gleitbomben des Typs GBU-53 Stormbreaker (SDB II) abgeschlossen. Neben den Bomben umfasst der Vertrag notwendiges Material, Geräte für die Inbetriebnahme und den Anfangsflugbetrieb, sowie entsprechende Ausbildungs- und Unterstützungsleistungen einschließlich einer logistischen und technischen Unterstützung für sieben Jahre. Die Lieferungen sind gestaffelt für die Jahre 2027 (20 Stück), 2028 (100 Stück) und 2029 (224 Stück) vorgesehen. Der Vertrag endet 24 Monate nach der letzten Lieferung bzw. Serviceleistung oder 36 Monate nach Abschluss der Ausbildungsleistungen. Das Finanzvolumen beträgt derzeit rund 210,13 Mio. Euro. Hauptauftragnehmer ist die US-Regierung, die auch für die Einbindung der Unterauftragnehmer verantwortlich ist.

GBU-31 & GBU-54

GBU-31 | Foto: DVIDS/Joseph Eddins

Typ: Präzisionsbomben 

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Boeing

Bestand: N/A

Bestellt: 162 EA Bombe BLU-109/B, 264 EA Bombe MK82, 180 EA KMU-557F/B, 246 EA KMU-572F/B, 249 EA DSU-38A/B sowie 450 EA FMU-139 D/B

Bedarf: N/A

Kosten: 68,13 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr (Kapitel 1491 Titel 554 81)

Auslieferung: 2023 – 2027

Beschreibung:

Das Bundesministerium der Verteidigung hat einen Vertrag mit der US-Regierung zur Beschaffung von Luft-Boden-Effektoren der Typen GBU-31 und GBU-54 abgeschlossen. Der Vertrag umfasst 162 Bomben BLU-109/B, 264 Bomben MK82, 180 Steuerungseinheiten KMU-557F/B, 246 Steuerungseinheiten KMU-572F/B, 249 Zielsuchköpfe DSU-38A/B sowie 450 Zünder FMU-139 D/B. Weiterhin beinhaltet er Peripheriegeräte für die Inbetriebnahme und den Anfangsflugbetrieb, wie Prüf- und Sonderwerkzeuge, Ausbildungsmittel, Dokumentation, Ersatzteile und sieben Jahre logistische und technische Unterstützung.

Hauptauftragnehmer ist die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, welche auch die Unterauftragnehmer bestimmt. Der Vertrag endet entweder 24 Monate nach der letzten Lieferung (geplant für das zweite Quartal 2027), nach der letzten Serviceleistung oder 36 Monate nach Abschluss der Ausbildung. Die Lieferungen sind für den Zeitraum 2023 bis 2027 vorgesehen. Das Gesamtfinanzvolumen beläuft sich auf rund 68,127 Mio. Euro.

Patronen 27mm x 145 FAP

Typ: panzerbrechende Munition 

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: /

Bestand: N/A

Bestellt: N/A

Bedarf: N/A

Kosten: 53 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: bis 2027

Ziel/Zweck: Beschaffung zusätzlicher panzerbrechender Munition des Typs 27 mm x 145 FAP für die Bordkanonen der Tornado- und Eurofighter-Kampfflugzeuge sowie für die Marineleichtgeschütze.

Projektverlauf:

  • 8. Oktober 2025: Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt der Beschaffung zusätzlicher 27 mm x 145 FAP-Patronen im Wert von rund 53 Millionen Euro zu.
  • 20. Mai 2026: Der Haushaltsausschuss stimmt der Beschaffung zusätzlicher 27 mm x 145 FAP-Patronen zu – Stückzahl und Kosten unbekannt.

Litening 5

Foto: Von rhk111/Wikimedia Commons

Typ: Zielbeleuchtungsbehälter 

Projektstatus: genehmigt

Auftragnehmer: Rafael Advanced Defence Systems

Bestand: 0

Bestellt: 0

Bedarf: 90

Kosten: 350 Mio. Euro

Finanzierung: ca. Einzelplan 14 & Sondervermögen Bundeswehr

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Kauf von 90 Zielbeleuchtungs- und Aufklärungspods des Typs Litening 5 für den Eurofighter genehmigt. Das Vorhaben kostet rund 350 Millionen Euro, finanziert aus dem Sondervermögen Bundeswehr und dem regulären Verteidigungshaushalt. Vertragspartner ist der israelische Hersteller Rafael Advanced Defence Systems.

Der Litening 5-Behälter ersetzt das ältere Modell Litening III und bietet verbesserte Sensorik: Piloten können Bodenziele auf große Distanz aufklären, anvisieren und für Präzisionswaffen wie den Luft-Boden-Lenkflugkörper Brimstone 3 markieren – auch bei schlechter Sicht und gegen bewegliche Ziele.

IR-BIRDIE

Foto: Bundeswehr/Francis Hildemann

Typ: Scheinziele 

Projektstatus: Auslieferung

Auftragnehmer: Rheinmetall Waffe Munition GmbH

Bestand: N/A

Bestellt: bis zu 476.280 (Rahmenvertrag)

Bedarf: 476.280 (Bedarf bis 2029)

Kosten: 49,3 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 Titel 554 08)

Auslieferung: 2023 – 2029

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit der Rheinmetall Waffe Munition GmbH einen Rahmenvertrag (ohne Mindestabrufmenge) über bis zu 49,345 Millionen Euro für Scheinziele geschlossen. Laufzeit: Dezember 2023 bis Dezember 2029. Geliefert werden können maximal 349.920 Stück des Typs DM189A1 (jährlich bis zu 51.840, 2023 bis zu 38.880) und 126.360 Stück des Typs DM169A1 (jährlich bis zu 19.440, 2023 bis zu 9.720).

Surveillance Data Distribution System – Next Generation

Typ: militärisches Radardatennetz 

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: FREQUENTIS Comsoft GmbH

Bestand: N/A

Bestellt: N/A

Bedarf: N/A

Kosten: N/A

Finanzierung: Einzelplan 14

Auslieferung: N/A

Beschreibung:

Nach rund 20 Jahren muss das erste militärische Radardatennetz in Deutschland, MilRADNET, durch ein Nachfolgesystem abgelöst werden. Im Vergleich zum Vorgängersystem soll das SDDS-NG noch leistungsfähiger und zugleich skalierbarer sein.

Ground Exploitation Systeme

Typ: Luftbildauswerteanlagen

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Rafael Advanced Defense System 

Bestand: 0

Bestellt: 4

Bedarf: 5

Kosten: 101,1 Mio. Euro

Finanzierung: Einzelplan 14 (Kapitel 1405 554 10)

Auslieferung: Oktober 2024 – Februar 2026 

Beschreibung:

Das BAAINBw hat mit Rafael Advanced Defense Systems einen Vertrag über rund 101,1 Mio. Euro zur Lieferung von vier Luftbildauswerteanlagen (Ground Exploitation Stations, GES) in geschützten, autark betreibbaren Containern geschlossen. Der Auftrag umfasst die Containeranlagen inklusive Klimamodulen, Stromerzeugern, adaptivem ballistischem Schutz, Dokumentation sowie Schulungen für Bedien- und Technikpersonal.

Die neuen GES gehören zum Vorhaben „Aufklärungssystem fliegende Plattformen“, das seit 2010 für Tornado und inzwischen auch für den Eurofighter genutzt wird; die Auswertung wurde auf Full-Motion-Video erweitert und ist auch für Heron 1 und German Heron TP einsetzbar. Mit den geschützten Containerlösungen werden weltweite Verlegefähigkeit, Abstrahlsicherheit (Informationssicherheit), Arbeits- und Ergonomieschutz sowie Klimatisierung verbessert. Hintergrund ist der Ersatz der vier bisher vorhandenen, ungeschützten und obsoleszenzbehafteten GES-Container, die nur eingeschränkt verlegefähig sind und zeitgleich u. a. in Afghanistan, Jordanien, Mali und am Heimatstandort genutzt wurden. Geplant ist der Einsatz von zwei GES für internationales Krisenmanagement, einer GES für Landes- und Bündnisverteidigung (z. B. NATO-Ostflanke) sowie einer stationierten GES in Deutschland für Reachback-Unterstützung und Ausbildung. Wesentliche Unterauftragnehmer sind ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH sowie INFODAS.

Flugfeldlöschfahrzeuge

Flugfeldlöschfahrzeuge | Foto: Rosenbauer Deutschland GmbH

Typ: Flugfeldlöschfahrzeug

Projektstatus: bestellt

Auftragnehmer: Rosenbauer Deutschland GmbH

Bestand: N/A

Bestellt: 35

Bedarf: 60+

Kosten: 84,1 Mio. Euro

Finanzierung: Sondervermögen Bundeswehr & Einzelplan 14

Auslieferung: 2026 – 2029

Beschreibung:

Das BAAINBw hat einen Rahmenvertrag mit Rosenbauer Deutschland GmbH über die Lieferung von bis zu 60 Flugfeldlöschfahrzeugen abgeschlossen. Der Vertrag läuft über 20 Jahre und soll die veraltete Flugfeldlöschfahrzeug-Flotte der Bundeswehr modernisieren.

Die Bundeswehr betreibt Flughäfen sowohl im Inland als auch bei Auslandseinsätzen. Für den Brandschutz auf diesen Anlagen sind spezialisierte Löschfahrzeuge erforderlich. Die derzeit im Auslandseinsatz verwendeten Fahrzeuge sind bereits fast 50 Jahre alt und müssen dringend ersetzt werden. Die für Inlandseinsätze genutzten Fahrzeuge stammen aus der Zeit ab 2005 und sind entsprechend jünger.

Der langfristige Rahmenvertrag ermöglicht es der Bundeswehr, ihre gesamte Flotte von Flugfeldlöschfahrzeugen dieser Leistungsklasse schrittweise zu erneuern. Zunächst sollen bis 2029 insgesamt 35 Fahrzeuge beschafft werden, die ersten Lieferungen sind für 2026 geplant.

Die neuen Löschfahrzeuge verfügen über einen 12.500 Liter fassenden Wassertank und einen ausfahrbaren Löschgelenkarm. Sie sollen sowohl bei Auslandseinsätzen als auch im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung zum Einsatz kommen.

Durch die Entscheidung für einen einzigen Hersteller für die Fahrzeugklasse 8×8 will die Bundeswehr ihr Flottenmanagement modernisieren. Dies soll den organisatorischen und bürokratischen Aufwand reduzieren und gleichzeitig Ausbildung und Logistik vereinfachen.

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