Das Münchner Technologieunternehmen TYTAN Technologies hat seinen neuen Produktionsstandort in Bayern eröffnet und eine strategische Partnerschaft mit HENSOLDT unterzeichnet. Beide Schritte zielen darauf ab, Europas Fähigkeit zur Drohnenabwehr in großem Maßstab zu industrialisieren.
Vom Start-up zur Serienproduktion
TYTAN Technologies, gegründet in München, arbeitet an kostengünstigen Abwehrsystemen gegen unbemannte Luftfahrzeuge. Mit der Eröffnung des neuen Standorts in Bayern macht das Unternehmen einen strategischen Schritt von der Entwicklungsphase zur industriellen Produktion. Das ambitionierte Ziel: Bis Ende 2026 sollen monatlich bis zu 3.000 sogenannte Interceptor-Drohnen gefertigt werden. Diese Drohnen dienen als Abwehrmittel gegen feindselige unbemannte Fluggeräte.
Der neue bayerische Standort wird zur operativen Zentrale für Entwicklung, Systemintegration, Qualitätssicherung und Produktionsskalierung ausgebaut. Bayern bot sich für diesen Ausbau an, da die Region über eine etablierte Industrie-Infrastruktur, starke technologische Partner und eine politische Unterstützung für die Umsetzung solcher Projekte verfügt.

Partnerschaft mit HENSOLDT
TYTAN Technologies unterzeichnete zeitgleich eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit HENSOLDT, einem der führenden europäischen Anbieter von Verteidigungs- und Sicherheitssensorik mit Sitz bei München. Die Vereinbarung sieht vor, die kostengünstigen Interceptor-Drohnen von TYTAN in HENSOLDTs Counter-UAS-System Elysion Mission Core zu integrieren. Damit entsteht ein kombiniertes Abwehrsystem, das Drohnendetection und -bekämpfung mit Sensortechnik und Kommandostrukturen verbindet.
Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine schnell einsatzfähige europäische Lösung zum Schutz des Luftraums – unter anderem für staatliche Stellen und internationale Vorhaben im NATO- und Ukraine-Kontext.
Erkenntnisse aus der Ukraine
TYTAN Technologies nutzt Erfahrungen aus realen Einsatzbedingungen in der Ukraine für die kontinuierliche Verbesserung seiner Systeme. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in Entwicklung, Systemarchitektur und Produktionsvorbereitung ein. Das Unternehmen arbeitet zudem eng mit Streitkräften zusammen, darunter die Bundeswehr, um Kompatibilität und einsatztaktische Integration zu gewährleisten.
Die wachsende Bedrohung durch unbemannte Systeme ist ein zentrales Sicherheitsproblem in Europa. Moderne Drohnen sind kostengünstig in der Herstellung, weit verbreitet und schwer zu verteidigen. Eine industrialisierte, großmaßstäbliche Abwehrfähigkeit soll dieser Herausforderung begegnen.
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