US-Präsident Donald Trump hat am 7. Januar 2026 über seine Social-Media-Plattform Truth Social eine massive Aufstockung des Militärbudgets für das Jahr 2027 angekündigt. Das Verteidigungsbudget soll von ursprünglich geplanten 1 Billion Dollar auf 1,5 Billionen Dollar erhöht werden – eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Budget von 901 Milliarden Dollar für 2026.
Begründung und Finanzierung
Trump begründete die Erhöhung mit „sehr unruhigen und gefährlichen Zeiten“ und verwies auf lange Verhandlungen mit Senatoren, Kongressabgeordneten und anderen politischen Vertretern. Als Finanzierungsquelle nannte er die Einnahmen aus Zöllen, die seine Regierung auf Importe aus nahezu allen Ländern erhoben hat. Der Präsident erklärte, ohne diese Zolleinnahmen hätte er das Budget lediglich auf 1 Billion Dollar erhöht.
Die tatsächlichen Zolleinnahmen der USA beliefen sich 2025 auf rund 195 Milliarden Dollar, für 2026 werden etwa 400 Milliarden Dollar erwartet. Diese Summen reichen jedoch nicht aus, um die verschiedenen Versprechen Trumps zu erfüllen, zu denen neben der Militäraufstockung auch Dividendenzahlungen an Bürger mit mittlerem Einkommen und der Schuldenabbau gehören.

Kontext und geopolitische Ambitionen
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender militärischer Aktivitäten der USA in mehreren Regionen. Trump hat in den vergangenen Tagen Interesse an einer Übernahme Grönlands von Dänemark geäußert und militärische Aktionen in Kolumbien angedeutet. Mit dem erhöhten Budget soll ein „Traum-Militär“ aufgebaut werden, das die Sicherheit der USA unabhängig vom Gegner gewährleisten soll.
Reaktionen und Umsetzbarkeit
Die vorgeschlagene Erhöhung um 600 Milliarden Dollar muss vom US-Kongress genehmigt werden. Experten bezweifeln allerdings, dass Trump die fast zwei Drittel höhere Summe durchsetzen kann. Das Haushaltsdefizit der USA wird für 2026 auf 5,5 Prozent prognostiziert, was die langfristige Tragfähigkeit der Staatsfinanzen infrage stellt. Trump kündigte parallel an, die Gehälter von Führungskräften bei Rüstungsunternehmen auf 5 Millionen Dollar zu begrenzen und Aktienrückkäufe sowie Dividendenzahlungen bei Firmen zu verbieten, die US-Militäraufträge erhalten.
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