Saab stellt Radar Giraffe AMB D auf der Eurosatory 2026 vor

Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat auf der Pariser Verteidigungsmesse Eurosatory 2026 eine neue Variante seiner Radarfamilie Giraffe AMB präsentiert. Das System Giraffe AMB D verbindet ein neu gestaltetes Antennenfeld mit einer softwaredefinierten Architektur.
Foto: SAAB

Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat auf der Pariser Verteidigungsmesse Eurosatory 2026 eine neue Variante seiner Radarfamilie Giraffe AMB präsentiert. Das System Giraffe AMB D verbindet ein neu gestaltetes Antennenfeld mit einer softwaredefinierten Architektur.

Neue Variante einer etablierten Reihe

Saab hat das Giraffe AMB D am 16. Juni 2026 auf der Eurosatory in Paris vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die jüngste Weiterentwicklung der Giraffe-AMB-Reihe, die seit mehr als zwei Jahrzehnten im Einsatz ist.

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Das System kombiniert ein neu konstruiertes Antennenfeld mit einer modernen Softwarearchitektur. Als Ziele nennt Saab eine höhere Leistungsfähigkeit, eine erweiterte Erfassungsreichweite und eine verbesserte Zielverfolgung. Die Architektur ist softwaredefiniert ausgelegt, sodass das Radar über fortlaufende Updates an veränderte Anforderungen angepasst werden kann.

Carl-Johan Bergholm, Leiter des Geschäftsbereichs Surveillance, ordnet das System als modulares, mobiles Mehrdomänen-Radar ein, das von der taktischen Ebene bis zu strategischen Einsätzen verwendet werden könne. Er verweist zudem auf einen gegenüber Vorgängern verringerten logistischen Aufwand und eine kompaktere Bauweise.

Technische Grundlage

Das Giraffe AMB D nutzt Hardware mit aktiv elektronisch geschwenkter Antenne (Active Electronically Scanned Array, AESA). Diese Technik markiert eine Weiterentwicklung gegenüber älteren Giraffe-AMB-Systemen, die auf passiv elektronisch geschwenkten Antennen (PESA) im C-Band basieren. AESA-Hardware hatte Saab ab 2014 zunächst in anderen Modellen der Giraffe-Reihe wie dem Giraffe 1X, 4A und 8A eingeführt.

Zusammen mit der neuen Software- und Prozessorarchitektur soll das Radar ein breites Spektrum luftgestützter Ziele erfassen und verfolgen. Detaillierte technische Spezifikationen – etwa zu Reichweite, Frequenzband oder Aktualisierungsrate – veröffentlichte Saab bei der Vorstellung nicht. Fachmedien berichten, das System sei insbesondere auf schwer erfassbare Ziele wie Drohnen, Loitering Munition und Marschflugkörper ausgelegt.

Einordnung

Die Giraffe-Familie geht auf Radarsysteme zurück, deren erste Modelle bereits 1977 produziert wurden; benannt ist sie nach dem klappbaren Antennenmast, der eine bessere Erfassung tieffliegender Ziele über Geländehindernissen hinweg ermöglicht. Das bisherige Giraffe AMB ist ein mobiles 3D-Radar im C-Band für die boden­gebundene Luftverteidigung kurzer bis mittlerer Reichweite und verfügt über ein integriertes Führungs- und Kommunikationssystem. Es klassifiziert und verfolgt unter anderem Starrflügler, Hubschrauber, kleine Drohnen und ballistische Ziele. Nach Unternehmensangaben hat Saab Radare an mehr als 30 Staaten geliefert.

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