Deutschland verstärkt sein militärisches Engagement in der Arktis und nimmt auf dänische Einladung an einer mehrtägigen Erkundungsmission in Grönland teil. Vom 15. bis 17. Januar reist ein 13-köpfiges Team der Bundeswehr mit einem Airbus A400M nach Nuuk, um gemeinsam mit anderen europäischen Partnern die Voraussetzungen für künftige Sicherheitskooperationen zu prüfen.
Schwerpunkt Seeraumüberwachung
Im Mittelpunkt der Erkundung steht die Frage, wie Deutschland Dänemark bei der Überwachung der arktischen Gewässer unterstützen kann. Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte an, dass die Bundeswehr künftig mit U-Booten und Seefernaufklärern zur Sicherung der nördlichen Seerouten beitragen wird.

Bestehende Sicherheitskooperationen
Deutschland hat bereits vor über einem Jahr eine Sicherheitspartnerschaft mit Kanada, Norwegen und Dänemark ins Leben gerufen. Pistorius machte deutlich, dass der Schutz des Nordatlantiks eine gemeinsame Verantwortung aller NATO-Staaten mit Atlantikküste sei. Die arktischen Routen würden bereits überwacht und müssten weiterhin geschützt werden.
Der Minister betonte nachdrücklich die Unterstützung für die dänische Souveränität: Grönland sei Teil Dänemarks und damit NATO-Territorium. Deutschland stehe uneingeschränkt zur territorialen Integrität des Königreichs Dänemark ein. Der Schutz Grönlands sei daher eine Aufgabe für die gesamte NATO.
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