Die Bundeswehr plant die Beschaffung von rund 150 MARS 3 Raketenartilleriesystemen – dies konnte Sicherheit & Verteidigung am Rande der KNDS Media Days 2026 in München in Erfahrung bringen. MARS 3, auch als EuroPULS bezeichnet, soll im Rahmen des Vorhabens „Zukünftiges System des Indirekten Feuers große Reichweite“ beschafft werden und die alternden MARS-II-Systeme ersetzen.
Bisher wurden lediglich fünf MARS 3 als Ersatz für die fünf an die Ukraine abgegebenen MARS II für rund 65 Millionen Euro bestellt. Die Auslieferung dieser Systeme soll in den nächsten Monaten beginnen, anschließend durchlaufen diese die integrierte Nachweisführung.
Die Serienbeschaffung soll über einen Rahmenvertrag erfolgen, der die Beschaffung von bis zu 300 MARS 3 ermöglichen soll. Rund die Hälfte der Systeme ist dabei für die Bundeswehr vorgesehen, die andere Hälfte steht anderen Nationen zur Beschaffung offen.
Zusätzlich soll noch in diesem Jahr die Beschaffung von Munition im Wert von über einer Milliarde Euro für das neue Raketenartilleriesystem eingeleitet werden. Im Fokus stehen dabei zunächst EXTRA-Raketen mit 150 km Reichweite sowie Übungsraketen. In nachfolgenden Schritten sollen Effektoren mit Reichweiten von 300 km – perspektivisch sogar 500 km – beschafft werden. Darüber hinaus soll der MARS 3 auch Minenausstoßraketen verschießen können.
Mit WhatsApp immer bestens informiert!
Abonniere unseren WhatsApp-Kanal, um Neuigkeiten direkt aufs Handy zu erhalten. Einfach unten auf den Button klicken und dem Kanal beitreten:
