Am Freitag, dem 23. Januar 2026, wurde das Brandschutzamt der Bundeswehr in Bergen mit einem feierlichen Aufstellungsappell offiziell in den Dienst gestellt. Die neue Behörde bündelt die Brandschutzkompetenzen der Bundeswehr und beschäftigt über 4.000 Mitarbeitende.
Feierliche Übergabe in Bergen
Bei der Zeremonie in der Feuerwache Bergen übergab Staatssekretär Nils Hilmer die Truppenfahne an Direktor Mirko Temmler, der künftig die Leitung des Brandschutzamtes innehat. Neben Vertretern des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr nahmen auch Repräsentanten mehrerer Landesministerien sowie Abordnungen der Bundeswehr-Feuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet an der Veranstaltung teil.
Staatssekretär Hilmer betonte in seiner Festrede die zentrale Bedeutung des Brandschutzes für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Der Schutz von Personal, Material und kritischer Infrastruktur sei unverzichtbar und die Neuorganisation stärke die Verzahnung von militärischem und zivilem Brandschutz.

Reaktion auf gewachsene Anforderungen
Die Aufstellung des Brandschutzamtes erfolgt vor dem Hintergrund der sogenannten Zeitenwende, die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine einen umfassenden Ausbau der Bundeswehr einleitete. Mit dem 100 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögen wurden zahlreiche Vorhaben zur Modernisierung und Erweiterung der Streitkräfte angestoßen.
Direktor Temmler verwies darauf, dass das Wachstum der Bundeswehr auch erhöhte Anforderungen an den Brandschutz mit sich bringe. Neue Standorte müssten betrachtet werden, was zusätzliches Personal, mehr Ausbildung und intensivere Übungen erfordere.
Organisatorische Neustrukturierung
Das Brandschutzamt der Bundeswehr wurde bereits am 1. Juli 2025 gegründet und löste das bisherige Zentrum für Brandschutz der Bundeswehr in Sonthofen ab. Die Umstrukturierung fasst die konzeptionellen und operativen Brandschutzaufgaben unter einem Dach zusammen und soll Kompetenzen in den Bereichen Ausbildung, Planung und Einsatz bündeln.
Das neue Amt ist dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr nachgeordnet und trägt die Verantwortung für die gesetzliche Schutzaufgabe Brandschutz und Hilfeleistung bei besonderem militärischen Gefahrenpotenzial oder aus Geheimhaltungsgründen.
Bundesweite Feuerwehrstruktur
Die Bundeswehr-Feuerwehr ist nach der Berliner Berufsfeuerwehr die zweitgrößte Feuerwehr in Deutschland. Sie umfasst derzeit 58 Feuerwehrwachen an Standorten mit besonderem Gefahrenpotenzial sowie fünf regionale Führungsstellen in Kronshagen, Wunstorf, Potsdam, Köln und Lechfeld. Hinzu kommen die verwaltenden Dienstorte in Sonthofen und Köln sowie die zentrale Ausbildungseinrichtung in Bergen.
Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbands, des Verbands der Bundeswehr-Feuerwehren und des Bundeswehrverbands unterstrichen bei der Feier die Bedeutung der Feuerwehr innerhalb der Bundeswehr und forderten Entscheidungsfreudigkeit bei der Umsetzung der gesteckten Ziele.
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