Die Bundeswehr setzt ihre positive Personalentwicklung fort. Im Februar 2026 dienten rund 186.200 aktive Soldatinnen und Soldaten – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Das Bundesministerium der Verteidigung hat am 17. März 2026 aktuelle Personalzahlen veröffentlicht. Demnach liegt die aktive Personalstärke der Streitkräfte bei rund 186.200 Personen, was einem Anstieg von etwa 3.600 gegenüber dem Februar 2025 entspricht. Die Entwicklung bestätigt den Aufwärtstrend, der bereits im vergangenen Jahr zu beobachten war.
Bewerbungen und Neueinstellungen steigen
Die Zahlen bei Bewerbungen und Einstellungen entwickeln sich ebenfalls positiv. Bis Ende Februar 2026 gingen rund 16.100 Bewerbungen für eine militärische Laufbahn ein – eine Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den tatsächlichen Neueinstellungen liegt das Plus bei 14 Prozent: Mehr als 5.300 Menschen traten in den ersten beiden Monaten des Jahres in den Dienst ein.

Besonders deutlich fällt der Zuwachs bei den Mannschaftsdienstgraden aus. Die Zahl der Freiwillig Wehrdienstleistenden mit einer Verpflichtung von sechs bis elf Monaten sowie der kurzdienenden Zeitsoldaten mit zwölf bis 23 Monaten Dienstzeit stieg um 15 Prozent auf rund 13.400 Personen. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, das den sogenannten Neuen Wehrdienst einführte.
Saisonale Schwankungen erwartet
Das Verteidigungsministerium weist darauf hin, dass die Gesamtpersonalstärke im weiteren Jahresverlauf saisonalen Schwankungen unterliegen wird. Erfahrungsgemäß scheiden im Frühjahr überdurchschnittlich viele Soldatinnen und Soldaten planmäßig zum Ende ihrer Dienstzeit aus, um beispielsweise ein Studium oder eine Ausbildung im Sommerhalbjahr zu beginnen. Zudem fällt die Nachfrage nach Grund- und Basisausbildungen in den ersten Monaten des Jahres geringer aus als im zweiten Halbjahr.
Neuer Wehrdienst als Baustein
Der seit Januar 2026 geltende Neue Wehrdienst soll den Personalaufwuchs beschleunigen. Das Modell basiert auf Freiwilligkeit und ermöglicht Verpflichtungen ab sechs Monaten mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 2.600 Euro brutto monatlich. Männer des Geburtsjahrgangs 2008 und jüngerer Jahrgänge erhalten Fragebögen zur Wehrerfassung, deren Beantwortung für Männer verpflichtend, für Frauen freiwillig ist. Ab Mitte Januar 2026 wurden die ersten rund 5.000 Anschreiben versendet.
Mit WhatsApp immer bestens informiert!
Abonniere unseren WhatsApp-Kanal, um Neuigkeiten direkt aufs Handy zu erhalten. Einfach unten auf den Button klicken und dem Kanal beitreten:
