Laut dem Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Ukraine eine Bestellung von 155mm-Munition beauftragt. Die Produktion habe bereits begonnen.
Der Vertrag soll ein finanzielles Volumen im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich umfassen. Im Gegenzug liefert Rheinmetall 155mm-Geschosse und Treibladungen an die Ukraine.

Was Rheinmetall liefert
Bei den spezifischen Produkten soll es sich um die ER02A1-B/B-Geschosse und die Treibladungen vom Typ M203 handeln. Nach Aussagen Rheinmetalls kann dabei die BB Variante der ER02A1 Ziele auf bis zu 40km mit hoher Wirksamkeit bekämpfen. Diese hohe Reichweite wird durch einen pyrotechnischen Satz am Geschossboden ermöglicht, der beim Abschuss aktiviert wird. Durch dessen Entwicklung von Verbrennungsgasen wird der Unterdruck hinter dem Geschoss verringert, was einen positiven Effekt auf die Reichweite hat.
Beide Produkte werden wohl bereits bei einer Vielzahl von NATO-Nationen verwendet und können aus diversen 155mm-Artilleriesystemen abgefeuert werden kann.
Unmengen an Geschosse gefragt
Der Vertrag sieht insgesamt den Umfang einer niedrigen fünfstelligen Zahl der Produkte vor und soll im ersten Quartal 2027 erfüllt sein. Die Produktion ist laut Rheinmetall schon angelaufen.
Im Angesicht des ukrainischen Verbrauchs von mehreren tausend Artilleriegeschossen pro Tag ist dabei allerdings fraglich, wie viel Effekt die Lieferungen damit haben werden. Niedrige fünfstellige Zahlen wirken über einen solchen Zeitraum doch eher wie homöopathische Mengen.
Davon lässt sich Rheinmetall allerdings nicht beirren. Der Konzern will der gigantischen Nachfrage der Ukraine und der europäischen NATO-Nationen, die ihre Lager enorm aufstocken, in der Zukunft nachkommen können. Seit 2022 werden die Produktionskapazitäten stark ausgebaut und sollen 2030 eine jährliche Produktion von 1,5 Millionen 155mm-Geschossen erreichen.
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