STARK eröffnet R&D-Hub in der Ukraine und neuen Standort in Griechenland

STARK eröffnet R&D-Hub in der Ukraine und neuen Standort in Griechenland
Foto: STARK

Das europäische Defence-Tech-Unternehmen STARK hat am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz die Eröffnung zweier neuer Standorte bekannt gegeben. Ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Ukraine sowie eine Niederlassung in Griechenland sollen die Produktionskapazitäten für unbemannte Systeme ausbauen.

Forschungszentrum mit 200 Arbeitsplätzen in der Ukraine

Der neue Standort in der Ukraine umfasst eine Fläche von über 2.000 Quadratmetern und bietet Platz für mehr als 200 Fachkräfte. Der Schwerpunkt liegt auf Forschung und Entwicklung, Systemintegration sowie Schulungsmaßnahmen. Das Unternehmen will durch das Zentrum die Überführung von Entwicklungen in die Serienproduktion beschleunigen.

STARK kooperiert nach eigenen Angaben seit der Unternehmensgründung mit ukrainischen Experten. Mit dem Forschungszentrum soll das lokale Innovationsökosystem gestärkt werden. Geplant ist zudem der Aufbau von Produktionskapazitäten vor Ort, um regionale Lieferketten einzubinden. Die räumliche Nähe zu Einsatzgebieten soll schnellere Anpassungen der Systeme ermöglichen.

Jetzt Steady-Mitglied werden!

Wachsende Nachfrage nach unbemannten Systemen

Das Unternehmen verzeichnet nach eigenen Angaben eine deutlich steigende Nachfrage nach unbemannten Systemen in verschiedenen militärischen Bereichen. Die neuen Standorte in der Ukraine und Griechenland ergänzen bestehende Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien und Schweden. Der Hauptsitz befindet sich in Berlin.

STARK bezeichnet sich als das am schnellsten wachsende Defence-Tech-Unternehmen Europas. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte und softwarebasierte Systeme, die nach eigenen Angaben für moderne Einsatzszenarien konzipiert sind. Die Expansion fügt sich in die strategische Ausrichtung ein, Europa und die NATO mit entsprechenden Verteidigungssystemen auszustatten.

Hintergrund: Bedeutung unbemannter Systeme in der Verteidigung

Die europäische Verteidigungsindustrie hat ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Laut der Europäischen Verteidigungsagentur stiegen die Investitionen von neun Milliarden Euro im Jahr 2020 auf voraussichtlich 17 Milliarden Euro im Jahr 2025 – eine Steigerung um etwa 90 Prozent. Der Angriff Russlands auf die Ukraine gilt als entscheidender Wendepunkt für diese Entwicklung.

Unbemannte Systeme beeinflussen zunehmend die Operationsplanung und -führung moderner Streitkräfte. Deutschland und weitere NATO-Staaten planen derzeit die gemeinsame Beschaffung von Kampfdrohnen im Rahmen des Elsa-Projekts. Neben Deutschland beteiligen sich unter anderem Frankreich, Großbritannien, Polen und Schweden an dieser Initiative.

Mit WhatsApp immer bestens informiert!

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal, um Neuigkeiten direkt aufs Handy zu erhalten. Einfach unten auf den Button klicken und dem Kanal beitreten:

Total
0
Shares
Related Posts
Total
0
Share