Die Bundeswehr hat einen Bedarf nach mehr als 100 Joint Fire Support Teams, schwer (JFSTsw) Fahrzeugen auf Basis des Radpanzers GTK Boxer – dies konnte Sicherheit & Verteidigung am Rande der KNDS Media Days 2026 in München in Erfahrung bringen. Das JFSTsw soll die Lücke zwischen den leichten Joint Fire Support Teams auf Basis Fennek und den abgesessenen Joint Fire Support Teams schließen und den gepanzerten Kampftruppen folgen können.
Entwicklung seit 2021
Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmte der Entwicklung des JFSTsw bereits am 23. Juni 2021 zu. Die vier daraus resultierenden Nachweismuster sollen gut informierten Kreisen zufolge im April an die Bundeswehr übergeben werden. Die anschließende integrierte Nachweisführung soll bis Ende Herbst abgeschlossen sein. Danach soll – möglicherweise noch in diesem Jahr – eine Entscheidung zur Serienbeschaffung fallen. Eine Auslieferung wäre in diesem Fall ab Mitte 2028 realistisch.
Im Vergleich zur ursprünglichen Planung ist das Vorhaben damit erheblich verzögert. Diese sah vor, die Serienbeschaffung bereits 2023 in Auftrag zu geben und mindestens 18 Fahrzeuge bis 2027 bereitzustellen. Der damals definierte Bedarf lag bei 28 Teams à zwei Fahrzeugen.

Neue Planungen
Infolge des geplanten Aufwuchses der Bundeswehr ist auch der Bedarf an JFSTsw deutlich gestiegen. Gut informierten Kreisen zufolge liegt dieser bei mindestens 138 Fahrzeugen, sprich 69 Teams. Ein Team besteht aus jeweils zwei Fahrzeugen – einem Boden/Boden-Fahrzeug (B/B-Fzg) und einem Luft/Boden-Fahrzeug (L/B-Fzg).
Ähnlich wie bei anderen Vorhaben ist auch für den Boxer JFSTsw wohl ein Rahmenvertrag über mehrere hundert Fahrzeuge geplant, der auch anderen Nationen offensteht. Als potenzielle Interessenten gelten Großbritannien, die Niederlande und Litauen.
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