Das Hannoveraner Start-up INLEAP Photonics und das Berliner Defence-Tech-Unternehmen STARK bündeln ihre Kompetenzen, um lasergestützte Drohnenabwehrsysteme schneller auf den Markt zu bringen.
Kooperation auf der Hannover Messe vorgestellt
Am 23. April 2026 haben die beiden Unternehmen ihre Partnerschaft im Rahmen der Hannover Messe 2026 offiziell bekanntgegeben. Die Ankündigung erfolgte bei einem Treffen mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der die Bedeutung des Vorhabens für den Technologie- und Verteidigungsstandort Deutschland unterstrich. Im Kern der Zusammenarbeit steht die Integration von INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD in die unbemannten Plattformen von STARK, darunter die USV-Systemfamilie (Unmanned Surface Vessel) Vanta.
Die Technologie: Laser trifft Drohne in unter einer Sekunde
Das System INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD ist eine laserbasierte Lösung zur Drohnenabwehr, die Ziele in einem Umkreis von bis zu drei Kilometern erfassen und neutralisieren kann. Laut Angaben des Unternehmens ist die Technologie in der Lage, bis zu 300 Drohnen pro Minute abzufangen. Grundlage dafür ist eine Laserstrahllenktechnologie, die Strahlen rund 2.500-mal schneller lenkt als herkömmliche Systeme – was eine Reaktionszeit von unter einer Sekunde ermöglicht. Das System wurde bereits auf einem Bundeswehr-Übungsgelände erfolgreich erprobt.

Ergänzende Stärken beider Partner
STARK bringt in die Kooperation seine Erfahrung mit unbemannten Systemen in mehreren militärischen Dimensionen ein. Das Berliner Unternehmen, das aus einem konkreten Bedarf der ukrainischen Streitkräfte entstanden ist, entwickelt KI-gestützte, softwarebasierte und skalierbare Plattformen und ist neben Deutschland in der Ukraine, dem Vereinigten Königreich, Schweden und Griechenland vertreten. Der CSO von STARK betont, dass neue Technologien schnell in bestehende Systeme und operative Abläufe eingebettet werden müssten – genau das soll durch die enge Integration mit INLEAP® FASTLIGHT® SHIELD erreicht werden.
Beschleunigte Markteinführung geplant
Die Partnerschaft ist langfristig angelegt und soll neben der Systemintegration auch gemeinsame Weiterentwicklungen im Bereich Counter-Unmanned Aircraft Systems (C-UAS) ermöglichen. Zielgruppen sind militärische Nutzer sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Der INLEAP-CEO Dr.-Ing. Marius Lammers betont, dass die Kooperation einen wichtigen Schritt darstelle, um die Lasertechnologie zügig in praxisrelevante Anwendungen zu überführen.
Niedersächsisches Ökosystem als Treiber
INLEAP Photonics wurde als Spin-off des Laser Zentrums Hannover e. V. gegründet und erhielt unter anderem eine Finanzierungsrunde unter Führung des High-Tech Gründerfonds (HTGF). Ministerpräsident Lies hebt hervor, dass gezielte Förderung und ein innovationsfreundliches Start-up-Umfeld in Niedersachsen die schnelle technologische Entwicklung erst ermöglicht hätten. Die Kooperation mit STARK fügt sich damit in ein wachsendes deutsches Defence-Tech-Ökosystem ein, das zunehmend auch auf dem Radar von Bundeswehr und NATO-Partnern steht.
Mit WhatsApp immer bestens informiert!
Abonniere unseren WhatsApp-Kanal, um Neuigkeiten direkt aufs Handy zu erhalten. Einfach unten auf den Button klicken und dem Kanal beitreten:
